Wie lange sollte eine Schutzmaske maximal getragen werden?

Erst war es nur die Pflegebranche, die Schutzmasken getragen hat. Seit der Maskentragepflicht beschäftigt das Thema nun jeden. Und vor allem die Frage: Wie lange schützt die Maske bzw. wie oft muss sie gewechselt werden?

Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) ist dieser Frage nachgegangen. Anhand von mathematischen Simulationen konnte ermittelt werden, dass vor allem die Tätigkeit eine Rolle spielt. Ist die Maske durch vieles Reden oder körperlich anstrengende Arbeit durchfeuchtet, schützt sie nicht mehr. Sondern im Gegenteil: dann wird sie sogar zum Risiko.

Schutzmaske tragen: Eine Faustregel fürs Wechseln gibt es nicht

Schutzmasken sind in der Pflege noch immer nicht ausreichend vorhanden. Um die Beschäftigten zu schützen, ist es wichtig, den Bedarf effektiv planen zu können, ohne Masken zu verschwenden. Dazu muss man allerdings wissen, wie viele Masken pro Tag pro Mitarbeiter benötigt werden. Die Angaben der Hersteller sind nur Richtwerte und auch eine „Faustregel“ hilft hier nicht weiter, wenn es um die Sicherheit geht. Denn es hängt vom einzelnen Arbeitsplatz bzw. von der Tätigkeit ab, wann eine Maske durchfeuchtet ist und gewechselt werden muss.

Wechsel der Schutzmaske abhängig von Belastung: Bei starker körperlicher Belastung muss 5x öfter gewechselt werden

Die Berechnungen des Fraunhofer ITWM haben ergeben, dass sich die Tragedauer einer Maske bei einem höheren Grad und Anteil an körperlicher Belastung verringert. Die Forscher geben dafür ein Beispiel: Pflegekräfte, die anstrengende körperliche Arbeit verrichten, müssen die Maske bis zu 5x öfter wechseln als z. B. Beschäftigte in der Verwaltung oder an der Anmeldung einer Klinik oder eines Pflegeheims.

Durchfeuchtete Schutzmaske wird zur Infektionsbrücke

Eine durchfeuchtete Maske schützt nicht mehr sicher vor einer Infektion – egal, ob es sich dabei um eine FFP-2-Schutzmaske, die zum Eigenschutz getragen wird, oder eine Mund-Nasen-Bedeckung zum Fremdschutz handelt. Je feuchter die Maske durch das Atmen wird, desto mehr lässt ihre Schutzwirkung nach. Durch Feuchtigkeit und Körperwärme lässt die Filterwirkung der Maske nach und die Verkeimung nimmt zu. Die Feuchtigkeit wird zur Infektionsbrücke. Das bedeutet, dass beim Niesen oder Husten Tröpfchen von der Außenfläche in die Umgebung geschleudert werden können.

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