Weniger als 50 Prozent arbeiten bis zur Rente
Der Gesundheitsreport 2018 der Techniker Krankenasse (TK) mit dem Schwerpunkt Demografiewandel und Renteneintritt zeigt, dass 13,5 % der Arbeitnehmer wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Schwerbehinderung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Aber auch „freiwillig“ gehen immer mehr früher in Rente, auch wenn das für sie finanzielle Einbußen bedeutet.
Beschäftigte in körperlich belastenden Berufen müssen ihren Job oft früher aufgeben
Das Renteneintrittsalter weiter hoch zu setzen, erscheint bei den Zahlen nicht sinnvoll. Besonders bei körperlich belastenden Berufen müssen Beschäftigte ihren Job früher aufgeben, als das Gesetz dies vorsieht. Im Bau- und Holzgewerbe, in der Metallbranche sowie unter Verkehrs- und Lagerarbeitern ist das Risiko aus gesundheitlichen Gründen berufs- oder erwerbsunfähig zu werden deutlich höher als in anderen Branchen.
Höhergebildete gehen später oder verzögert in Rente
Laut TK-Gesundheitsreport 2018 sind vor allem Männer und Frauen ab 58 Jahren von der Erwerbs- und Berufsunfähigkeit betroffen. Dabei spielt aber auch die Bildung eine Rolle: Berufstätige mit höheren Schul- und Ausbildungsabschlüssen sind deutlich seltener betroffen, als Personen, die in einem körperlich belastenden Beruf tätig sind. So belegt der Bericht auch, dass hochqualifizierte Akademiker am ehesten verzögert in Rente gehen.
Jetzt sind schnelle Lösungen gefragt
TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas plädiert dafür, dass Politik, Unternehmen und Krankenkassen dafür sorgen, dass die Menschen leistungsfähig bis zum Rentenbeginn arbeiten können. Dafür seien schnelle Lösungen notwendig.
Betriebliches Gesundheitsmanagement hilft Beschäftigten gesund zu bleiben
Unternehmen können mit ihrem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) viel dazu beitragen, dass ihre Beschäftigten gesund bleiben. Die Bausteine können u. a. flexible Arbeitszeitmodelle, der Einsatz ergonomischer Arbeitsgeräte oder Beratungsangebote für unterschiedliche Lebensphasen sein.
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.504
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
6071
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
593
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
582
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
531
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
218
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
173
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
160
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
136
-
Wutausbrüchen am Arbeitsplatz souverän begegnen
131
-
Muskel-Skelett-Beschwerden: Homeoffice birgt höhere Risiken
05.08.2026
-
Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte: Bremen geht neue Wege
03.08.2026
-
Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz: Prävention und Regeln
30.07.2026
-
Überarbeitete DGUV-Regel für die Luftfahrzeug-Instandhaltung
29.07.2026
-
EU setzt auf Prävention: Neue Programme gegen psychische Belastungen
23.07.2026
-
Was tun, wenn die körperlichen Beschwerden am Arbeitsplatz zunehmen
21.07.2026
-
Ikea führt „Stille Stunde“ deutschlandweit ein
14.07.2026
-
Erfolgreich BEM-Gespräche führen
13.07.2026
-
Gefahrstoffverordnung 2025: Strengere Regeln für den Umgang mit Asbest
09.07.2026
-
Wie Unternehmen sich besser auf den Klimawandel vorbereiten können
06.07.2026