Störende Geräusche am Arbeitsplatz belasten
Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 belegen, dass vor allem Beschäftigte in Handwerk und Industrie häufig durch Lärm von Maschinen oder Geräte gestört werden. Aber auch im Dienstleistungsbereich sowie im öffentlichen Dienst klagen die Beschäftigten über Geräuschstörungen. Hier ist es jedoch eher das gesprochene Wort das „nervt“.
Woher kommt der Lärm ...
- Die Ursachen für die Geräusche sind bei 57 % der Befragten durch Maschinen und Geräte, bei 30 % durch Sprache, bei 7 % durch Umgebungsgeräusche wie z. B. Straßenlärm und bei 5 % durch sonstige Geräuschquellen verursacht.
... und wie reagieren Männer und Frauen darauf?
- Laut der Befragung sind Männer etwas häufiger von Lärmstörungen betroffen als Frauen. Von den Häufig-Betroffenen fühlen sich allerdings 70 % der Frauen, aber nur 53 % der Männer belastet.
Je nach Lärmursache treten unterschiedliche gesundheitliche Beschwerden auf
In Industrie und Handwerk machen vor allem Maschinen und Geräte Lärm, besonders in der Baubranche oder in Metallberufen. Dieser kann zu körperlicher Erschöpfung, Hörverschlechterung oder Ohrgeräuschen führen. Wo Sprache als Belastung wahrgenommen wird, z. B. bei Lehrern oder sozialen Tätigkeiten, treten bei den Betroffenen dagegen häufiger emotionale Erschöpfung, Nervosität und Reizbarkeit auf.
Wer ist am meisten von störendem Lärm betroffen?
Laut dem Faktenblatt "Störende Geräusche am Arbeitsplatz: eine Belastung für Beschäftigte" sind Erwerbstätige in Hoch- und Tiefbauberufen am meisten von Lärm betroffen. Am seltensten tritt eine Geräuschbelastung in den Bereichen Finanzdienstleistung, Rechnungswesen, Steuerberatung sowie Recht und Verwaltung auf. Im öffentlichen Dienst sowie in Dienstleistungsbereich stören übrigens Geräuschquellen wie Maschinen und Geräte oder Sprache im Schnitt gleich oft. Das liegt dran, dass dieser Bereich so viele unterschiedliche Berufe bzw. Tätigkeiten erfasst.
Gegen Lärm lässt sich etwas unternehmen
- Auch Maschinenlärm, der keine Gehör schädigende Wirkung hat, kann am Arbeitsplatz als Belastung empfunden werden. Wichtig ist es deshalb, beim Kauf von Maschinen und Geräten darauf zu achten, dass sie so leise wie möglich sind.
- Sind Gespräche die belastende Lärmquelle können technische und organisatorische Maßnahmen für Entlastung sorgen. So können z. B. Telefonate oder Besprechungen in Räumen stattfinden, in denen keine anderen Personen arbeiten.
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