Politik und Wirtschaft schließen Bündnis für Fachkräftesicherung
In ihrer gemeinsamen Erklärung haben die neuen Bündnispartner das Ziel festgehalten, vorhandene Potenziale besser zu erkennen und zu mobilisieren. Dazu haben sie sich auf folgende Schwerpunktgruppen verständigt, die künftig besser und dauerhaft in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen: Frauen, ältere Erwerbstätige, Geringqualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund sowie Zuwanderer.
Vor dem Hintergrund bereits erkennbarer Fachkräfteengpässe und der sich ändernden Arbeitswelt sieht die Partnerschaft für Fachkräfte in Deutschland darüber hinaus fünf Handlungsfelder:
- gemeinsame Verständigung über Hemmnisse und Maßnahmen
- dauerhafte Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern
- Stärkung der Qualität der Arbeit in den Betrieben
- Unterstützung tariflicher Lösungen
- Information, Vernetzung und Beratung
Eine bessere Bündelung von Angeboten sowie die bessere Kommunikation von "Best Practices" aus dem Unternehmensalltag stehen dabei im Vordergrund.
Die Partner im Bündnis zur Fachkräftesicherung
Zu den Partnern im Bündnis zur Fachkräftesicherung zählen im Einzelnen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund, IG Metall, IB Bergbau, Energie, Chemie, der Deutsche Industrie- und handelskammertag, der Zentralverband des Deutschen Handwerks sowie die Bundesagentur für Arbeit.
Die gemeinsame Erklärung können sie hier im PDF-Format abrufen.
Fachkräfte-Offensive ist auch Kampagnenthema
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Bundesagentur für Arbeit wollen zudem innerhalb der Kampagne "Fachkräfte-Offensive" Beschäftigte und Unternehmen für die Fachkräftesicherung sensibilisieren. Für die Zielgruppe werden konkrete Hilfestellungen für die betriebliche Praxis angeboten. Darin enthalten sind Informationen zur Weiterbildung, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur Anwerbung von Fachkräften.
Weitere Informationen zur Fachkräfte-Offensive finden Sie auf der Webseite des Bundesarbeitsministeriums.
Online-Test für KMU soll Personalstrategie verbessern
Erst vor Kurzem hat das Bundeswirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) einen Online-Test veröffentlicht. Kleine und mittlere Unternehmen können damit ihre Personalarbeit testen und mit der anderer Betriebe vergleichen. Ziel ist es, die Personalstrategie der Unternehmen zu verbessern.
Der Selbsttest steht unter www.der-spiegel-der-personalpolitik.de kostenlos bereit. Es geht um Fragen wie: Welche Personalstrategie verfolgen Unternehmen derselben Branche am häufigsten? Oder: Auf welche personalpolitischen Maßnahmen setzen Unternehmen, die bei Fachkräften keinerlei Rekrutierungsprobleme haben?
Inqa und BMAS führen den Test zur Personalführung weiter
Einen ähnlichen Test hat auch schon das Bundesarbeitsministerium zusammen mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit e.V. (Inqa) im vergangenen Jahr veröffentlicht. Auch dieser hat das Ziel, die Personalarbeit zu verbessern. Er beantworte Fragen wie: Welches sind die Stärken und Schwächen der Personalführung im Unternehmen? Oder: Wie reagieren die Unternehmen auf den Fachkräftemangel?
Die Bindung von guten Fachleuten sowie das produktive und motivierte Arbeiten der Beschäftigten steht laut Inqa hier im Vordergrund. Auch dieser Test steht weiterhin unter www.inqa-check-personalfuehrung.de zur Verfügung.
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