Jede Gemeinde in Baden-Württemberg muss bis Januar 2020 die doppelte Buchführung eingeführt haben Bild: Corbis

Bis zum Jahr 2020 muss jede Gemeinde in Baden-Württemberg die Doppik eingeführt haben. Bisher haben nur 36 Prozent der Kommunen auf die doppelte Buchführung umgestellt.

Die Umstellung der Buchführung der Kommunen in Baden-Württemberg geht nur langsam voran. Rund zwei Drittel der Städte haben noch nicht die doppelte Buchführung eingeführt, wie die «Schwäbische Zeitung» berichtete. Wenn eine Gemeinde dies bis 2020 nicht schaffe, könne sie keinen rechtmäßigen Haushalt aufstellen. Eine Fristverlängerung werde es nicht geben, betonte Julian Würtenberger, Amtschef von Innenminister Thomas Strobl (CDU), in einer Antwort auf eine Landtagsanfrage des CDU-Abgeordneten Winfried Mack.

Einführung der Doppik in den Südwest-Kommunen bis Januar 2020

Alle 9 Stadtkreise, alle 35 Landkreise sowie 397 Kommunen im Südwesten haben laut Mitteilung ihre Haushaltsaufstellung bereits auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen umgestellt. In 695 Gemeinden stehe dies noch aus. Das seien 64 Prozent der Gemeinden im Südwesten. Von diesen haben laut Würtenberger knapp 300 Gemeinden die Absicht, zum letztmöglichen Zeitpunkt umzustellen. Dieser sei der 1. Januar 2020.

Um die Doppik einzuführen, bedarf es viel Vorarbeit. Eine der größten Hürden: Jede Kommune muss all ihre Güter erfassen und deren Werte bemessen. Dazu gehören unter anderem ihre Gemeindestraßen, öffentliche Gebäude und die Kunstwerke, die diese schmücken.

Schlagworte zum Thema:  Doppik, Gemeinde, Baden-Württemberg

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