Fachbeiträge & Kommentare zu Brandenburg

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Schadensersatz / 4 Schadensersatzansprüche des Arbeitnehmers

Der Arbeitgeber hat an seinen Arbeitnehmer Schadensersatz ebenfalls nach den allgemeinen Regeln der §§ 249 ff. BGB zu leisten. Vorrangig ist Naturalrestitution zu leisten.[1] Ist dies nicht möglich, ist eine Entschädigung in Geld nach der Differenzhypothese zu leisten.[2] Die möglichen Anspruchsinhalte sind vielfältig. Kein deliktischer Anspruch besteht im Hinblick auf ein "...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Schadensersatz / 2 Schadensersatzansprüche des Arbeitgebers

Bei den Schadensersatzansprüchen ist zwischen der Verletzung der Hauptleistungspflichten und den Nebenpflichtverletzungen zu unterscheiden. Die Nichtleistung lässt zunächst nur den Entgeltanspruch des Arbeitnehmers entfallen, begründet aber nicht automatisch einen Schadensersatzanspruch. Schadensersatz wegen der Schlechterfüllung der Hauptleistungspflicht kommt in Betracht, ...mehr

Lexikonbeitrag aus VerwalterPraxis Professional
Verfahren in Wohnungseigent... / 1.6 Exkurs: Obligatorisches Streitschlichtungsverfahren

Mit Art. 15a EGZPO ist den Ländern die Möglichkeit eröffnet, ein Verfahren der obligatorischen Streitschlichtung einzuführen. "Obligatorische Streitschlichtung" bedeutet, dass die Klage in bestimmten und klar definierten Angelegenheiten vor dem Amts- oder Landgericht erst dann zulässig ist, wenn das vorgeschaltete Schlichtungsverfahren fehlgeschlagen ist und sich die Parteie...mehr

Lexikonbeitrag aus VerwalterPraxis Professional
Selbstständiges Beweisverfa... / 2 Zulässigkeit

Zunächst gelten die allgemeinen Zulässigkeitsvoraussetzungen auch für das selbstständige Beweisverfahren. Der sich auf das Beweissicherungsverfahren beziehende materiell-rechtliche Anspruch darf demnach nicht bereits anderweitig entschieden, die Beweisfragen noch nicht anderweitig beantwortet sein. Nicht erforderlich ist hingegen, dass eine auf das selbstständige Beweisverfa...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Kinderpflegekrankengeld / 2 Freistellung mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung

Für den Entgeltfortzahlungsanspruch des Arbeitnehmers kommen verschiedene gesetzliche Regelungen in Betracht: § 616 BGB, § 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a BBiG, § 45 Abs. 1 SGB V und § 44a SGB XI; daneben können sich Ansprüche auf individual- oder kollektivvertraglicher Grundlage ergeben. Allgemeine Anspruchsgrundlage für eine bezahlte Freistellung im Fall der Kindererkrankung ist ...mehr

Lexikonbeitrag aus VerwalterPraxis Professional
Verfahren in Wohnungseigent... / 2.1.1.1 Klagen gegen die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer

§ 43 Abs. 1 Satz 1 WEG ordnet an, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer ihren allgemeinen Gerichtsstand bei dem Gericht hat, in dessen Bezirk das Grundstück liegt. Nach der zivilprozessualen Vorschrift des § 17 ZPO richtet sich der allgemeine Gerichtsstand juristischer Personen und rechtsfähiger Personengesellschaften nach dem Ort der Verwaltung. Nun könnte man im Fall...mehr

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Rechtsfähigkeit der Eigentü... / 8 Rechtsprechungsübersicht

Abwehransprüche Die Beeinträchtigung des gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft durch die Festsetzung eines öffentlichen Geh- und Fahrradwegs auf dem Grundstück in einem Bebauungsplan, kann nur von der Wohnungseigentümergemeinschaft als solcher und nicht von den einzelnen Miteigentümern abgewehrt werden.[1] Anspruchsinhaber, Hausgeld Alleinige Inhaber...mehr

