Psychische Belastungen im Rettungsdienst besser verarbeiten
TEK – Training emotionaler Kompetenzen – ist eine Methode, mit der sich Beschäftigte vor den negativen Auswirkungen von hohen emotionalen Belastungen schützen können. Das Training eignet sich für Polizeikräfte, Lehrkräfte und Altenpfleger. Aber auch für Rettungssanitäter und zwar bereits in der Ausbildung, wie eine aktuelle Studie der Initiative Arbeit und Gesundheit (iga) belegt.
Beim Training werden verschiedene Kompetenzen vermittelt
Bei der Methode dreht sich alles um die Gefühle, die eine belastende Situation auslösen kann. Ob Trauer über den Tod oder Wut, weil man nicht rechtezeitig helfen konnte: wichtig ist es, das jeweilige Gefühl wahrnehmen und benennen zu können. Dann ist es auch möglich, die Ursache zu analysieren. Doch manche Gefühle sind so stark, dass die größte Herausforderung zunächst ist, sie überhaupt auszuhalten. Erst wenn das möglich ist, lässt sich entsprechend damit umgehen. Den bewussten Umgang mit den eigenen Gefühlen lernen die Teilnehmer im Training Schritt für Schritt.
TEK lässt sich in Kleingruppen in 6 bzw. 12 Sitzungen vermitteln
Neben der analytischen Betrachtung und der Wahrnehmung von Emotionen wie Angst, Trauer und Wut stehen beim TEK auch Muskel- und Atementspannung auf dem Programm. Insgesamt dauert das Training 12x 90 Min. Es sollte in Kleingruppen mit max. 12 Personen durchgeführt werden. In der Ausbildung kann es auch in 6 Sitzungen zu 180 Min. stattfinden.
Teilnehmer lernen mit Stress umzugehen und ihre Gefühle zu regulieren
Das spezielle Training unterstützt Beschäftigte, die im Beruf starken emotionalen Belastungen ausgesetzt sind. Ihre emotionalen Kompetenzen erhöhen sich dadurch signifikant, dass sie lernen mit Stress umzugehen und ihre Gefühle zu regulieren. Zu den positiven Effekten der Methode zählen u. a., dass bei entsprechend geschulten Personen weder emotionale Erschöpfung noch Zynismus ansteigen.
Training stärkt die psychische Gesundheit
Wer beruflich starken emotionalen Belastungen ausgesetzt ist und nicht gelernt hat, mit Traurigkeit, Angst oder Wut umzugehen, riskiert psychische Störungen. Vor allem wegen Depressions- und Angsterkrankungen haben krankheitsbedingte Fehlzeiten und Frühberentungen in den letzten Jahren zugenommen. Deshalb ist es sinnvoll das Training emotionaler Kompetenzen auch in anderen Berufen anzubieten.
Weitere Informationen und Ergebnisse stehen im iga.Report 37, Emotionsregulation in der Arbeit am Beispiel Rettungsdienst .
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