Künftig zählt der Methodenmix mehr
"Wer Bewerber vor allem danach auswählt, ob sie sympathisch wirken oder die gleiche Universität besucht haben, gehört bald zu einer aussterbenden Spezies." Zu diesem Urteil kommen die Studienautoren in der Zeitschrift "Harvard Business Manager", die die Studienergebnisse veröffentlicht hat. Für die Studie wurden drei Delphi-Runden mit Personalexperten durchgeführt. Daraus entstand eine Rangliste der wichtigsten Personalinstrumente, die laut "Harvard Business Manager" klar einen Verlierer präsentiert: Unstrukturierte Interviews werden nach Meinung der Befragten künftig viel seltener eingesetzt. Dafür werden Personalexperten verstärkt darauf setzen, die persönlichen Präferenzen der Bewerber systematisch zu erheben, strukturierte und standardisierte Interviews zu führen sowie Persönlichkeitstests einzusetzen. Auch Assessment Center und Fachwissenstests werden im Einsatz sein. Dagegen sind Intelligenztests in Zukunft wohl weniger gefragt, so das Ergebnis der Delphi-Studie.
Anforderungen und Kontrolle künftig stärker im Fokus
Neben den Instrumenteneinsatz wurden auch Szenarien gebildet und in den Delphi-Runden überprüft. Hier zeigt sich, dass die Evaluation der Maßnahmen und Instrumente in der Personalentwicklung und -auswahl eine größere Rolle in der Zukunft spielen wird. Außerdem sehen die Befragten eine größere Verzahnung von Personalentwicklung und Eignungsdiagnostik in der Zukunft.
Ein weiteres Szenario, das die Personalexperten als künftig bedeutend einschätzen, besteht in dem methodisch sauberen Einsatz von Anforderungsprofilen. Zudem gehen die Befragten von einem verstärkten methodenmix aus - mindesten drei verschiedene standardisierte Diagnostikinstrumente werden künftig laut Harvard Business Manager im Einsatz sein.
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