Masern Impfpflicht 2020

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will verpflichtende Masern-Impfungen für Kita- und Schulkinder in Deutschland. Wird nicht geimpft, drohen unter anderem satte Geldstrafen. Das Bundeskabinett hat das entsprechende Gesetz am 17.7.2019 auf den Weg gebracht. 

Ab wann und für wen besteht die Impfpflicht gegen Masern?

Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Die Impfpflicht gilt auch für Tagesmütter und für das Personal in Kitas, Schulen, in der Medizin und in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Flüchtlingsunterkünften.

Was passiert, wenn man der Impfpflicht nicht nachkommt?

Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 2.500 Euro. Ungeimpfte Kinder dürfen in Kitas nicht mehr aufgenommen werden.

Masern-Impfpflicht: Bis wann muss die Impfung nachgewiesen werden?

Kinder und Personal, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes im kommenden März schon in einer Kita, Schule oder Gemeinschaftseinrichtung sind, müssen die Impfung bis spätestens 31.7.2021 nachweisen. Erbracht werden kann der Nachweis durch den Impfausweis, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder durch ein ärztliches Attest, aus dem hervorgeht, dass man die Masern schon hatte.

Impfung gegen Masern - warum?

«Wir wollen möglichst alle Kinder vor einer Masernansteckung bewahren», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am 17.7.2019. Deshalb führe man den verpflichtenden Impfschutz ein. Hintergrund ist ein weltweiter Anstieg der Masernerkrankungen. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 543 Fälle gemeldet. In den ersten Monaten dieses Jahres schon mehr als 400 Fälle.

Hinweis: Nach dem Kabinett muss jetzt noch der Bundestag zustimmen. Im Bundesrat ist laut Gesundheitsministerium keine Zustimmung nötig.

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