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So sehen HR-Vorstände die Zukunft der Arbeit

Getrieben von der Digitalisierung: Die Dax-Personalvorstände haben ein Positions­papier verfasst.
Bild: Nmedia AdobeStock

Die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften (Acatech) hat einen HR-Kreis mit renommierten Personalvorständen zusammengestellt, die das Positionspapier "Die digitale Transformation gestalten – Was Personalvorstände zur Zukunft der Arbeit sagen" verfasst haben.

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) beschäftigt sich mit der Entwicklung von Technik und Gesellschaft. Zuletzt gab es ein Projekt zu Industrie 4.0, aus dem heraus die Idee entstand, zusammen mit Personalfachleuten über die Auswirkungen der "digitalen Revolution" nachzudenken.  Es wurde ein "HR-Kreis" zusammengestellt, der einen "geschützten Raum für den Austausch über die Herausforderungen der zukünftigen Gestaltung der Arbeit" bieten sollte. Moderator war der Publizist Thomas Sattelberger.

Digitale Transformation: Stimmungsbild aus dem HR-Kreis

Die Ergebnisse von zwei Gesprächsrunden, in die auch vorhandene Papiere von Teilnehmern eingeflossen sind, wurden in dem Positionspapier "Die digitale Transformation gestalten – Was Personalvorstände zur Zukunft der Arbeit sagen" veröffentlicht. Im Papier wird aber keine klare Position formuliert, vielmehr stehen darin auch Aussagen mit unterschiedlichen Akzentuierungen nebeneinander. Dessen waren sich die Urheber offenbar bewusst, sodass sie als Untertitel "Stimmungsbild aus dem Human-Resources-Kreis" wählten.

Renommierte Teilnehmer

Der Teilnehmerkreis ist renommiert. Dazu gehören beispielsweise Immanuel Hermreck (Bertelsmann), Katharina Heuer (DGFP), Heiko Hutmacher (Metro), Christian Illek (Telekom), Melanie Kreis (Post), Janina Kugel (Siemens), Zhengrong Liu (Beiersdorf), Horst Neumann (Ex-Volkswagen), Stefan Ries (SAP) oder Bettina Volkens (Lufthansa). Moderiert wurde der Kreis von Thomas Sattelberger und Henning Kagermann. Der HR-Kreis tagte zweimal, woraus das Papier entstand, das anschließend von den Personen freigegeben wurde.

Ziele: Innovationskraft erhalten, Wachstum ermöglichen

Dem HR-Kreis liegen zwei übergeordnete Ziele besonders am Herzen:
"1. Wir müssen unsere Innovationskraft in Deutschland erhalten und schnellstmöglich die Transformation angehen. Die Notwendigkeit der Transformation betrifft Unternehmen, die Bereiche Bildung und Arbeit sowie die Gesellschaft als Ganzes. Eine besondere Herausforderung besteht darin, die Transformation von neuen Geschäftsmodellen her zu denken.
2. Wir müssen auch weiterhin Wachstum in Deutschland ermöglichen, um unseren Wohlstand zu sichern. Aspekte, mit denen wir uns dabei auseinandersetzen müssen, sind unter anderem die Fachkräftesicherung in Zeiten des demografischen Wandels, die Themen Integration und Diversity, ein Bildungssystem, das fördert, statt zu selektieren und die Steigerung unserer Produktivität."

Das Papier ist damit nicht nur eine Stellungnahme zu den Herausforderungen der HR-Arbeit, sondern formuliert auch Anforderungen an Schule, Hochschule und Politik. Das vollständige Papier können Sie kostenlos downloaden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Prof. Dr. Christian Scholz: "Denkfehler und Leerformeln"

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