10 Jahre REACH - wie geht es weiter?
REACH hat das europäische Chemikalienrecht grundlegend verändert. Hersteller und Importeure sind heute verpflichtet, umfangreiche Informationen zu den Eigenschaften, zur Verwendung und zur Exposition ihrer chemischen Stoffe zusammenzustellen. Außerdem müssen die Stoffe registriert und zugelassen werden. Auch auf die Anwender sind zusätzliche Pflichten zugekommen. Eine Folge davon: Die Datenlage zu besonders gefährlichen Stoffen hat sich deutlich verbessert.
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Dank REACH: Unternehmen setzen zunehmend auf unbedenkliche Stoffe
Allein aus Deutschland wurden in den vergangenen Jahren 60.000 Dossiers für eine Registrierung bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht. Das entspricht 25 % aller Dossiers.
Zu den Erfolgen zählt, dass viele Unternehmen besonders besorgniserregende Stoffe, so genannte SVHC's, aufgrund des Zulassungsverfahrens bereits durch weniger bedenkliche oder unbedenkliche Stoffe ersetzt haben. Viele weitere Unternehmen werden die Substitution von SVHC's in den nächsten Jahren fortführen.
Ein Defizit beim Zulassungsverfahren wird allerdings bemängelt: So ist es bisher nicht möglich, eine Zulassung zeitlich zu befristen.
2018 endet die dritte und letzte Registrierungsphase von REACH
Von der letzten Phase sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) betroffen. Wird ein Stoff bis zum Ablauf der Frist von keinem Unternehmen registriert, wird er ab Juni 2018 nicht mehr auf dem europäischen Markt zur Verfügung stehen.
Wie geht es weiter mit REACH
In den kommenden Jahren sollen sich die Vollständigkeit der toxikologischen Daten und die Informationsweitergabe innerhalb der Lieferkette weiter verbessern. Zudem werden – wie in baua: Aktuell "10 Jahre REACH" zu lesen ist – folgende Ziele angestrebt:
- Es sollen weitere besonders besorgniserregende Stoffe identifiziert,
- vorhandene Risiken gemindert und
- Innovationen zur Substitution vorangetrieben werden.
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