Welche Atemschutzmasken erfüllen die Sicherheitsanforderungen?

Atemschutzmasken spielen eine zentrale Rolle beim Infektionsschutz während der Corona-Pandemie. Doch woran erkennt man, ob eine Maske den Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen entspricht?

Zu Beginn der Pandemie gab es nicht ausreichend Atemschutzmasken. Vor allem für das Personal im Gesundheitswesen entstand dadurch ein Gesundheitsrisiko. Um dem Risiko entgegenzuwirken und den Mangel zu beheben, wurden Masken u. a. aus China einem schnellen Prüfverfahren unterzogen.

FFP-Masken schützen den Träger vor Viren

Anders als Mund-Nasen-Bedeckungen oder chirurgische Masken, die in erster Linie die Mitmenschen schützen, bieten geprüfte Atemschutzmasken der Klasse FFP2 oder FFP3 der nutzenden Person selbst Schutz vor dem Einatmen von Krankheitserregern.

Die FFP2-Maske gilt deshalb während der Corona-Pandemie als Schutz vor allem für medizinisches und Pflegepersonal. Aber auch immer mehr Privatpersonen greifen zu diesen Masken, um sich im Alltag selbst zu schützen.

Daran erkennen Sie eine zertifizierte und sichere Atemschutzmaske

Selbst Fachleute können ein mangelhaftes Produkt mit letzter Sicherheit nur anhand einer Messung im Labor erkennen. Die Wahrscheinlichkeit, ein gefälschtes oder mangelhaftes Produkt zu kaufen, lässt sich allerdings minimieren, wenn man auf fünf wesentliche Merkmale einer zertifizierten Atemschutzmaske achtet:

  • die CE-Kennzeichnung der Maske, der immer eine vierstellige Kennnummer folgen muss. Sie steht für die Stelle, die eine jährliche Überwachungsmaßnahme durchführt.
  • Hinweis auf die Schutzklasse FFP2 oder FFP3, der zwingend vorhanden sein muss.
  • Die ergänzenden Buchstaben R bzw. NR, die für die Wiederverwendbarkeit am Arbeitsplatz relevant sind.
  • Herstellername und Produktbezeichnung sind vorhanden.
  • Angabe der Europäischen Norm EN 149, nach der die Maske geprüft wurde.

Dies sind verpflichtende Kennzeichnungen, die auf jeder zertifizierten Atemschutzmaske anzubringen sind. Daneben sind auch produktbegleitende Dokumente gute Indizien für eine regulär zugelassene Maske, denn sie sind gesetzlich gefordert. Zu ihnen zählen das Zertifikat, die Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache und die sogenannte Konformitätserklärung.

Was unterscheidet eine CPA-Maske von FFP-Masken?

Neben den FFP-Masken gibt es noch die so genannten CPA-Masken (Corona-Pandemie-Masken). Dabei handelt es sich ebenfalls um Aerosol und Viren filtrierenden Atemschutzmasken, allerdings ohne ein CE- bzw. EN 149-Zeichen.

Sie haben stattdesen z. B. die in China übliche KN95 oder GB2626 Kennzeichnung. Bei CPA-Masken ist es wichtig zu überprüfen, ob sie die vereinfachten Prüfungsgrundsätzen der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) erfüllen. Denn es gelangen auch immer wieder Masken in den Handel, die keinerlei Prüfungen nach EU-Norm besitzen und die aus Sicherheitsgründen nicht verwendet werden sollen.

Darauf sollten Sie bei CPA-Masken achten

  • Das Produkt muss als Corona-Virus Pandemie Atemschutzmaske (CPA) oder als Pandemie-Atemschutzmaske gekennzeichnet sein und zwar auf der kleinsten Verpackungseinheit bzw. auf der Maske selbst.
  • Die Masken dürfen keine Doppelkennzeichnung wie etwa ein CE-Zeichen und eine KN95-Kennezeichnung aufweisen.
  • Die Masken dürfen nicht umetikettiert sein.
  • Die Masken müssen die gleiche Bezeichnung wie die Verpackung haben.

Werfen Sie im Zweifel einen Blick in den Prüfungsnachweis

Wenn Sie Zweifel haben, ob Sie ein sicheres oder ein gefälschtes Produkt vorliegen haben, sollten Sie einen Blick in den entsprechenden Nachweis werfen. Die behördliche Bescheinigung über den bestandenen Prüfgrundsatz müssen Hersteller, Importeure und Händler zur Verfügung stellen. Bei Masken, die durch den Bund, das Land oder eine Institution zur Verfügung gestellt wurden, können die entsprechenden Nachweise dort abgefragt werden.

Vor dem 1.10.20 geprüfte Masken dürfen weiter genutzt werden

Seit dem 1.10.2020 wird das vereinfachte Prüfverfahren nicht mehr durchgeführt. Masken, die vor diesem Datum geprüft und als CPA-Masken anerkannt worden sind, dürfen jedoch weiter als persönliche Schutzausrüstung (PSA) genutzt werden.

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Schlagworte zum Thema:  Coronavirus, Persönliche Schutzausrüstung