Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / g) Grundstücke des öffentlichen Hafens (Nr. 7)

Rz. 126 Ein Hafen ist ein natürlich oder als Hafenanlage künstlich geschützter Uferbereich für die Schifffahrt. Im Allgemeinen wird er durch ein System von Hafenbecken, Anlegestellen, Kais, Hafenmauern und Molen gebildet. Öffentlich ist dieser Hafen, wenn er der Allgemeinheit zur Nutzung – auch gegen Gebühr – zur Verfügung steht. Zu Häfen i.S. der Nr. 7 gehören Binnenhäfen,...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / j) Übrige Geschäftsgrundstücke (Nr. 10)

Rz. 156 Unter den übrigen Geschäftsgrundstücken werden alle diejenigen Grundstücke erfasst, die Nr. 1- Nr. 9 vergleichbaren wirtschaftlichen Zwecken dienen, jedoch nicht durch eine der ausdrücklich aufgeführten Fallgruppen erfasst werden. Dazu gehören z.B. dem Individualverkehr dienende Grundstücke (Garagengrundstücke, Tankstellengrundstücke und Parkhäuser), der Gesundheitsvo...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum

Albrecht, Die neue Bewertung des Erbbaurechtes und des belasteten Grundstückes, DStR 1998, 147; Eisele, Abgrenzungs- und Einzelfragen zur Bedarfsbewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens, StW 1998, 20; Eisele, Die Aufteilung des Betriebswertes bei der Bedarfsbewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens, Information StW 1999, 519; Bruschke, Grundbesit...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Anwendungszeitpunkt der ImmoWertV

Rz. 60 In der Praxis ist zum Teil diskutiert worden, ob Sachverständigengutachten, mit denen der Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts für Bewertungsstichtage vor dem 1.7.2010 geführt werden soll, noch nach der bisher geltenden WertV oder bereits nach der ImmoWertV erfolgen müssen. M.E. müssten sich Sachverständigengutachten, die nach dem 1.7.2010 erstellt werden, nach de...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Übergangsphase angemessen berücksichtigen

Rz. 64 Im Übrigen kann es nach Inkrafttreten der ImmoWertV geboten sein, übergangsweise von den Regelungen der ImmoWertV abzuweichen. Dies betrifft beispielsweise die Anwendung des Sachwertverfahrens: Sofern auf der Grundlage der WertV Sachwertfaktoren ermittelt worden sind, die der nicht linearen Abschreibung entsprechen, kann es im Interesse eines zutreffenden Ergebnisses...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Richtlinie zur Ermittlung des Vergleichswerts und des Bodenwerts

Rz. 64.7 Mit der Richtlinie zur Ermittlung des Vergleichswerts und des Bodenwerts werden Hinweise für die Ermittlung des Vergleichswerts und des Bodenwerts nach den §§ 15 und 16 ImmoWertV gegeben. Ihre Anwendung soll die Ermittlung des Vergleichs- bzw. Verkehrswerts von bebauten Grundstücken bzw. des Bodenwerts bebauter und unbebauter Grundstücke nach einheitlichen und mark...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Richtlinie zur Ermittlung von Bodenrichtwerten

Rz. 64.2 Mit der Richtlinie zur Ermittlung von Bodenrichtwerten werden Hinweise für die Ermittlung der Bodenrichtwerte nach § 10 ImmoWertV gegeben. Ihre Anwendung soll die Ermittlung und Darstellung der Bodenrichtwerte nach einheitlichen und marktgerechten Grundsätzen und Verfahren sicherstellen. Rz. 64.3 Die Richtlinie wurde von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern des Bunde...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Sachliche Anforderungen an ein Gutachten

Rz. 65 Bislang hat sich innerhalb der Finanzverwaltung kein einheitlicher Kriterienkatalog entwickelt, nach dem Sachverständigengutachten gewürdigt werden. Dennoch hat sich in der Praxis gezeigt, dass sich die Würdigung der Sachverständigengutachten durch die Finanzverwaltung grundsätzlich an transparenten Anforderungen orientieren muss, die nachvollziehbar und nachstehend ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Lagerhäuser (Nr. 2)

