Warentest-Empfehlungen: Coachs von Scharlatanen unterscheiden
Zwar haben Studien schon nahegelegt, dass der Coachingerfolg auch von der Beziehung zwischen Coach und Coachee abhängt. Das ist etwa ein zentrales Ergebnis der großangelegten Coachingstudie von Erik de Haan von der britischen Ashridge Business School (mehr dazu finden Sie in Ausgabe 07/08 2013 der Wirtschaft+ Weiterbildung). Doch auf diesen Faktor allein solle sich der künftige Coachee nicht verlassen, so die dringende Empfehlung von Stiftung Warentest: Ein guter Coach brauche psychologisches Wissen sowie Kenntnisse über Karrierewege, Unternehmensformen und Führungsstile. Außerdem müsse er ein Spektrum an Methoden beherrschen: Analysetools etwa, um das Problem seines Klienten zu entschlüsseln oder Fragetechniken, um dessen Selbstreflexion anzuregen, heißt es auf Test.de. Denn Ratschläge solle der Coach nicht geben: Vielmehr solle er dem Klienten in fünf bis sechs Gesprächssitzungen helfen, selbst Lösungen zu finden.
Datenbanken der Verbände sind guter Ausgangspunkt für die Coach-Suche
Einen guten Ausgangspunkt für die Suche nach einem Coach, so Warentest, böten die Datenbanke von Coaching-Verbänden und -Netzwerken. Die Tatsache, dass jede Vereinigung für ihre Mitglieder eigene Qualitätskriterien definiert, hat für die Warentester sowohl einen positiven als auch einen negativen Effekt: Zum einen minderten die Qualitätskriterien das Risiko, an einen unseriösen Anbieter zu geraten; zum anderen aber seien die Anforderungen der Verbände dadurch sehr unterschiedlich. Mitarbeiter der Stiftung haben 27 deutsche Coaching-Verbände und -Netzwerke angeschrieben, 22 reagierten auf die Fragen der Tester. Die jetzt vorliegenden Empfehlungen für das Finden von Coachs beinhalten die Aufnahme- und Qualifizierungskriterien dieser 22 Verbände, Antworten auf 13 häufige Fragen sowie den Link zu den Datenbanken der Verbände.
Fünf Tester führten inkognito Erstgespräche mit Coachs
Die Empfehlungen stützen sich zum einen auf zwei Kurzgutachten, die zwei Fachgutachter für Stiftung Warentest angefertigt haben. Diese sollen zeigen, wo und wie Verbraucher einen Coach suchen können, welche Kriterien bei der Auswahl eines Coachs eine Rolle spielen, und wie ein Erstgespräch ablaufen sollte. Zum anderen kontaktierten fünf Tester inkognito Coachs, die vorher für sie passend zu ihrem Anliegen und ihrer Zielgruppe ausgewählt wurden. Die Tester führten ein Erstgespräch mit dem Coach und dokumentierten dies.
Die kompletten Empfehlungen von Stiftung Warentest zum Suchen eines geeigneten Coachs können Sie kostenpflichtig herunterladen unter: www.test.de
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