Obwohl Schichtarbeit nachts, an den Wochenenden und Feiertagen dem Beschäftigten mehr Geld einbringt und derartige Schichten deshalb beliebt sind, stehen dem hohe physische und psychische Belastungen gegenüber.

Vor allem Nacht- oder Schichtarbeiter mit ungünstigen Schichtplänen tragen ein erhöhtes gesundheitliches Risiko. Häufig auftretende gesundheitliche Beeinträchtigungen sind u. a.

  • Appetit- und Schlafstörungen,
  • Kopfschmerzen,
  • Depressionen,
  • Bluthochdruck,
  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Nervosität.

Studien belegen, dass durch ungünstige Schichtpläne die sog. Circadianrhythmik des Menschen gestört wird, denn Körpertemperatur, Herztätigkeit, Atmung, Verdauung und Muskulatur unterliegen einem 24-stündigen Rhythmus. Das bedeutet für Nachtarbeit z. B., dass der Körper nachts Leistung erbringen muss, obwohl seine "innere Uhr" auf Ruhe und Erholung programmiert ist, was u. a. mit verminderter Atmung, Herztätigkeit und Verdauung verbunden ist.

Schichtarbeit behindert soziale Aktivitäten mit Familie, Freunden oder im Verein.

Und schließlich häufen sich nachts Fehler, die Unfallgefahr steigt. Das Leistungstief liegt zwischen 0 und 6 Uhr.[1] Der sog. Sekundenschlaf ist Ursache für jeden vierten Verkehrsunfall (gilt z. B. auch für die Wege von und zur Arbeit) sowie zahlreiche Arbeitsunfälle.[2]

[1] Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V., Arbeitsmedizinische Leitlinie "Nacht- und Schichtarbeit", 2009.
[2] BKK, Besser leben mit Schichtarbeit – Hilfe für Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter, 6. Aufl. 2005.

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