Mehr Motivation für 76 Euro im Monat
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: In Zeiten von Fachkräftemangel und einem intensiven Wettbewerb um die Besten im Arbeitsmarkt wollen Arbeitgeber offensichtlich in Incentives und Zusatzleistungen für ihre Mitarbeiter wieder mehr investieren. Das zeigt die Belohnungsstudie 2018 der Hochschule Fresenius und der Bonago Incentive Marketing Group GmbH, in der rund 700 HR-Verantwortliche befragt wurden zum aktuellen Einsatz von Incentives und ihrer künftigen Planung.
Mehr Zusatzleistungen und Belohnungen für 2018/2019 geplant
Im Vergleich zu 2015 wurde der Betrag pro Mitarbeiter, der für zusätzliche Leistungen ausgegeben wird, bis heute um 38 Prozent von 55 auf 76 Euro erhöht. Rund ein Viertel der Befragten wollen das Budget in den nächsten zwei Jahren sogar noch erhöhen, Einsparungen in diesem Bereich planen nur vier Prozent.
Mitarbeiter-Events und Firmenfahrzeuge bleiben stark nachgefragt
Zu den derzeit beliebtesten Incentives gehören Mitarbeiter-Events, die über 70 Prozent der Befragten gewähren, klar vor flexiblen Arbeitszeit-Modellen und Gutscheinen. Daneben kommen vor allem Firmenfahrzeuge und Smartphones bei über 60 Prozent häufiger zum Einsatz als noch im Vorjahr.
Hitliste: Das sind die beliebtesten Zusatzleistungen
Als beliebteste Zusatzleistungen, die derzeit gewährt werden, zeigen sich
- Mitarbeiterevents (71 Prozent)
- Flexible Arbeitszeiten (66 Prozent)
- Gutscheine (62 Prozent)
- Firmenwagen (60 Prozent)
- Firmenhandy (60 Prozent)
- Weihnachtsgeld (59 Prozent)
- Sachprämien (51 Prozent)
- Mitarbeiterrabatte (47 Prozent)
- Urlaubsgeld (44 Prozent)
- Essenszuschüsse (33 Prozent)
- Erholungsbeihilfen (10 Prozent)
Prämien und Belohnungen meist zu persönlichen Anlässen
Hinsichtlich der Anlässe zu Zusatzleistungen wurde in der Befragung unterschieden zwischen persönlichen Anlässen wie dem Geburtstag eines Mitarbeiters, saisonalen Anlässen wie Weihnachten, leistungsabhängigen Anlässen, Firmenjubiläen oder sonstigen Anlässen wie „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“-Programme mit Prämienauslobungen.
Wie bereits in der Vorjahresstudie zeigt sich, dass der persönliche Bezug nach wie vor die größte Wirkung verspricht: Er dominiert mit 76 Prozent alle Maßnahmen. Darauf folgen saisonale Anlässe mit 53 Prozent. Firmenjubiläen schneiden im Vorjahresvergleich besser ab: Ihre Nachfrage hat sich um vier Prozent auf 47 Prozent erhöht. Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass sich in der Praxis ein Mix aus persönlichen und saisonalen Anlässen durchsetzt.
Flexible Benefits zunehmend beliebt
Spannend ist der Blick auf Maßnahmen, die die Personalverantwortlichen 2018/2019 verändern wollen: Vor allem Werbeflächenpauschale und Pauschalen für Internet und Telefon haben an Bedeutung für die Praxis verloren. Auch Essenszuschläge und -schecks verlieren deutlich an Nachfrage. Auf dem Vormarsch befinden sich dagegen nach den Studienergebnissen Maßnahmen wie Weihnachtsgeld mit einem Plus von 20 Prozent und Gutscheine (31 Prozent).
Die Gründe für die Veränderungen führt Bonago Geschäftsführer Mark Gregg auf neue Mitarbeiterbedürfnisse zurück: „Die junge Arbeitnehmer-Generation definiert sich immer weniger über Gehalt und Status. Sie setzt viel mehr auf individuelle Verwirklichung, ein inspirierendes Arbeitsplatzklima, ein motivierendes Miteinander und eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Gerade diese Arbeitnehmer freuen sich über einen Mehrwert, den sie flexibel und mit höchst individuellem Bezug einlösen können – zum Beispiel für einen Kino-Besuch, beim Shoppen, zum Tanken oder für Urlaub und Erholung.“
Tipp:
Geschenke an Mitarbeiter können als Sachzuwendung in vielen Fällen steuervergünstigt oder sogar steuerfrei gewährt werden. Was genau gilt, lesen Sie in unserer News "Sachzuwendungen - steuerliche Regeln für Geschenke an Mitarbeiter."
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