Betriebliche Präventions- und Interventionsstrategien
Ein vollständiges Alkoholverbot im Betrieb stößt bei der Belegschaft z. T. auf erheblichen Widerstand und kann dazu führen, dass heimlich getrunken wird.
In Betrieben mit totalem Alkoholverbot kann man auch feststellen, dass das Alkoholverbot mehr und mehr unterlaufen wird, wenn klare Sanktionen ausbleiben. Ein Alkoholverbot kann sinnvoll sein, wenn es für die Mitarbeiter einsichtig ist und Verstöße mit eindeutigen Konsequenzen verbunden sind.
Alkohol und Arbeit - ganzheitliche betriebliche Präventionsstrategien sind gefragt
An erfolgreichen Suchtpräventionsprogrammen müssen alle beteiligt sein. Es gilt daher, die Unternehmensleitung, die Vorgesetzten, die Arbeitsmediziner, die sozialen Ansprechpartner usw. für die Einführung eines Suchtpräventionsprogramms zu gewinnen. Die wichtigsten Elemente eines erfolgreichen Programms sind:
- Aufklärung und Information aller Mitarbeiter und Vorgesetzten,
- Training einer lösungsorientierten Gesprächsführung und der Anwendung einer Betriebsvereinbarung,
- Aufbau von internen und externen Hilfsangeboten,
- Nachbetreuung und Wiedereingliederung der Betroffenen.
Arbeitsplatzbedingungen können sich suchtfördernd auswirken
Ständige Unter- oder Überforderung, unzureichende Arbeitsbedingungen, soziale Isolation, mangelnde Anerkennung oder ständige soziale Spannungen, können zu vermehrtem Alkoholkonsum führen.
Außerdem spielen eine selbstverständliche Verfügbarkeit alkoholischer Getränke und eine problematische Konsumkultur bei der Entwicklung von Missbrauch und Abhängigkeit eine verstärkende Rolle.
Alkoholsucht - was kann man präventiv tun und wie intervenieren?
In der Checkliste "Alkohol und Arbeit" finden Sie Fragen zum Stand der Sensibilisierung für die Alkoholproblematik im Betrieb und zu möglichen Maßnahmen.
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