Personalchefin von Pro-Sieben-Sat.1 erhält Millionenbonus
4,3 Millionen Euro Bonus erhält Pro-Sieben-Sat.1 Personalchefin Heidi Stopper. Ihre Vorstandskollegen können sich über diese deutlich höheren Extrazahlungen freuen: Conrad Albert, Vorstand Legal, Distribution & Regulatory Affairs, bekommt 8,5 Millionen Euro, CFO Axel Salzmann 12,8 Millionen Euro und Dr. Christian Wegner, Vorstand Digital & Adjacent, 10,7 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Thomas Ebeling streicht den höchsten Betrag ein: Sein Bonus beläuft sich auf 23,4 Millionen Euro.
Die Zahlen beruhen auf dem Bericht für das zweite Quartal 2014, das Pro-Sieben-Sat.1 auf seiner Webseite veröffentlicht hat. In dem rund 90-seitigen Dokument finden sich die Angaben zu den Boni ziemlich versteckt am Ende von Seite 78, wie das Handelsblatt recherchierte.
Personalressort nach wie vor am Ende der Gehaltsliste
Mit ihren zusätzlichen 4,3 Millionen Euro dürfte Stopper in diesem Jahr zu den bestvergüteten Dax-Personalvorständen aufschließen. Allerdings zeigt auch hier der Vergleich zu den Vorstandskollegen im Konzern, dass das Personalressort nach wie vor am Ende der Vorstandsgehaltsliste steht. Dies hat vor kurzem eine Auswertung der Geschäftsberichte der Dax-30-Unternehmen aus dem Jahr 2013 durch die HKP-Gruppe für das Personalmagazin ergeben.
Ehemalige Merhheitsaktionärin belohnt Vorstand und ausgewählte Mitarbeiter
Die einmalige Sonderzahlung stammt aus den Töpfen der Lavena 3 S.a r.l, der ehemaligen mittelbaren Mehrheitsaktionärin der Pro-Sieben-Sat.1-Media AG. Diese habe im Nachgang der Veräußerung aller von ihr mittelbar an der Medien-AG gehaltenen Aktien per Ende Juni 2014 die freiwillige Zahlung an die Vorstände sowie ausgewählte Mitarbeiter in Höhe von insgesamt 76,8 Millionen Euro geleistet, wie es im Quartalsbericht heißt.
Vom Gesamtbetrag entfallen 59, 7 Millionen Euro auf die Vorstandsmitglieder. Diesen Bonus dürften diese jedoch nicht nur für ihre harte Vorstandsarbeit erhalten. Die Zahlung könnte vielmehr der Dank dafür sein, dass die Vorstandsmitglieder den "Heuschrecken" den lukrativen Absprung ermöglicht hätten, vermutet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe und kommentiert damit den Ausstieg der ehemaligen Mehrheitsaktionärin Lavena im Juni dieses Jahres.
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