Jeden Tag die gleiche Handbewegung, stundenlang. Das ist auf Dauer nicht gut. Arme, Schultern und sogar die Wirbelsäule leiden darunter. Die Initiative Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) gibt Tipps, wie Sie sich schützen können.

Vor allem bei hohem Krafteinsatz, Vibration oder Dauerbelastung können immer gleiche Handbewegungen zur körperlichen Belastung und auf Dauer zu Erkrankungen führen. Betroffen davon sind Handwerker im wahrsten Sinne des Wortes.

Handarbeitende aller Branchen haben ein erhöhtes Risiko

Ein erhöhtes Risiko haben u. a. folgende Berufe:

  • Bau- und Montagearbeiter,
  • Verpackungshelfer,
  • Fließbandarbeiter,
  • Friseure,
  • Masseure,
  • Näher,
  • Kfz-Mechaniker,
  • Gärtner oder
  • Forstarbeiter.

Vorsicht, wenn die Finger taub werden

Erste Symptome für eine gesundheitliche Gefährdung sind oft ein Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl in den Fingern oder Schmerzen im Unterarm. Wer das nicht als Warnsignal nimmt, bei dem können diese Merkmale immer häufiger auftreten oder weitere Symptome hinzukommen.

Dauerbelastung, hoher Krafteinsatz und Vibrationen sind riskant

Das Risiko für eine Muskel-Skelett-Erkrankung ist je nach Tätigkeit unterschiedlich hoch und hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

  • der Häufigkeit und Dauer der handbelastenden Tätigkeit,
  • der Häufigkeit der Unterbrechungen,
  • dem Wechsel mit weniger belastenden Tätigkeiten,
  • der Häufigkeit von hohem Krafteinsatz sowie
  • dem Einsatz von vibrierenden Maschinen.

Besser einmal mehr zu einer entlastende Tätigkeit wechseln

Maßnahmen, die Sie schützen können

  • Nutzen Sie ergonomische Hilfs- und Arbeitsmittel, um die Belastung zu verringern.
  • Wechseln Sie häufig zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten.
  • Sprechen Sie die Problematik bei der nächsten Gefährdungsbeurteilung an.
  • Lassen Sie sich von der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder dem Betriebsarzt beraten.
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