Die IG Metall geht mit der Forderung nach einer 28-Stundenwoche in die nächste Tarifrunde. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Schon im Vorfeld der im Herbst beginnenden Tarifrunde ist in der Metall- und Elektroindustrie ein Streit entbrannt. Grund dafür ist, dass die IG Metall mit der Forderung nach einer 28-Stundenwoche in die nächste Tarifrunde geht.

Das Ergebnis einer bundesweiten Befragung

Neben einer Tariferhöhung fordert die IG Metall auch eine kürzere Arbeitszeit. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 680.000 Beschäftigten. Zwar ist die 35-Stundenwoche weiterhin die Wunscharbeitszeit, trotzdem soll eine vorübergehende Verkürzung der Arbeitszeit auf 28 Stunden/Woche wahlweise möglich sein. Grund dafür ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Das Recht zur 35-Stundenwoche zurückzukehren ist Teil der Forderung.

Nach der Rente mit 63 ist vor der 28-Stundenwoche?

Die Gegner der Initiative erwidern, dass die Forderung der IG Metall katastrophale Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland hätte. Die demografische Entwicklung und die Rente mit 63 haben den Fachkräftemangel sowieso schon verschärft. Die Reduzierung der Wochenstunden in Kombination mit der geforderten Flexibilität würde die Nachfrage nach Fachkräften zusätzlich erhöhen.

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Schlagworte zum Thema:  Flexible Arbeitszeit, Arbeitszeit, Tarifvertrag

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