Studie: Neue Arzneimittel bringen wenig
Fast alle neuen Arzneimittel erweisen sich als Mogelpackung. Nur ein Einziges von zuletzt 23 neu auf den deutschen Markt gekommenen Arzneimitteln bringt den Patienten zweifelsfrei mehr als ältere Präparate. Weitere 8 dieser neuen Mittel gegen weit verbreitete Krankheiten bringen demnach etwas mehr, aber nicht wirklich viel - so das Ergebnis des am 31.5.2013 in Berlin vorgestellten Innovationsreports 2013 der Techniker Krankenkasse (TK).
Neue Arzneimittel müssen Zusatznutzen haben
Bei dem einzigen Präparat mit unbestrittenem Zusatznutzen handelt es sich um Brilique zur Verhinderung von Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein weiteres Mittel (Revolade) schneidet auch noch relativ gut ab. 14 der 2010 und Anfang 2011 auf den Markt gekommenen Mittel haben laut dem vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen erstellten Bericht keinen Zusatznutzen.
Gewaltiges Einsparpotential für Krankenkassen
Angesichts der Ausgaben der gesetzlichen Kassen für diese Arzneimittel von knapp 145 Mio. EUR könnten 68 Mio. EUR eingespart werden - ohne schlechtere Versorgung für die Patienten, wie TK-Chef Jens Baas sagte.
Ärzte sollten neue Arzneimittel nicht unkritisch verordnen
Riskant sei, dass Ärzte die Arzneimittel auch massenhaft Patienten verordneten, bei denen dadurch gar keine Therapieverbesserung zu erwarten sei. «Nicht jedes Medikament nutzt für jeden», sagte Baas. «Wenn sie den Falschen gegeben werden, können sie in der Tat schaden. Das gilt umso mehr für Medikamente, die nicht einmal einen Zusatznutzen haben.»
Nutzenbewertung für Arzneimittel muss mehrmals erfolgen
Studien-Autor Gerd Glaeske betonte, dass sich bei vielen Arzneimitteln erst nach längerer breiter Anwendung bei Zehntausenden Patienten zeige, ob sie die Gefahr teils erheblicher Nebenwirkungen brächten. Deshalb müssten die Arzneimittel auch zu einem späteren Zeitpunkt offiziell bewertet werden, so dass diese Risiken klar erkannt werden könnten. Gefordert sei das höchste Gremium im Gesundheitswesen, der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken (G-BA).
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