Anforderungen an Formaldehyd
Da Formaldehyd Krebs erzeugen und vermutlich genetische Defekte verursachen kann, wurde der Gefahrstoff entsprechend bewertet. Dadurch bestehen Kennzeichnungs- und Zulassungspflichten für Lieferanten. Bei den Gefährdungsbeurteilungen an den Arbeitsplätzen muss der Arbeitplatzgrenzwert (AGW) berücksichtigt werden.
#Formaldehyd ist krebserregend. Welche Pflichten bestehen für Lieferanten und Anwender? #CLP #REACH #AGW
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Einstufung von Formaldehyd nach der CLP-Verordnung
Formaldehyd ist im Anhang VI der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (CLP-Verordnung) als krebsgefährdend der Kategorie 1B und als erbgutverändernd der Kategorie 2 eingestuft. Außerdem ist Formaldehyd in REACH als SVHC-Stoff gelistet und damit ein besonders besorgniserregender Stoff. Daher müssen Produkte, die diesen Stoff verwenden, zugelassen werden und weniger gefährliche Alternativen gesucht werden.
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Formaldehyd könnte sich verschärfen
Der Arbeitsplatzgrenzwert liegt bei 0,3 ppm. Gemäß der Gefahrstoffverordnung muss für jeden potenziell betroffenen Arbeitsplatz ermittelt werden, ob diese Grenzwerte eingehalten werden.
Der Richtwert des Bundesgesundheitsamtes für die Innenraumluft liegt bei 0,1 ppm. Das deutet darauf hin, dass sich der AGW baild verschärfen könnte.
Wie lässt sich der Arbeitsplatzgrenzwert von Formaldehyd überprüfen
Der Bundesverband Innenausbau, Element- und Fertigbau (bief) weist daraufhin, dass der Nachweis über die Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte nicht unbedingt durch aufwendige und manchmal teure Messungen erfolgen muss. Die Gefahrstoffverordnung lässt auch andere Beurteilungsverfahren wie etwa Befunde aus Expositionsbeschreibungen zu. Darauf können die Betriebe bei der Gefährdungsbeurteilung verweisen.
Formaldehyd - Anwendungen, Gefährdungen, Schutzmaßnahmen
Formaldehyd - was ist das eigentlich? Wo es eingesetzt wird und wie Beschäftigte vor deren Gefahren geschützt werden, lesen Sie im Haufe-Beitrag Formaldehyd.
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