23.07.2015 | Betriebliche Gesundheitsförderung

So lassen sich Fehlzeiten verringern

Auch Ernährungsberatung kann eine Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sein.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Durch betriebliche Gesundheitsförderung sinken krankheitsbedingte Fehlzeiten um ein Viertel. Denn die Beschäftigten verbessern ihre körperliche und physische Verfassung - vor allem dann, wenn Mehrkomponenten-Programme durchgeführt werden.

Das belegt der iga.Report 28 auf Basis von 2.400 Studien.

Fehlzeiten verringern: Manche Präventionsprogramme sind besonders erfolgreich

Nach Auswertung der Studien zeigt sich, dass manche Präventionsprogramme besonders erfolgreich sind. Dazu zählen Programme

  • gegen psychische Erkrankungen,
  • zur Bewegungsförderung,
  • zur gesunden Ernährung bzw. Gewichtskontrolle und -reduktion sowie
  • zur Nikotinentwöhnung.

Betriebliche Gesundheitsförderung: Beschäftigte am besten in die Maßnahmen einbeziehen

Bei den Maßnahmen gegen psychische Erkrankungen scheinen vor allem solche Interventionen erfolgreich zu sein, die sowohl auf das Verhalten der einzelnen Beschäftigten als auch auf die Veränderungen in der Arbeitsorganisation abzielen. Außerdem wirkt es sich positiv aus, Beschäftigte in Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation einzubeziehen und die Stressfaktoren aufzudecken.

Betriebliche Gesundheitsförderung: Kosten-Nutzen-Verhältnis fällt positiv aus

Auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis (Return of Invest – ROI) ist durchaus positiv. Sowohl bei der betrieblichen Gesundheitsförderung als auch bei Investitionen in den Arbeitsschutz können durch jeden investierten Euro 2,70 eingespart werden.

Individuelle Präventionsangebote und umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement

Für alle Beschäftigungsbereiche ist laut iga.Report generell zu empfehlen:

  • Für jeden ist eine umfassende Risikobeurteilung zu erstellen.
  • Präventionskonzepte sind in bestehende Strukturen einzubinden.
  • Beschäftigte sind bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsaufgaben einzubeziehen.
  • Bei der Arbeitsorganisation ist auf abwechselnde Tätigkeiten, Vermeidung von ständigen Unterbrechungen, Förderung von sozialem Austausch, Gewährleistung einer ausreichenden Beschäftigungssicherheit sowie Anerkennung von Leistungen zu achten.
  • Am besten sind verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze miteinander zu verknüpfen.
  • Alle Altersgruppen und alle Tätigkeitsbereiche sind bei der betrieblichen Gesundheitsförderung zu berücksichtigen.
  • Neben kurzfristige Maßnahmen und befristeten Interventionen sollte im Unternehmen zudem ein betriebliches Gesundheitsmanagement installiert werden.

Planung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen - eine Checkliste

Mit der Haufe-Checkliste "Gesundheitsförderungsmaßnahmen" lässt sich ein Maßnahmenkatalog für Gesundheitsförderungsmaßnahmen zielorientiert im Betrieb planen.

iga-Report 28: Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention

Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland steigt weiter an. Immer weniger Beschäftigte sehen sich von ihrem Unternehmen beim Thema Gesundheit unterstützt. Dabei lässt sich ein deutlicher und positiver Zusammenhang zwischen betrieblicher Prävention, Gesunderhaltung der Beschäftigten und ökonomischen Nutzen nachweisen.

Den iga-Report 28: Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention können Sie hier downloaden.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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