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Verwaltungsgegenstand und -... / 3.2.3 Unterstützung und Überwachung durch den Verwaltungsbeirat

Gemäß § 29 Abs. 2 Satz 1 WEG unterstützt und überwacht der Verwaltungsbeirat den Verwalter bei der Durchführung seiner Aufgaben. Nach § 29 Abs. 2 Satz 2 WEG soll er den Wirtschaftsplan und die Jahresabrechnung prüfen (bevor die Wohnungseigentümerversammlung über die Vorschüsse bzw. Nachschüsse beschließt) und mit einer Stellungnahme versehen. Unterstützung des Verwalters Der V...mehr

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AGS 01/2026, Materiell-rech... / III. Die Umstände im Fall des OLG Brandenburg

In Anwendung dieser Grundsätze hat das OLG Brandenburg die Auffassung des Rechtspflegers des LG Frankfurt/Oder geteilt, die Vergütungsfestsetzung sei abzulehnen. Dies hat das OLG damit begründet, der Vortrag des Antragsgegners lasse einen Tatsachenkern erkennen, der im Ansatz geeignet sei, einen materiell-rechtlichen Einwand gegen die Vergütungsforderung des Antragstellers z...mehr

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AGS 01/2026, Terminsgebühr ... / II. Anfall der Terminsgebühr für Besprechungen

1. Gesetzliche Regelung Nach Vorbem. 3 Abs. 3 S. 1 VV entsteht die Terminsgebühr – soweit hier von Interesse – für Besprechungen. Die Gebühr für Besprechungen fällt nach Vorbem. 3 Abs. 3 S. 2 Nr. 2 für die Mitwirkung an Besprechungen an, die auf die Vermeidung oder Erledigung des Verfahrens gerichtet sind. Besprechungen mit dem Auftraggeber sind hiervon ausgeschlossen. 2. Die ...mehr

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AGS 01/2026, Materiell-rech... / IV. Bedeutung für die Praxis

Der Entscheidung des OLG Brandenburg ist zuzustimmen. Sie liegt auf der allgemeinen Linie der ganz h.A. in Rspr. und Lit. 1. Anforderungen an die Erhebung außergebührenrechtlicher Einwendungen i.S.v. § 11 Abs. 5 S. 1 RVG Nach allgemeiner Auffassung bedürfen außergebührenrechtliche Einwendungen i.S.v. § 11 Abs. 5 RVG keiner Substantiierung und erst recht keiner Schlüssigkeit (s...mehr

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zfs 01/2026, Aussetzung des... / 3 Anmerkung:

Aussetzung des Kostenfestsetzungsverfahrens Die Entscheidung des OLG Brandenburg entspricht der ganz überwiegenden Auffassung in der Rechtsprechung: Neben den vom OLG Brandenburg zitierten BGH-Entscheidungen ist beispielsweise auch OLG Düsseldorf AGS 2010, 568 derselben Auffassung. Allerdings hält sich auch der BGH nicht immer an die von ihm selbst initiierte Rechtsprechung, ...mehr

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FF 01/2026, Schantall, tu m... / a) Bei § 1685 Abs. 1 und 2 BGB

Die Ausgestaltung des Umgangs orientiert sich gleichfalls primär am Kindeswohl, richtet sich aber auch danach, was im Verhältnis zur jeweiligen Gruppe von Umgangsberechtigten üblich ist. In Betracht kommen persönliche, briefliche, telefonische und elektronische[97] Kontakte. Die Umgangsrechte Dritter orientieren sich dabei in der Regel nicht an den für den Elternumgang gemäß...mehr

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zfs 01/2026, Aussetzung des... / 1 Sachverhalt

