Vorsicht vor Lügen am Montagmorgen
Endlich Wochenende! In deutschen Büros freuen sich freitags viele Millionen Arbeitnehmer auf die kommenden zwei freien Tage. Doch wenn sie am Montag ins Büro zurückkommen und sich mit ihren Kollegen über ihre Wochenenderlebnisse austauschen, sollten sie einer Umfrage von Lastminute.de zufolge aufmerksam sein: Demnach erfinden nämlich rund vier Prozent der hiesigen Arbeitnehmer spannende Geschichten über ihr langweiliges Wochenende, um sich bei ihren Kollegen interessanter zu machen. Auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet sind das rund drei Millionen montägliche Geschichtenerzähler. Der Reiseanbieter hat für die Studie 5.500 Teilnehmer in Europa befragt.
Frauen verschwenden mehr Wochenendzeit als Männer
Grund für die Märchenstunde am Montagmorgen ist offenbar, dass mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) mit ihrem realen Wochenende nicht zufrieden sind – sie vergeudeten rund jedes zweite Wochenende im Jahr, so die Wahrnehmung der Teilnehmer. Frauen sind den Studienerkenntnissen zufolge sogar noch schlimmere Wochenendverschwender als Männer.
Zehn Stunden Bildschirmmarathon in Hessen und Sachsen-Anhalt
Worauf verschwenden denn die hiesigen Arbeitnehmer ihre kostbare freie Zeit? Ein riesiger Zeitfresser sind laut Umfrage Fernseher und Computer: Rund neun Stunden verbringt demnach durchschnittlich jeder deutsche Arbeitnehmer zwischen seinem Feierabend am Freitagabend und dem Ernst des Lebens am Montagmorgen vor dem TV- oder Computerbildschirm. Den deutschen Bildschirmrekord halten dabei die Hessen und Sachsen-Anhaltiner mit zehn Stunden Fernseh- und Computerkonsum pro Wochenende. Immerhin scheint es für Bremer und Hamburger noch ein Leben außerhalb des Quadrats zu geben, denn sie beschäftigen sich durchschnittlich nur knapp sieben Stunden mit Rechner und TV. Offenbar gehören Fernsehen und Filmeschauen aber für viele Deutsche zu einem gelungenen Wochenende: Durchschnittlich 52 Prozent wollen die bewegten Bilder am Wochenende nicht missen; bei den unter 25-Jährigen sind es sogar 64 Prozent.
Was ja auch gar nicht so verwunderlich ist, müssen sich doch hochgerechnet rund drei Millionen Deutsche zwischen Freitag und Sonntag wieder eine Inspiration für ihren erfundenen Wochenendbericht am Montagmorgen suchen.
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