Leitfaden für Unfallanalyse hilft bei der Ursachensuche
In großen Unternehmen gehört es zum Sicherheitsstandard, Arbeitsunfälle, aber auch Beinaheunfälle mit der sog. Root-Cause-Analyse vertiefend und ganzheitlich zu untersuchen. Denn man hat erkannt, dass die augenscheinliche Unfallursache oft nicht die ursächliche ist. Mit dieser Erkenntnis ist es den Unternehmen gelungen, die Unfallzahlen deutlich zu reduzieren und sich so auch finanzielle Vorteile zu verschaffen.
Ursachensuche: auch kleinere und mittlere Unternehmen profitieren von der Root-Cause-Analyse
Auch für kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich die ausführliche Unfallanalyse. Denn mit dem Ergebnis lässt sich mit einer Unfallursache so umgehen, dass sie nicht länger eine Gefahr darstellt.
Es mag zunächst ungewohnt sein, nach einem Unfall nach tiefer liegenden Ursachen zu forschen. Deshalb hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Leitfaden zur Untersuchung von Arbeitsunfällen – Ermittlung grundlegender Ursachen von Arbeitsunfällen in kleinen und mittleren Unternehmen herausgebracht.
Leitfaden zur Untersuchung von Arbeitsunfällen: großer Praxisbezug mit vielen Beispielen
Der Leitfaden ist in 4 Kapitel unterteilt:
- Einführung mit grafischer Darstellung der Analyse,
- Vorgehen bei der Unfallanalyse,
- Ableitung von geeigneten Maßnahmen sowie
- die unfallübergreifende Auswertung.
Im Anhang befinden sich weitere Arbeitshilfen, wie etwa ein Fragenkatalog, mit dem sich Informationen zum Unfall einholen lassen.
Durch viele Beispiele und praktische Hinweise hat der Leitfaden einen nahen Praxisbezug. So weist er z. B. darauf hin, dass die Analyse alleine durchgeführt werden kann, besser jedoch in einem Team mit maximal 4 Personen.
Root-Cause-Analyse bei Unfällen mit Fremdfirmenmitarbeitern
An andere Stelle wird darauf hingewiesen, dass die Root-Cause-Analyse auch bei Unfällen von Fremdfirmenmitarbeitern durchgeführt werden kann. Dafür sollte dieses Vorgehen bereits in den vertraglichen Absprachen vereinbart sein.
Lesen Sie hier, wie man Beinaheunfälle als Verbesserungschance begreifen kann.
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