In dem vor dem LG Potsdam begonnenen Rechtsstreit, der im Berufungsverfahren vor dem OLG Brandenburg anhängig war, hatte die Beklagte zu 2 obgesiegt. Das OLG Brandenburg hatte zwar durch gesonderten Beschluss die für die Berechnung der Gerichtsgebühren maßgeblichen Streitwert für die erste Instanz festgesetzt. Dieser war jedoch für die Gebühren des Prozessbevollmächtigten de...mehr

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AGS 01/2026, Form der Besch... / I. Sachverhalt

Der Antragsgegner hatte dem LG Neuruppin nach Erhalt eines Kostenfestsetzungsbeschlusses dem Gericht eine schriftliche Eingabe eingereicht, mit der er inhaltliche Einwendungen gegen den Hauptsachebeschluss des LG Neuruppin erhoben hat. Dieses Schriftstück war von dem Antragsgegner nicht unterschrieben. Im Hinblick hierauf hat die Rechtspflegerin des LG Neuruppin die sofortig...mehr

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FF 01/2026, Schantall, tu m... / 5. Feststellungslast

Die Kindeswohldienlichkeit des Umgangs muss bei § 1685 BGB feststehen, damit eine positive Umgangsregelung ergehen kann. Das Gleiche gilt bei § 1686a BGB, bei dem zusätzlich das ernsthafte Interesse des leiblichen Vaters nachgewiesen sein muss. Insoweit streitet auch für Großeltern keine gesetzliche Vermutung der Kindeswohldienlichkeit des Umgangs mit ihnen.[171] Das Familie...mehr

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AGS 01/2026, Form der Besch... / II. Unzulässigkeit der sofortigen Beschwerde

1. Auslegung der Eingabe Das OLG Brandenburg hat die Eingabe des Antragsgegners nach dem Meistbegünstigungsgrundsatz als das allein zulässige Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde behandelt. 2. Formerfordernisse der Beschwerdeschrift Das OLG Brandenburg hat zunächst darauf hingewiesen, dass im Anwaltsprozess bestimmende Schriftsätze eigenhändig unterschrieben bzw. signiert sei...mehr

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AGS 01/2026, Zulässigkeit e... / Leitsatz

Eine Kostenbeschwerde ist ausgeschlossen, soweit in der Hauptsache keine Revision mehr zulässig ist. OLG Brandenburg, Beschl. v. 24.11.2025 – 1 Ws 150/25 Smehr

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FF 01/2026, Schantall, tu m... / 2. Umgang nach § 1685 Abs. 1 und 2 BGB

Das Umgangsrecht von Großeltern, Geschwistern und sozial-familiären Bezugspersonen steht unter dem Vorbehalt der Kindeswohldienlichkeit. Das Kindeswohl ist dabei allein aus dem Blickwinkel des Kindes zu beurteilen.[58] Dafür, dass Umgang von Kindern mit ihren Großeltern dem Kindeswohl dient, besteht auch keine gesetzliche Vermutung, § 1626 Abs. 3 S. 2 BGB bietet insoweit led...mehr

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Referendar im juristischen ... / 3 Unfallversicherung

Bei einem Arbeits- oder Dienstunfall stellt sich die Frage, ob die gesetzliche Unfallversicherung, also die Berufsgenossenschaft bzw. die Unfallkasse, oder der Dienstherr im Rahmen der staatlichen Unfallfürsorge zuständig ist. Das richtet sich immer danach, ob es sich – nach dem jeweiligen Landesrecht – um ein Ausbildungsverhältnis im Rahmen des Beamtenverhältnisses (Beamte ...mehr

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Reisekosten, Inland / 2.4.2 Vorrang der arbeitsrechtlichen Zuordnung

Vorrang hat nach dem eindeutigen Wortlaut des Gesetzes die arbeitsrechtliche Zuordnung. Die zeitliche Abgrenzung ist als subsidiäre Alternative festgelegt, die nur dann zur Anwendung kommt, wenn der Arbeitgeber keine dienst- bzw. arbeitsrechtliche Festlegung auf eine Tätigkeitsstätte getroffen hat oder diese nicht eindeutig ist. Steuerrecht folgt Arbeitsrecht Bei der arbeitsre...mehr

