Ob am Bildschirm oder beim Schweißen – Brillen erleichtern das Arbeiten oder schützen die Augen. Und manche können sogar beides.

Wer in der Holz- oder Metallverarbeitung tätig ist, für den gehört der Griff zur Schutzbrille zum beruflichen Alltag. Damit wird das Auge vor Staub oder Funken geschützt. Aber auch im Labor, in der Glas- und Keramikbranche und in vielen anderen Arbeitsbereichen und Berufen ist eine Schutzbrille als persönliche Schutzausrüstung (PSA) Pflicht.

Schutzbrillen lassen sich mir Korrekturgläsern ausstatten

Doch was macht der Brillenträger, der keine Kontraktlinsen tragen kann? Zwei Brillen übereinander zu tragen ist keine ideale Lösung. Er sollte sich deshalb seine Schutzbrille mit Korrekturgläsern ausstatten lassen. Denn nur eine gut sitzende Schutzbrille kann umfassend schützen.

Brillen gleichen die abnehmende Sehleistung aus

Bei der Bildschirmarbeit braucht es keine Schutzbrille. Aber viele benötigen eine Brille, um eine Sehschwäche auszugleichen. Doch nicht immer lässt sich mit dieser Brille die Abbildung auf dem Bildschirm erkennen. Vor allem wenn mit zunehmendem Alter die Sehleistung abnimmt. Eine Gleitsichtbrille deckt zwar auch den mittleren Seh- sowie den Lesebereich ab, allerdings nur sehr begrenzt. Eine spezielle Bildschirmarbeitsplatzbrille ist da besser geeignet.

Eine Bildschirmbrille erleichtert die Arbeit

Eine Bildschirmarbeitsplatzbrille hat nur zwei Sehbereiche: den mittleren für die Abbildung auf dem Bildschirm sowie den Lesebereich z. B. für Textvorlagen. Die Bereiche in den Brillengläsern werden so geschliffen, dass man ohne Anstrengungen auf nahe und mittlere Entfernung lesen kann. Wer bei der Bildschirmarbeit also nicht mehr alles gut erkennen kann oder häufig unter müden Augen oder Kopf- und Nackenschmerzen leidet oder den Bildschirm ständig verrückt, sollte spätestens bei der nächsten arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung mit dem Betriebsarzt über das Thema Bildschirmarbeitsplatzbrille sprechen.

So können auch Blinde am Bildschirmarbeitsplatz arbeiten

Für blinde oder stark sehbehinderte Beschäftigte gibt es spezielle Sehhilfen für die Bildschirmarbeit, die nichts mit Brillen zu tun haben. Eine entsprechende Einstellung der Darstellung auf dem Bildschirm sowie ein großer Monitor können z. B. bereits eine Sehhilfe darstellen. Und für Blinde gibt es u. a. eine Software, die Informationen, die auf dem Bildschirm stehen, in Brailleschrift übersetzt oder eine, die sie in gesprochener Sprache wiedergibt.

Mehr zum Thema Brille am Arbeitsplatz

Ausführlichere Informationen bietet die VBG-Broschüre Sehhilfen am Bildschirmarbeitsplatz. Informationen zur Frage, wann der Arbeitgeber tätig werden muss und wer die Kosten für ggf. notwendige Sehhilfen trägt, sind im Stichwort Bildschirmbrille zu finden.