Studie IT-Trends 2018: Budget für IT-Ausgaben wird weiter steigen Infografik

Die Investitionen in die digitale Transformation zeigen bereits erste positive Ergebnisse. Die Unternehmen lernen zunehmend, mit den Herausforderungen umzugehen und Probleme effizient zu lösen. Dennoch steigen die Ausgaben für den digitalen Wandel. Auf welche Bereiche die CIOs ihr IT-Budget aufteilen, zeigt die Capgemini-Studie „IT-Trends 2018“.

Die IT-Budgets werden sich auch in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Demnach rechnet in diesem Jahr knapp die Hälfte aller Befragten mit höheren Investitionsausgaben in IT (s. Abb.1 der Bilderreihe). Das ist ein Plus von 5% gegenüber dem Vorjahr 2017.

Veränderungen IT-Budget
Abb. 1: Veränderung der IT-Budgets in den kommenden Jahren

Endkunden-Kundenzufriedenheit rückt in den Vordergrund

Im Fokus der Investitionsausgaben standen für die Teilnehmer der weitere Ausbau der Digitalisierung sowie die Endkunden-Zufriedenheit. Besonders die großen Unternehmen mobilisieren Gelder in Geschäftsfelder wie Customer Experience, da sie oftmals mit weltweit agierenden Technologieunternehmen im Wettbewerb stehen.

Durch die Digitalisierung setzen auch Kunden neue Maßstäbe in Sachen Zufriedenheit: digitaler Kundenservice und die Geschwindigkeit von Innovationen sind nur zwei prominente Beispiele. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Reduktion der Kosten und Effizienzsteigerungen nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die Verkürzung von Release-Zyklen und eine deutlich schnellere Bereitstellung der benötigten IT.

Energie- und Finanzdienstleister investieren am meisten in den Basisbetrieb

Im Gegensatz zu der Automobilbranche und dem Industriesektor investieren Energie- und Finanzdienstleiter einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihres IT-Budgets in Betrieb, Wartung und Pflege. Die Differenz zwischen den Branchen die die anteilig höchsten und niedrigsten Kosten für den Basisbetrieb haben, liegt bei 10%.

In der Automobilbranche schlagen sich Strategieveränderungen darin nieder, dass sie mit rund 12% einen überdurchschnittlichen Anteil ihres IT-Budgets in den Puffer für unvorhergesehene Projekte investiert. Ähnlich sieht es bei den Top-500-Unternehmen aus. Ein möglicher Grund dafür wäre, dass die Unternehmen noch nicht genau wissen, für welche neuen Technologien oder Projekte das Geld ausgegeben werden soll.

Wie die allgemeine Verwendung der IT-Budgets in den verschiedenen Kategorien aussieht, zeigt Abb. 2.

Verwendung IT-Budgets
Abb. 2: Verwendung der IT-Budgets

IT finanziert auch den Großteil der Innovationsprojekte

Das IT-Budget wird nicht nur für neue digitale Technologien aufgewendet, sondern auch für Innovationsprojekte der Unternehmen. Im Durchschnitt deckt der Anteil des IT-Budgets sogar 2/3 der benötigten Gelder ab. Die restliche Summe wird von der jeweiligen Fachabteilung beigetragen. Die Ausprägung fällt unter den Befragten allerdings sehr unterschiedlich aus. So zahlt in der Automobilbranche die Fachabteilung ca. 54% der Projektkosten, in der Industrie hingegen sind es nur 26%.

Die Verteilung des Budgets lässt auch Rückschlüsse auf die Zusammenarbeit zwischen der IT- und der Fachabteilung zu. Je größer der Anteil des benötigten IT-Know-hows ist, desto größer ist auch der Investitionsanteil des IT-Budgets. Projekte beispielswiese zur Implementierung von IoT oder Cloud-Services erfordern einen höheren Anteil an IT-Know-how als die Erfüllung von Kundenwünschen.

Über die Studie IT-Trends 2018

Das Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini hat Ende 2017 eine Studie durchgeführt, die den aktuellen Stand der Unternehmens-IT und den Trend für die kommenden Jahre ermitteln soll. Insgesamt wurden im Zeitraum vom 11. September bis 3. November 2017 121 Entscheidungsträger in der DACH-Region mittels eines Online-Fragebogens befragt. Ansprechpartner für die Befragung waren Personen, die auf Geschäftsführungsebene bzw. oberer Managementebene zu den strategischen IT-Aktivitäten ihres Unternehmens Auskunft geben konnten. Zu den Hauptteilnahmebranchen gehörten der Öffentliche Sektor (17,3%), die Industrie (16,5%) und die Automobilbranche (14,0%).

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, IT