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AGS 01/2026, In diesem Heft

Zum 1.1.2026 sind zahlreiche Werte in den Verfahrensordnungen geändert worden. Neben der Anhebung des Berufungsstreitwerts in Zivilsachen sowie des Beschwerdewerts in Familiensachen sind auch für Kostenbeschwerden fast durchweg die Werte von bisher über 200,00 EUR auf über 300,00 EUR angehoben worden. Schneider befasst sich im Aufsatzteil (S. 1) mit den Auswirkungen auf die ...mehr

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AGS 01/2026, Form der Besch... / III. Eigenhändige Unterschrift erforderlich

Diese Formerleichterungen entheben den Beschwerdeführer jedoch nicht in jedem Fall von seiner Verpflichtung, die Beschwerdeschrift eigenhändig zu unterschreiben. Das OLG Brandenburg hat darauf hingewiesen, dass das Schriftformerfordernis gewährleisten solle, dass dem Schriftstück der Inhalt der Erklärung, die abgegeben werden soll, und die Person, von der sie ausgeht, hinrei...mehr

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AGS 01/2026, Materiell-rech... / II. Ablehnung der Vergütungsfestsetzung

1. Erhebung außergebührenrechtlicher Einwendungen Nach Auffassung des OLG Brandenburg hat der Rechtspfleger des LG Frankfurt/Oder zu Recht die von dem Antragsteller beantragte Festsetzung seiner Vergütung abgelehnt. Allein die Erhebung einer Einwendung oder Einrede, die ihren Grund nicht im Gebührenrecht hat, führt nach Ansicht des OLG gem. § 11 Abs. 5 S. 1 RVG zur Ablehnung ...mehr

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AGS 01/2026, Terminsgebühr ... / I. Sachverhalt

In einer Familiensache hatte die Antragstellerin gegen die familiengerichtliche Entscheidung, in der es um die künftige Nutzung für das gemeinsame Hausgrundstück der Beteiligten ging, das zulässige Rechtsmittel eingelegt. Der mit der Sache befasste Familiensenat des OLG Brandenburg hat die Verfahrensbeteiligten durch Schreiben vom 20.1.2025 darauf hingewiesen, dass die Besch...mehr

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Lohnabrechnung im Baugewerbe / 3.2.2 Zusatzversorgungskasse

Die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes (ZVK) ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG). Ihre Aufgabe ist die Gewährung zusätzlicher Leistungen zu den gesetzlichen Renten. Sozialkassenbeitrag Der Sozialkassenbeitrag beträgt ab dem 1.7.2025 in den alten Bundesländern 20,2 %, in den neuen Bundesländern 18,7 %, in Berlin-West 25,65 % und in Berlin-Ost 24,15 %. In ...mehr

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FF 01/2026, Schantall, tu m... / 1. Begleiteter Umgang

§§ 1685 Abs. 3 S. 1, 1686a Abs. 2 S. 1 BGB verweisen auch auf § 1684 Abs. 4 S. 3 und 4 BGB und damit auf die Möglichkeit, einen begleiteten Umgang anzuordnen, d.h. Umgang in Anwesenheit einer weiteren Person, wenn der Schutz des Kindes diese Maßnahme erfordert, um eine Gefährdung abzuwenden. Begleitete Umgänge gemäß § 1684 Abs. 4 S. 3 BGB kommen bei Umgangsberechtigten nach ...mehr

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Bundesfreiwilligendienst: A... / 4.1 Vereinbarung

Grundlage des Bundesfreiwilligendienstes ist eine Vereinbarung zwischen Bund und Freiwilligem.[1] Dadurch wird ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis eigener Art begründet.[2] Die Vereinbarung nach § 8 BFDG wird auf gemeinsamen Vorschlag des Freiwilligen und der Einsatzstelle geschlossen. Die Einsatzstelle wird jedoch nach dem gesetzlichen Modell nicht Vertragspartner, s...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
FF 01/2026, Schantall, tu m... / d) Kindeswohldienlichkeit

