29.03.2012 | Personalszene

DGB: "Arbeitsplatz gilt als Stressfaktor Nummer 1"

Die Arbeitsbelastung in Deutschland steigt, zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Danach fühlen sich gut die Hälfte der Beschäftigten erheblich gestresst und jeder fünfte macht wegen der hohen Arbeitsbelastung mindestens zehn Überstunden pro Woche.

Für die jährliche DGB-Umfrage "Gute Arbeit" wurden 6.083 Beschäftigte aus mehr als einem Dutzend Branchen. Aus den Antworten lässt sich ablesen, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmt: Gut ein Viertel (27 Prozent) der Beschäftigten muss nach eigenen Angaben sehr häufig oder oft auch in der Freizeit für die Firma erreichbar sein. Fast jeder Siebte (15 Prozent) arbeitet sehr häufig oder oft unbezahlt in der Freizeit. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Befragten geben an, dass sie 2011 mindestens zweimal zur Arbeit gegangen sind, obwohl sie sich "richtig krank" gefühlt haben.

Für DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zeigt die Umfrage: "Der Arbeitsplatz gilt als Stressfaktor Nummer eins." Die psychischen Belastungen durch Arbeitsstress, Arbeitshetze und Arbeitsintensivierung seien inzwischen so hoch, dass sie Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gefährdeten. Notwendig seien  kein Anti-Stress-Training für die Beschäftigten, "sondern vor allem Arbeitsbedingungen, die weniger Stress produzieren".

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