Unternehmen rekrutieren unstrukuriert
Bewerbermanagementsysteme sind in jedem zweiten Unternehmen nicht vorhanden, so ein weiteres Ergebnis der Hays-Studie "Rekrutierungsprozesse auf dem Prüfstand", für die 166 Personalleiter und -entscheider aus Unternehmen befragt wurden.
Selten Entscheidungshilfen im Einsatz
Während fast 80 Prozent der Unternehmen über einen Workflow verfügen, um neue Stellen freizugeben, sinkt das strukturierte Niveau im weiteren Verlauf des Rekrutierungsprozesses vom Eingang der Bewerbungen bis hin zur Einstellung signifikant. So hat zum Beispiel fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) noch keine festen Kriterien für die Vorauswahl von Bewerbern definiert. Bei der finalen Auswahl geeigneter Kandidaten setzen nur 28 Prozent der Unternehmen Entscheidungshilfen ein. Zwei Drittel der Befragten geben kein qualifiziertes Feedback bei Absagen und 45 Prozent kein Feedback nach Interviews.
Rekrutierungsprozesse verlangsamt
In Summe verfügen 70 Prozent der Unternehmen noch über keine festgelegten Standards und Service-Levels für ihre einzelnen Rekrutierungsprozesse. "Die Ergebnisse der Studie zeigen: Viele Unternehmen gehen die Rekrutierung noch nicht systematisch und ganzheitlich an. Dies bedeutet nicht nur längere Bewerbungsprozesse sondern oft auch, dass sie nicht die am besten passenden Kandidaten finden," bilanziert Barbara Lang, bei Hays für das Geschäftsfeld Rekrutierungsprozess-Lösungen verantwortlich.
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