Der Umgang mit dem leiblichen Vater erfordert eine positive Kindeswohlprüfung und damit die Feststellung, dass dieser Umgang dem Kindeswohl dient. Aus § 1626 Abs. 3 BGB folgt insoweit weder eine Vermutung noch auch nur eine Auslegungsregel zugunsten des biologischen Vaters, da die Vermutung nach Satz 1 dieser Vorschrift nur rechtliche Eltern umfasst und Satz 2 Personen betri...mehr

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AGS 01/2026, Verfahrenswert... / III. Bedeutung für die Praxis

Mangels einer speziellen Wertvorschrift im FamGKG bemisst sich der Verfahrenswert nach § 42 Abs. 1 FamGKG. Abzustellen ist darauf, inwieweit sich die unterschiedlichen Wertvorstellungen der Beteiligten auf die Höhe des Zugewinnausgleichsanspruchs auswirken (so bereits OLG Brandenburg AGS 2022, 40; OLG Hamm AGS 2014, 30). Rechtsanwalt Norbert Schneider, Neunkirchen AGS 1/2026, ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 01/2026, Form der Besch... / Leitsatz

Eine sofortige Beschwerde gegen einen Kostenfestsetzungsbeschluss ist dann unzulässig, wenn sie von dem Beschwerdeführer nicht eigenhändig unterschrieben worden ist und auch sonst keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass das Schriftstück mit Wissen und Willen des Beschwerdeführers dem Gericht zugeleitet worden ist. OLG Brandenburg, Beschl. v. 20.8.2025 – 6 W 46/25mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zfs 01/2026, Widerspruch fü... / Leitsatz

Ein Verstoß gegen die Belehrungspflicht nach § 136 Abs. 1 S. 2 StPO löst kein Verwertungsverbot aus, wenn der verteidigte Angeklagte einer Verwertung des unter Verstoß gegen diese Bestimmung gewonnenen Beweismittels bis zu dem in § 257 StPO genannten Zeitpunkt nicht widersprochen hat. (Leitsatz der Redaktion) OLG Brandenburg, Beschl. v. 10.2.2025 – 1 ORbs 284/24mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
Vorwort

Mit der 4. Auflage des bisherigen Werkes "Personenschäden" in der Reihe Das verkehrsrechtliche Mandat haben sich der Verlag und die Autoren entschieden, das Werk nunmehr in der Reihe AnwaltsPraxis fortzusetzen. Der bisherige Fokus der Vorauflagen auf den Personenschaden im Verkehrsrecht hat sich in der Praxis als zu eng erwiesen. Viele Praktiker aus z.B. den Bereichen des Med...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Stenger/Loose, Bewertungsre... / I. Ausübung des Heberechts

Rz. 19 [Autor/Stand] § 1 Abs. 1 GrStG legt fest, dass der Gemeinde als kleinste Gebietskörperschaft die aus dem Selbstverwaltungsrecht abgeleitete Entscheidung zur Erhebung der Grundsteuer obliegt. Diese Entscheidungskompetenz ist Ausfluss der Ertragshoheit, die das Aufkommen der Grundsteuer allein den Kommunen zuweist.[2] Weder aus finanzverfassungsrechtlicher noch aus einf...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
§ 4 Arbeitsrecht / a) Probearbeitsverhältnisse

Rz. 153 Das Probearbeitsverhältnis kann als befristetes oder als unbefristetes Arbeitsverhältnis vereinbart werden. Die Einstellung eines Arbeitnehmers zur Probe unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats gem. § 99 BetrVG. Der Betriebsrat hat aber kein Widerspruchsrecht gem. § 99 Abs. 2 Nr. 4 BetrVG, wenn ein befristetes anstelle eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses m...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Dienstwagen / 4.1 Haftung des Arbeitnehmers

