Negatives Feedback sorgt bei Männern für Leistungsknick
Männer orientieren sich an Kompetenz und Leistung, Frauen an Beziehungen. Im Fall des Hochstapler-Syndroms, bei dem die Betroffenen davon überzeugt sind, ihren Erfolg nicht zu verdienen und Überschätzt zu werden, kann das insbesondere für Männer negative Folgen haben und ihre Leistungsfähigkeit einschränken.
Das hat eine Studie des Department of Management an der Youngstown State University herausgefunden. Das erstmals Ende der 1970er Jahre benannte Syndrom trifft danach vor allem überdurchschnittlich erfolgreiche Männer und Frauen.
Folgen des Hochstapler-Syndroms auf die Arbeitsleistung
In der neuen Studie wollten die Wissenschaftler wissen, wie Männer und Frauen mit Hochstapler-Syndrom mit negativem Feedback umgehen, wenn sie sich für ihre Leistung gegenüber Autoritäten verantworten müssen. Männer reagierten demnach eher mit einem Leistungseinbruch als Frauen, die sich als Reaktion darauf noch mehr anstrengten.
Für die Studie mussten die teilnehmenden Studierenden zwei Onlinefragebögen beantworten. Im ersten Fragebogen wurden die Teilnehmer mit Hochstapler-Syndrom identifiziert, in einem zweiten Fragebogen mussten sie Aufgaben erledigen und bekamen dafür unabhängig von ihrer Leistung eine negative Rückmeldung. Während Männer darauf eher gestresst reagierten und aufgaben, hätten Frauen sich noch mehr angestrengt.
Nach der Gendertheorie sind Frauen beziehungsorientiert
Das Ergebnis lasse sich theoretisch mit den Annahmen der Gendertheorie begründen, so Brooke Gazdag vom Forschungsteam. Frauen sind demnach beziehungsorientierter und strengen sich besonders an, wenn sie wissen, dass ihr Ergebnis von Dritten beurteilt wird.
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Ludwig Schreier
21.06.2018 15:16 Uhr
Hallo, gibt es einen Link zur Studie?
Kristina Enderle da Silva
22.06.2018 11:53 Uhr
Hallo Herr Schreier,
die Studie ist leider unseres Wissens nicht online zugänglich. Sie müssten bei der Uni selbst nachhaken...
Beste Grüße
Kristina Enderle da Silva