Die Pause bleibt im Job oft auf der Strecke
Insgesamt ist es nach der Verdi-Studie jeder fünfte Arbeitnehmer, der seine Pausenzeiten im Job nicht voll ausnutzt. Jeder zehnte unterbricht die Arbeit sogar an vielen Tagen gar nicht, wie aus der telefonischen Befragung von TNS Infratest unter 493 repräsentativ Ausgewählten hervorgeht.
Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske bewertete die Ergebnisse als besorgniserregend: "Pausen sind nötig, wenn man gesund und leistungsfähig bleiben will." Er verwies darauf, Pausen nicht als negativ zu betrachten, da kurze Unterbrechungen keineswegs auf fehlendes Engagement oder mangelnde Belastbarkeit schließen ließen, sondern dies von einem verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Ressourcen zeuge.
Zu große Arbeitsmenge oder eigener Wunsch?
Die Gründe für die ausgefallen Pausen liegen vor allem in einer hohen Arbeitsbelastung. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie schlicht zu viel Arbeit hätten. Um die Kollegen vor einer zu hohen Belastung zu schützen, verzichtet mehr als ein Drittel auf die Pausen. Weitere 13 Prozent sagen allerdings auch, dass der Arbeitgeber die Ruhepausen nicht zulasse. Immerhin 38 Prozent lassen aber auch von sich aus Pausen ausfallen, weil sie lieber durcharbeiten.
Verdi-Aktionswoche geplant
Verdi will in einer Aktionswoche in den Betrieben über Pausenzeiten diskutieren. Ausgehend davon sollten auch die Themen Arbeitsbelastung und Gesundheit in den Blick genommen werden. "Wenn Pausen nicht genommen werden, deutet das auf ein Arbeitsmengenproblem hin", begründete Bsirske.
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