Bei der Haftung des Arbeitnehmers für Sachschäden am Dienstwagen anlässlich einer Dienstreise sind die Grundsätze der privilegierten Arbeitnehmerhaftung zu berücksichtigen. Danach haftet der Arbeitnehmer nur dann in voller Höhe für den entstandenen Schaden, wenn er diesen grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat. Dabei kann im Einzelfall auch bei grob fahrlässiger Bes...mehr

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AGS 01/2026, Materiell-rech... / Leitsatz

Die Vergütungsfestsetzung ist gem. § 11 Abs. 5 S. 1 RVG bereits dann abzulehnen, wenn der Antragsgegner sich auf einen möglichen Schadensersatzanspruch gegen den Antragsteller wegen einer angeblich unzutreffenden Auskunft beruft. Dies erfordert lediglich den Vortrag eines nachvollziehbaren Tatsachenkerns, der die Möglichkeit eines materiell-rechtlichen Gegenanspruchs des Antr...mehr

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Gesellschaftsformen: Beurte... / 1 Abgrenzungskriterien der Arbeitnehmereigenschaft

Im Steuerrecht gilt ein einheitlicher Arbeitnehmerbegriff, der sich von der arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung unterscheidet. § 611a BGB regelt seit 1.4.2017 die relevanten Kriterien, die für einen Arbeitsvertrag sprechen, wie Weisungsrecht, Weisungsgebundenheit[1] und persönliche Abhängigkeit.[2] Diese Kriterien werden auch im Rahmen der Arbeitnehmereig...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Pflegezeit / 4 Pflegezeit

Das Pflegezeitgesetz gewährt in § 3 Abs. 1 PflegeZG Beschäftigten einen Anspruch auf vollständige oder auch nur teilweise Arbeitsfreistellung für die Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen. Der Anspruch ist ein einseitiges Gestaltungsrecht und bedarf einer entsprechenden Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber. Der Anspruch ist nicht von der Zustimmung des Arbeitgebers abhän...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 01/2026, Terminsgebühr ... / III. Bedeutung für die Praxis

Der Gesetzgeber hat mit Inkrafttreten des RVG eine neue Gebühr eingeführt, nämlich die Terminsgebühr für Besprechungen. Im Laufe der Zeit hat der ursprüngliche Gesetzestext auch einige Änderungen erfahren, die aufgetretene Zweifelsfragen klären sollten. Außerdem hat die Rspr. in den letzten gut zwanzig Jahren die meisten Streitfragen zum Anfall der Terminsgebühr geklärt. Sch...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
§ 4 Arbeitsrecht / h) Bring-/Holschuld, Zurückbehaltungsrecht

Rz. 624 Ein Zeugnis ist am Ende des Arbeitsverhältnisses im Betrieb abzuholen, sofern nicht ausnahmsweise besondere Umstände dieses unzumutbar machen. Wer ohne Abholversuch ein Zeugnis einklagt, hat deshalb in aller Regel die Kosten zu tragen.[1059] Grundsätzlich ist der Zeugnisanspruch Holschuld i.S.v. § 269 Abs. 2 BGB. Der Arbeitgeber ist aber zur Übersendung auf eigene Ge...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 01/2026, Streitwertbeme... / III. Festsetzung des Gegenstandswerts

Die Festsetzung des Gegenstandswerts für die anwaltliche Tätigkeit findet ihre Grundlage in § 23 Abs. 2 S. 1, Abs. 3 S. 2 RVG. Der Gegenstandswert ist mit dem Streitwert der Hauptsache identisch, der sich entsprechend den von den Klägern verfolgten Zahlungsansprüchen auf insgesamt 4.107.936,10 EUR beläuft. Nach mittlerweile ganz h.A. bestimmt sich der Gegenstandswert in Verfa...mehr

Beitrag aus Personal Office Premium
Gesellschaftsformen: Beurte... / 3 Kapitalgesellschaften

