Negatives Feedback sorgt bei Männern für Leistungsknick
Männer orientieren sich an Kompetenz und Leistung, Frauen an Beziehungen. Im Fall des Hochstapler-Syndroms, bei dem die Betroffenen davon überzeugt sind, ihren Erfolg nicht zu verdienen und Überschätzt zu werden, kann das insbesondere für Männer negative Folgen haben und ihre Leistungsfähigkeit einschränken.
Das hat eine Studie des Department of Management an der Youngstown State University herausgefunden. Das erstmals Ende der 1970er Jahre benannte Syndrom trifft danach vor allem überdurchschnittlich erfolgreiche Männer und Frauen.
Folgen des Hochstapler-Syndroms auf die Arbeitsleistung
In der neuen Studie wollten die Wissenschaftler wissen, wie Männer und Frauen mit Hochstapler-Syndrom mit negativem Feedback umgehen, wenn sie sich für ihre Leistung gegenüber Autoritäten verantworten müssen. Männer reagierten demnach eher mit einem Leistungseinbruch als Frauen, die sich als Reaktion darauf noch mehr anstrengten.
Für die Studie mussten die teilnehmenden Studierenden zwei Onlinefragebögen beantworten. Im ersten Fragebogen wurden die Teilnehmer mit Hochstapler-Syndrom identifiziert, in einem zweiten Fragebogen mussten sie Aufgaben erledigen und bekamen dafür unabhängig von ihrer Leistung eine negative Rückmeldung. Während Männer darauf eher gestresst reagierten und aufgaben, hätten Frauen sich noch mehr angestrengt.
Nach der Gendertheorie sind Frauen beziehungsorientiert
Das Ergebnis lasse sich theoretisch mit den Annahmen der Gendertheorie begründen, so Brooke Gazdag vom Forschungsteam. Frauen sind demnach beziehungsorientierter und strengen sich besonders an, wenn sie wissen, dass ihr Ergebnis von Dritten beurteilt wird.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
369
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
280
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
259
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
208
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1574
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
137
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
137
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
122
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1218
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
97
-
Elektronische Entgeltunterlagen ab 2027: So setzen Sie die neue BVV-Pflicht rechtzeitig um
13.07.2026
-
Zwei Formen der Resilienz
09.07.2026
-
Berufsorientierung auf Augenhöhe
08.07.2026
-
Deel: "Wir können 24/7-Support anbieten"
08.07.2026
-
"Wir sind noch nicht ganz papierfrei"
07.07.2026
-
Reformvorschläge zu Fehlzeiten: Symptombekämpfung statt Heilung
03.07.2026
-
Ergebnisorientierung bremst Entwicklung
02.07.2026
-
Mitarbeiterbindung beginnt bei der Gehaltsabrechnung
02.07.2026
-
So wird BGM vom Maßnahmenkatalog zum Steuerungsinstrument
30.06.2026
-
Von Inspiration zur Umsetzung: Warum sich die ZP Europe 2026 lohnt
29.06.2026
Ludwig Schreier
Thu Jun 21 13:16:06 UTC 2018 Thu Jun 21 13:16:06 UTC 2018
Hallo, gibt es einen Link zur Studie?
Kristina Enderle da Silva
Fri Jun 22 09:53:13 UTC 2018 Fri Jun 22 09:53:13 UTC 2018
Hallo Herr Schreier,
die Studie ist leider unseres Wissens nicht online zugänglich. Sie müssten bei der Uni selbst nachhaken...
Beste Grüße
Kristina Enderle da Silva