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Arbeitsfähigkeit erhalten und fördern

Ein Problem zu erkennen ist die eine Sache. Daraus Konsequenzen zu ziehen etwas anderes. Dies zeigt sich ganz deutlich beim Thema des demographischen Wandels. Überall liest man, dass die Bevölkerung und damit auch die Erwerbstätigen durchschnittlich immer älter werden. Es gibt auch bereits Lösungsvorschläge. Doch die betriebliche Umsetzung steckt oft noch in den Kinderschuhen. Gebündelte Informationen und Anregungen zum Thema bietet die INQA-Broschüre „Arbeitsfähigkeit erhalten und fördern“.

Gerade während und kurz nach der Wirtschaftskrise hatten viele Unternehmen keinen Kopf für langfristige Planung. Oft ging es ums Überleben. Doch das kurzfristige betriebswirtschaftliche Planen reicht auf Dauer nicht aus. Die „Zeit der Alten“ rückt immer näher. Noch ist es nicht zu spät, die Zukunft mittel- und langfristig zu sichern. Denn am Markt bestehen wird nur der, der heute schon an morgen denkt.

 

Planvolles Vorgehen

Im Mittelpunkt der INQA-Broschüre stehen der Zusammenhang des demographischen Wandel mit der Arbeitswelt, Anregungen und Praxisbeispiele sowie ein Strategieplan in fünf Schritten:

1. Analyse der betrieblichen Situation

2. Verantwortliche einbinden und Infrastruktur schaffen

3. Auswahl der passenden Strategie

4. Unternehmenskommunikation

5. Kleine Schritte oder großes Pilotprojekt

In Schaubildern sind die Aufgaben der unterschiedlichen Unternehmensebenen ebenso dargestellt, wie Strategieansätze für Großkonzerne bzw. kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gegenübergestellt.

 

Maßnahmen für Alt und Jung

Gesunde Arbeitsbedingungen sind für alle wichtig, ob Jung oder Alt. Betrieblicher Gesundheitsschutz umfasst körperliches und seelisches Wohlbefinden. Dies lässt sich durch Ergonomie, Arbeitsorganisation, Arbeitszeitgestaltung oder etwa einem ausgeglichen Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben erreichen.

 

Altersstrukturanalyse

Unternehmer und Betriebsräte müssen bei dieser Entwicklung neue Wege beschreiten. Wer den Handlungsbedarf noch nicht deutlich vor Augen hat, sollte in seinem Unternehmen eine Altersstrukturanalyse durchführen. Dabei wird schnell klar werden, wo und wie umgehend gehandelt werden muss. Beispielhaft vorangegangen ist die Chemiebranche mit einem Demografietarifvertrag.

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