Rz. 76 Unter den Begriff der Lagerhäuser i.S. des § 2 Abs. 1 Buchst. A Nr. 2 WertVO fallen sämtliche Gebäude, die zur kurz- oder längerfristigen Aufbewahrung von Gegenständen verwendet werden. Gemeinsam ist dabei allen Gebäuden, dass diese einem erwerbswirtschaftlichen Zweck dienen. Gebäude, die zwar zur Aufbewahrung von Gegenständen dienen, jedoch einem ausschließlich bzw....mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / f) Grundstücke des öffentlichen Verkehrs (Nr. 6)

Rz. 116 Als öffentlichen Verkehr bezeichnet man Mobilitäts- und Verkehrsdienstleistungen, die allgemein zugänglich sind. Dazu gehören insbesondere öffentliche Leistungen des Gütertransports, der Personenbeförderung durch spezielle (evtl. konzessionierte) Verkehrsunternehmen. Die Öffentlichkeit drückt sich in der allgemeinen Zugänglichkeit für jeden Nutzer in Form der Beförd...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / h) Geld- und Kreditinstitute (Nr. 8)

Rz. 136 Geld- und Kreditinstitute sind Unternehmen, die entgeltliche Dienstleistungen für den Zahlungs- und Kredit- und Kapitalverkehr anbieten. Dazu können Kreditvergaben, Verwaltung von Spareinlagen, Handel und Verwahrung von Wertpapieren etc. gehören. Im Anwendungsbereich der Nr. 8 können nur Grundstücke liegen, die unmittelbar dem Betrieb des Geld- und Kredinstituts dien...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Ermäßigung der Wertzahl bei stillliegenden Fabriken (§ 3 WertVO)

Rz. 191 Die Bestimmung des § 3 WertVO enthält Sonderregelungen für die Ermittlung der Wertzahl bei stillliegenden bzw. stillgelegte Fabriken. Der Umstand, dass eine Fabrik nicht nur vorübergehend stillliegt, wirkt sich im Allgemeinen wertmindernd auf den gemeinen Wert des Grundstücks aus. Deshalb wird nach § 3 WertVO die jeweilige nach § 2 Abs. 1 und § 4 WertVO für das Grun...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Plausibilität des Gutachtens

Rz. 72 Zwingende Voraussetzung für die Anerkennung eines Sachverständigengutachtens als Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts ist die Plausibilität des Gutachtens. Bei der Würdigung der Plausibilität wird sich die Finanzverwaltung insbesondere an den nachstehenden Kriterien orientieren. Rz. 73 Die Plausibilität setzt voraus, dass die Gedankengänge des Sachverständigen dok...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Kriterienkatalog zur Prüfung der Plausibilität eines Sachverständigengutachtens

Rz. 83 Ein allgemein innerhalb der Finanzverwaltung abgestimmter Kriterienkatalog, aus dem sich Anhaltspunkte zur Prüfung der Plausibilität von Sachverständigengutachten ergeben, existiert zwar nicht. Häufig orientiert sich die Praxis dennoch an Kriterien, die typischerweise bei der Anerkennung von Gutachten kritisch sein können. Rz. 84 Aus der nachstehenden Übersicht ergib...mehr

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Änderung von Steuerbescheiden wegen neuer Tatsachen

Leitsatz Das Finanzamt ist aufgrund nachträglich bekannt gewordener neuer Tatsachen zu einer Bescheidänderung nach § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO zu Lasten des Steuerpflichtigen berechtigt, sofern das nachträgliche Bekanntwerden nicht auf einer schwerwiegenden Ermittlungspflichtverletzung des Finanzamts beruht. Sachverhalt Im Streitfall waren die Steuerpflichtigen zu gleichen Teilen E...mehr

