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| Personalstrukturcontrolling

Nutzen eines Personalstrukturcontrollings am Beispiel der Frauenquote

Ein umfassendes Personalstrukturcontrolling hilft auch bei der Zielsetzung zur Frauenquote.
Bild: Haufe Online Redaktion

Von der Frauenquote sind zunächst nur gut 100 Unternehmen betroffen. Doch künftig müssen sich immer mehr Unternehmen verbindliche Ziele für den Frauenanteil in Führungspositionen setzen. Um dies gewährleisten zu können, sollten sie ein Personalstrukturcontrolling nutzen.

Das Personalcontrolling ist wichtiger Inputgeber bei der Erreichung der Unternehmensziele, zum einen durch Bereitstellung personalwirtschaftlicher Informationen und zum anderen durch Vorbereitung strategischer Entscheidungen anhand transparenter Darstellung und Analyse von Personalbestands- und Personalstrukturen,  Personalkosten, Qualifikationen und Prozessen.

Personalplanung eng mit weiteren HR-Maßnahmen verzahnen

Wer also die Frauenquote im oberen Management steigern will oder muss, der sollte zunächst auch auf den unteren Führungsebenen die Anzahl der Frauen erhöhen, um somit einen Pool an potenziellen Nachwuchskandidatinnen aufzubauen. Dieses Ziel sollte wiederum eng verzahnt werden mit den geplanten Personalentwicklungsmaßnahmen im Unternehmen, wie zum Beispiel Programmen zur Chancengleichheit oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf. All diese Informationen fließen in ein aussagekräftiges Personalbestandscontrolling und Personalstrukturcontrolling ein. Dies bestimmt somit die Ausrichtung für den Bereich Personal und ist eine wichtige unternehmerische Stellschraube, da es zugleich Entscheidungsgrundlage für die Personalplanung und die sich daraus ableitenden personalwirtschaftlichen Maßnahmen ist.

Wichtige Einflussfaktoren für die Personalbedarfsplanung

Beim Bestands- und -strukturcontrolling wird der gesamte Personalbestand durchleuchtet, um vergangenheitsorientierte als auch zukunftsorientierte Entwicklungen darzustellen und gegebenenfalls Planabweichungen frühzeitig korrigieren zu können. Der Bedarf in der Zukunft hängt zum einen vom derzeitigen Personalbestand, aber viel wesentlicher von den künftig benötigten Kapazitäten ab. Weitere Faktoren, wie geplante Investitionen, Portfolio-Erweiterungen, Rationalisierungsmaßnahmen hängen von der Auftragslage ab. Aber auch Maßnahmen, wie Änderungen bei der Arbeitszeitregelung, Schichtplänen und gesetzliche Änderungen – zum Beispiel ein späteres Renteneintrittsalter und die bereits erwähnte Frauenquote –  wirken sich auf die Personalbedarfsplanung aus.

Haufe Online Redaktion

Frauenförderung, HR-Controlling

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