Die vier größten Herausforderungen für HR im Mittelstand
Eine der vier größten Herausforderungen für Personaler im Mittelstand ist die Aufgabe, Talente zu finden und zu entwickeln. Vor dem Hintergrund des viel diskutierten Fachkräftemangels überrascht dies nicht. Rund drei Viertel der 323 befragten Unternehmen geben an, dass die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter den Schwerpunkt für die Personalarbeit in den kommenden drei bis fünf Jahren bilden wird.
Den größten Handlungsbedarf sehen die Teilnehmer der Studie darin, die Arbeitgeberattraktivität am Arbeitsmarkt herausstellen, effektivere Rekrutierungswege zu nutzen und den Auswahlprozess insgesamt zu verbessern.
Weitere große Herausforderung: Effektiver lernen
Des Weiteren zeigt die Studie, dass die Mittelständler Handlungsbedarf darin sehen, die Weiterbildung der Mitarbeiter effektiver zu gestalten. 78 Prozent geben an, einen hohen Handlungsbedarf bei der Anpassung der Qualifikation der Mitarbeiter in den kommenden drei bis fünf Jahren zu sehen. Eine Verbesserung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses in der Weiterbildung sehen 63 Prozent der Befragten als bedeutend an.
Die Aussagen der Teilnehmer zur Führung in ihrem Unternehmen lassen erkennen, dass sie hier einen Wandel anstreben und auch darin eine der vier größten Herausforderungen sehen. Die Führungskräfte sollen künftig vermehrt strategischen Veränderungsbedarf erkennen und gestalten (71 Prozent). Sie sollen auch die Identifikation der Mitarbeiter mit den unternehmerischen Zielen stärken (79 Prozent) und ihre Eigeninitiative sowie Verantwortungsbereitschaft fördern (77 Prozent).
Auch das Leistungsmanagement erzeugt Handlungsbedarf
Die letzte große Herausforderung für den Mittelstand, die der Studie zu entnehmen ist, liegt im Bereich "Leistungsmanagement". 68 Prozent der Teilnehmer sehen großen Bedarf darin, noch gezielter Leistungsanreize zu setzen. Zudem setzen sie sich das Ziel, den Mitarbeiter künftig differenziert Feedback zu ihrer Leistung zu geben (73 Prozent). Zudem gibt je die Hälfte der Studienteilnehmer an, dass sie flexible Beschäftigungsformen ausbauen und die Arbeitszeitregelungen weiter flexibilisieren wollen.
Vergleich zu Konzernen: Business Partner ist kein Thema
Die Studienautoren haben diese Ergebnisse mit den Angaben von Konzernen in anderen Studien abgeglichen und kommen zu dem Fazit: "Der Vergleich mit Studien zu Großunternehmen bestätigt erwartungsgemäß einige Unterschiede: Die Verschlankung administrativer Personalaufgaben und die Definition der eigenen Rolle als Business Partner sind im Mittelstand kein Thema. Auch Diversity und Internationalisierung spielen für weniger als fünf Prozent der Befragten eine Rolle."
Über die Studie
Die Studie "Zukunft der Personalarbeit im Mittelstand" wurde 2011 an der Leuphana Universität in Zusammenarbeit mit Martens & Friends durchgeführt. 323 Unternehmen haben sich daran beteiligt.
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