Die Entspannung aus dem Urlaub kann auch nach der Rückkehr zur Arbeit noch anhalten. Bild: Corbis

Wenn die ersten Blätter sich bunt verfärben, ist für die meisten die Urlaubszeit zu Ende. Was bleibt sind Erinnerungen an schöne und entspannte Urlaubstage. Doch wie gelingt es, dieses Gefühl zu bewahren und stressfrei in den Arbeitsalltag einzusteigen?

87 % der Beschäftigten kommen erholt aus dem Urlaub, so eine Aussage des Projekts psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA). Doch viele starten mit gemischten Gefühlen in die Arbeit. Denn jetzt heißt es wieder „funktionieren“ und Ansprüche erfüllen: die vom Chef, von Kollegen und Kunden, aber auch die an sich selbst. Mit den Tipps von psyGA lässt sich der Wiedereinstieg gelassener angehen und die Urlaubsenergie länger bewahren.

Der erste Tag ist entscheidend und sollte terminfrei sein

Damit der Einstieg entspannt erfolgen kann, empfiehlt sich für den ersten Tag:

  • Legen Sie sich keine Termine auf Ihren ersten Arbeitstag nach dem Urlaub.
  • Lassen Sie, wenn möglich, Ihre Abwesenheitsnotiz für diesen Tag noch angeschaltet.
  • Checken Sie in Ruhe Ihre E-Mails und Post.
  • Informieren Sie sich bei den Kollegen über den aktuellen Stand.
  • Erstellen Sie Ihre To-do-Liste für die kommenden Tage.
  • Priorisieren Sie die Punkte Ihrer Liste.
  • Vereinbaren Sie realistische Termine und kommunizieren Sie diese.

Ein bisschen Urlaub sollte in jedem Arbeitstag stecken

Nichtstun oder nur das tun, worauf man Lust hat, zeichnet Urlaub aus. Davon kann man so manches auch im Arbeitsalltag fortsetzen:

  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Pausen.
  • Essen Sie in Ruhe zu Mittag.
  • Gehen Sie ein bisschen an der frischen Luft spazieren.
  • Hängen Sie ein Foto vom Urlaub auf. So halten Sie das Gefühl wach, wie erholt und gut Sie sich gefühlt haben.

So unterstützen Führungskräfte die Urlaubskultur im Unternehmen

Die beste Unterstützung ist es, Vorbild zu sein und selbst entspannt aus dem Urlaub in die Arbeit einzusteigen. Ansonsten hilft:

  • Besprechen Sie im Team, wie Vertretungen und Übergaben zu gestalten sind.
  • Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter aktiv beim Thema Priorisierung und realistische Terminplanung.
  • Vereinbaren Sie – schon vor dem Urlaub – klare Regeln zur Erreichbarkeit. Reflektieren Sie nach dem Urlaub im Team, ob die Absprachen eingehalten wurden und wenn nein, warum nicht.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Urlaub, Gesunde Führung

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