Mitglieder von Organen von Kapitalgesellschaften, die zur Geschäftsführung und Vertretung der juristischen Person berufen sind, sind lohnsteuerlich als Arbeitnehmer anzusehen.[1] Ihre Vergütung ist in vollem Umfang lohnsteuerpflichtig. Vorsicht bei beherrschenden Gesellschaftern Probleme können sich ergeben, wenn es sich bei diesen Personen auch um Gesellschafter der Kapitalge...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Geschäftsführer / 5.5 Pkw-Überlassung ohne/mit Privatnutzungsverbot

Die ohne eine Vereinbarung erfolgende oder unbefugte Nutzung des betrieblichen Pkw durch den beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft hat keinen Lohncharakter und führt zu einer verdeckten Gewinnausschüttung.[1] Die unentgeltliche oder verbilligte Überlassung eines Dienstwagens durch die GmbH an den Geschäftsführer für dessen Privatnutzung führt...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 01/2026, Fragen und Lös... / II. Terminsgebühr

Da ein Termin zur mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht nicht stattgefunden hat, kann Rechtsanwalt B – ebenso wie übrigens Rechtsanwalt K – eine Terminsgebühr nach Nr. 3202 VV nur dann angefallen sein, wenn er an einer Besprechung zur Erledigung des Berufungsverfahrens mitgewirkt hat (s. Vorbem. 3 Abs. 3 S. 3 Nr. 2 VV). Rechtsanwalt B hat mit dem Gegenanwalt ein Te...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Referendar im juristischen ... / 1 Vorbereitungsdienst ist weitgehend von den Ländern geregelt

Es gibt nur wenige bundeseinheitliche Vorgaben für die Ausbildung und Prüfung von Rechtsreferendaren. Diese finden sich in §§ 5 ff. des Deutschen Richtergesetzes (DRiG). Die näheren Einzelheiten der Organisation, des Ablaufs und der Inhalte des Vorbereitungsdienstes regeln die Bundesländer. Die Details des juristischen Vorbereitungsdienstes sind in den Ländern in folgenden Vo...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / II. Persönlicher Anwendungsbereich

Rn. 2 Stand: EL 186 – ET: 01/2026 Anzuwenden ist die Vorschrift des § 56 EStG nur auf StPfl, die am 31.12.1990 einen Wohnsitz (vgl § 8 AO) oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt (vgl § 9 AO) in dem in Art 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet sowie im Jahr 1990 weder einen Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt im bis dahin maßgebenden Geltungsbereich des EStG hatten. Unter dem i...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Rechtskreis / 1 Rechtskreisdefinition

Das "Beitrittsgebiet", das im sozialversicherungsrechtlichen Kontext häufig auch als "Rechtskreis/Ost" bezeichnet wird, umfasst die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie das Gebiet des ehemaligen Ost-Berlin. Demgegenüber zählen zu den "alten" Bundesländern, die häufig als "Rechtskreis/West" bezeichnet werden, die Bundesl...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 01/2026, Fragen und Lös... / II. Terminsgebühr

Auch in der Abwandlung kann Rechtsanwalt B – dasselbe gilt übrigens auch für Rechtsanwalt K – eine Terminsgebühr nur für die Mitwirkung an Besprechungen i.S.d. Vorbem. 3 Abs. 3 S. 3 Nr. 2 VV angefallen sein. Im Unterschied zum Ausgangsfall sind hier die Voraussetzungen der Terminsgebühr für Besprechungen erfüllt. Rechtsanwalt B hat in seinem Telefonat einen Vorschlag zur Been...mehr

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Doppelte Haushaltsführung: ... / 8.1.1 Notwendige Unterkunftskosten

Die nachgewiesenen Unterkunftskosten werden nur anerkannt, soweit sie nach den Umständen des Einzelfalls nicht als überhöht anzusehen sind. Überhöht wären z. B. die Kosten einer lediglich zur Repräsentation gemieteten besonders großen und teuren Wohnung.[1] Besitzt der Arbeitnehmer am Beschäftigungsort ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung und nutzt er diese als Zweitwo...mehr