Betriebssanitäter / 2.1 Ausbildung

Nach § 27 Abs. 3 DGUV-V 1 darf der Unternehmer als Betriebssanitäter nur Personen einsetzen, die von einer Stelle ausgebildet worden sind, welche von den Unfallversicherungsträgern in personeller, sachlicher und organisatorischer Hinsicht als geeignet anerkannt und zertifiziert wurden. Ziel dieser Anerkennung ist die Sicherstellung der Qualität und der Einheitlichkeit der Aus- und Fortbildung. Aktuelle Listen der geeigneten Stellen für die Betriebssanitäterausbildung können im Internet auf der Website der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unter http://www.dguv.de/fb-erstehilfe/de/ausbildung abgerufen werden. Die Aus- und Fortbildung von Betriebssanitätern ist deutlich umfangreicher als die der Ersthelfer und unterteilt sich in einen Grund- und Aufbaulehrgang. Die entsprechenden Anforderungskriterien und Inhalte für die Betriebssanitäterausbildung sind im DGUV Grundsatz 304-002 "Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdienst" definiert und erläutert. Die Ausbildung zum Betriebssanitäter unterteilt sich in einen Grund- und einen Aufbaulehrgang.

2.1.1 Grundlehrgang

Der Betriebssanitäter ist kein Ausbildungsberuf, sondern lediglich eine Qualifizierungsmaßnahme. Gemäß den Richtlinien der DGUV (DGUV-G 304-002) ist der Grundlehrgang eine 63-Stunden-Ausbildung. Für die Zulassung zur Grundausbildung ist die Teilnahme an einem nicht länger als 2 Jahre zurückliegenden Erste-Hilfe-Grundlehrgang (16 UE) oder einem Erste-Hilfe-Training (8 UE) Voraussetzung. Liegt dieser Lehrgang länger als 2 Jahre zurück, muss dieser vor dem Grundlehrgang neu durchlaufen werden. Dieser Lehrgang soll den Teilnehmer befähigen, sowohl theoretisches als auch praktisches Grundwissen im Bereich der Notfallmedizin zu sammeln. Der Lehrgang schließt mit einer theoretischen, mündlichen und einer praktischen Prüfung ab.

Dieser Lehrgang soll den Teilnehmer befähigen, sowohl theoretisches als auch praktisches Grundwissen im Bereich der Notfallmedizin zu sammeln.

Der Lehrgang schließt mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung ab.

2.1.2 Aufbaulehrgang

Der Grundlehrgang reicht für den Einsatz als Betriebssanitäter allein nicht aus. Es muss zusätzlich die Teilnahme am Aufbaulehrgang erfolgen. Für die Teilnahme am Aufbaulehrgang darf die Teilnahme an der Grundausbildung nicht mehr als 2 Jahre zurückliegen. Sofern die 2-Jahres-Frist verstrichen ist, muss der Grundlehrgang wiederholt werden. Wurde anstelle der Grundausbildung eine vergleichbare berufliche Tätigkeit anerkannt, ist für die Berechnung der 2-Jahres-Frist die Beendigung der entsprechenden Tätigkeit maßgebend. Der Aufbaulehrgang muss zwingend von allen künftigen Betriebssanitätern absolviert werden. Eine Anrechnung anderer beruflicher Tätigkeiten wie in der Grundausbildung ist nun nicht mehr möglich.

Der Aufbaulehrgang umfasst mindestens 32 Unterrichtseinheiten, zuzüglich der Prüfungszeit, die von der Anzahl der Lehrgangsteilnehmer abhängig ist. Der Aufbaulehrgang endet mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung.

In diesem Lehrgang sollen die erworbenen Kenntnisse der betrieblichen Notfallmedizin erweitert und vertieft werden. Die Inhalte des Grund- und Aufbaulehrganges sind von der DGUV definiert.

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