15.07.2016 | Reverse Mentoring in der Praxis

"So sieht mein digitaler Alltag aus"

Mentee Martina Flögel (links) mit ihrer Mentorin Julia Weber: Beide ziehen ein positives Fazit aus dem Reverse-Mentoring-Programm.
Bild: Henkel KGaA

Um mit der Digitalisierung Schritt zu halten, nutzen Unternehmen verschiedene Ansätze. Der Konsumgüterhersteller Henkel beispielsweise setzt unter anderem auf Reverse Mentoring, um die Digitalkompetenzen der Mitarbeiter zu erweitern und eine digitale Unternehmenskultur zu fördern.

Beim Frühstück auf Twitter die neuesten News lesen, ein Foto vom Konzertbesuch per Snapchat mit Freunden teilen oder auf Airbnb das perfekte Zimmer für den langersehnten Trip nach Barcelona finden. Was für den einen Alltag ist, ist für viele noch immer eine teils unbekannte Welt. Für den Henkel-Konzern war die Anlass, eine neue Form des Mentorings auszuprobieren – mit vertauschten Rollen.

Reverse Mentoring in der Praxis

Beim Thema Digitalisierung im Unternehmenskontext  fallen häufig Schlagworte wie E-Commerce, Big Data oder digitales Marketing. Doch die Digitalisierung durchdringt auch den Alltag und neue Trends entstehen schnell. Ein guter Weg, sich damit vertraut zu machen, ist der direkte Austausch mit anderen, zum Beispiel mit Kollegen. Und genau hier setzt Henkel mit seinem Reverse-Mentoring-Programm an - also einem "umgekehrten Mentoring".

Nachwuchs coacht Führungskräfte

In den letzten Wochen und Monaten sind weltweit mehr als 160 Mitarbeiter, allesamt digitalaffine Nachwuchsmanager, in die Mentoren-Rolle geschlüpft und haben sich mit mehr als 220 interessierten Führungskräften, ihren Mentees, getroffen. In den persönlichen Treffen ging es nicht um Digitalisierungsinitiativen im Unternehmen, sondern um einen inspirierenden Austausch und Einblicke in den "digitalen Alltag" der Mentoren. Die Digital-Talente zeigten ihr Nutzerverhalten, erklärten ihre Lieblings-Apps und diskutierten mit den Führungskräften über allgemeine digitale Trends.

Wissen teilen und netzwerken

"Es war sehr inspirierend, die verschiedenen Apps, Geräte und Funktionen, die aktuell nicht nur bei Henkel, sondern auch außerhalb des Unternehmens verwendet werden, kennenzulernen. Bei den vielen neuen Entwicklungen ist es für uns alle wichtig, unser Wissen zu teilen und auf dem neuesten Stand zu bleiben", resümiert Mentee Martina Flögel, die eine Führungsposition im Controlling inne hat. Und ihre junge Mentorin Julia Weber aus dem Finance-Bereich meint: "Ich fand es toll, meine Begeisterung für coole digitale Geräte und Apps, die ich täglich nutze, weitergeben zu können. Es war auch super, meine ,Mentee', die in einem anderen Unternehmensbereich arbeitet, kennenzulernen. So habe ich neue Einblicke bekommen und hatte die Möglichkeit, mein Netzwerk bei Henkel weiterauszubauen."

Bild: Henkel KGaA

Ein weiterer Schritt zu einer digitalen Kultur

Das Reverse-Mentoring-Programm wurde zwischen November 2015 und Mai 2016 weltweit in 17 Ländern angeboten - als gemeinsame Initiative der Personal- und Kommunikationsabteilung. Für Henkel ist es ein weiterer Schritt zu einer digitaleren Unternehmenskultur. Die Rückmeldung der Teilnehmer ist durchweg positiv: Neun von zehn würden das Mentoring einem Kollegen weiterempfehlen. Und viele Tandem-Paare haben entschieden, den Austausch regelmäßig weiterzuführen.

 

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Schlagworte zum Thema:  Mentoring, Digitalisierung

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