10.10.2014 | Weiterbildung

Tipps für einen besseren Lerntransfer

In vielen Unternehmen fehlt noch ein Übergang zwischen Weiterbildungsinhalten und der Praxis.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Unternehmen investieren Millionenbeträge in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter – jedoch oft, ohne sicherzustellen, dass das Gelernte auch in die Praxis umgesetzt wird. Wie ein besserer Lerntransfer in Unternehmen gelingen kann, zeigt Anne Dreyer in der Wirtschaft + Weiterbildung.

Vorab sollten Weiterbildungsverantwortliche wissen: Einen pauschalen Leitfaden für den Lerntransfer im Unternehmen gibt es nicht. Anne Dreyer, Referentin für Bildungsmanagement bei Tüv Süd Akademie, gibt jedoch in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaft + Weiterbildung einige Anregungen, wie Unternehmen den Lerntransfer ihrer Mitarbeiter individuell verbessern können. Wichtig dabei: die einzelnen Maßnahmen und Werkzeuge sollten strategisch eingesetzt und an die Unternehmenskultur angepasst werden, so die Autorin.

Wichtig sei auch, dass der Transferprozess immer einer nachvollziehbaren Struktur folge und für den Mitarbeiter die Verbindlichkeit erhöhe. Eine klare Fokussierung auf zu erlernende Inhalte oder Verhaltensweisen erleichtere es dem Mitarbeiter zudem, sich in der Maßnahme auf das für ihn Wesentliche zu konzentrieren und führe bei der Umsetzung der Lerninhalte schneller zum Erfolg.

Intakte Gesprächskultur und Fehlertoleranz sind Voraussetzungen

Dabei, schreibt Dreyer, sei es sinnvoll, sowohl die Rahmenbedingungen als auch die Maßnahmen vor, während und nach der Fortbildung zu klären. Als wichtigste Voraussetzung hierfür identifiziert die Autorin ein gut ineinandergreifendes Bildungsmanagement mit einer zuverlässigen Bedarfsanalyse. Als zusätzliche Rahmenbedingung empfiehlt sie eine intakte Gesprächskultur zwischen Führungskraft und Mitarbeiter.

Die Art der Maßnahmen um die Fortbildung herum sowie den Zeitabstand zwischen ihnen sollte  jedes Unternehmen selbst bestimmen, so Dreyer. Daneben brauche es eine gewisse Fehlertoleranz, um den Teilnehmern einer Weiterbildung Raum zu geben, sich auszuprobieren. Das sollten Unternehmen ihren Mitarbeitern aus zweierlei Gründen zugestehen: Denn zum einen können diese ihr neues Wissen nicht immer sofort umsetzen, und zum anderen erfordert es Zeit und Geduld, etablierte Prozesse zu ändern.

Ein erfolgreicher Lerntransferprozess beginnt schon vor der Weiterbildung

Doch schon vor der Weiterbildung sollten sich die Beteiligten Gedanken über die Ziele der Maßnahme machen: Führungskräfte sollten vor einer Bildungsmaßnahme mit den teilnehmenden Mitarbeitern absprechen, welche Arbeitsabläufe oder welches Verhalten sie durch die Bildungsmaßnahmen verändern und optimieren können, rät Dreyer.

Im Anschluss an die Bildungsmaßnahme sollten die Unternehmen Mitarbeiter zudem mit Transfer Tools wie Checklisten, Leitfäden, Umsetzungsplänen oder Lerntagebüchern unterstützen, empfiehlt die Autorin. Damit sich die Investition in die Weiterbildung über den einzelnen Mitarbeiter hinweg lohnt, können Unternehmen zudem den Transfer auf andere Mitarbeiter oder gar das ganze Unternehmen fördern: Die geschulten Mitarbeiter können ihr Wissen zum Beispiel im Team-Meeting, per Wissensdatenbank oder in einer Mitarbeiterakademie weitergeben, zeigt Dreyer.

Den kompletten Beitrag "Wissen individuell in die Praxis umsetzen" mit Tipps zu Lerntransfer, Bildungscontrolling und Beispielen aus der Praxis lesen Sie in Ausgabe 10/2014 der Wirtschaft + Weiterbildung.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Weiterbildung, Lernen

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