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Zerb 8/2015, Steuersparmode... / IV. Die Bewertung von Kulturgütern

Bewertung bedeutet, einem Wirtschaftsgut einen monetären Wert zuzuteilen. Zu diesem Zweck hat das Steuerrecht diverse Wertermittlungsmethoden entwickelt, welche Verfahrensschritte und Maßstäbe zur Bewertung vorgeben. Für die Bewertung von Kunstgegenständen fehlt es indes an entsprechenden Vorgaben. Gem. § 12 Abs. 1 ErbStG richtet sich die Bewertung von Kunstgegenständen nach ...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 1. Definition Familienstiftung (Satz 1)

Rz. 35 (1) 1Vermögen und Einkünfte . . . Vermögen. Die Widersprüche beginnen mit dem ersten in § 15 verwendeten Wort. Danach soll das Vermögen der Familienstiftung berechtigten Personen unter bestimmten Voraussetzungen zugerechnet werden. Es steht die Frage im Raum, welcher Sinn einer solchen Zurechnung zukommt. Die Zurechnung nach § 15 wirkt sich zurzeit nur auf die Ertrag...mehr

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Honorar-Brief für Steuerber... / 5 Kollegenecke: Gegenstandswert bei Schenkungsteuerberechnung

Frage: Es geht um eine Schenkungsteuerangelegenheit, bei der Anteile an einer GmbH auf meinen Mandanten übertragen werden (im Beispiel 5 %). Die Feststellungserklärung über das Betriebsvermögen wird mit einem Datev-Programm erstellt. Für die Abrechnung wird dann als Gegenstandswert von dem Programm 5 % vorgesehen (in dem Beispiel 500.000 EUR = 5 % von 10 Mio. EUR). Dies finde...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / I. Allgemeiner Wertmaßstab nach dem Bewertungsgesetz: Der gemeine Wert, § 9 BewG

Gemäß § 9 Abs. 1 BewG ist bei der Bewertung grundsätzlich, also soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, der gemeine Wert zugrunde zu legen. Dieser wird nach § 9 Abs. 2 S. 1 BewG durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Vor diesem Hintergrund geht die Rechtsprechung dav...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung von Gesellschaftsanteilen nach dem Bewertungsgesetz

1 Oberster Wertmaßstab jeglicher Bewertung für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist nach § 9 Abs. 1 BewG der gemeine Wert. Was hierunter – nach der Vorstellung bzw. dem Willen des Gesetzgebers – zu verstehen ist (oder sein soll), konkretisieren § 9 Abs. 2 und 3 BewG, für Gesellschaftsanteile darüber hinaus insbesondere §§ 11 und 97 BewG. Ob diese Normen tatsächlich...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / 2. Beurteilung der Bewertungsvorschriften (§§ 9 Abs. 2 und 3, 11, 109, 97 BewG) am Maßstab des § 9 Abs. 1 BewG

Eine den Ansprüchen des § 9 Abs. 1 (bzw. Abs. 2 S. 1) BewG genügende Ermittlung des gemeinen Werts ist durch die aktuellen gesetzlichen Regelungen sowie ihre Auslegung durch die Rechtsprechung nicht gewährleistet. Dies liegt zum einen daran, dass die § 9 Abs. 1 für Gesellschaftsanteile konkretisierenden §§ 11 und 97 BewG das hierzu erforderliche Instrumentarium nicht bereits...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / b) "Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse" – Qualifikationen nach § 9 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 BewG

Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse dürfen sich nach § 9 Abs. 2 Satz 2 BewG auf die Bewertung nicht auswirken. Ungewöhnliche Verhältnisse in diesem Sinne sind solche, mit denen im allgemeinen Geschäftsverkehr nicht gerechnet wird, und die im Zweifel auch nicht für die Allgemeinheit, also den Markt insgesamt, gelten. Persönliche Verhältnisse sind solche, die nicht das ...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / V. Geplante Gesetzesänderung – insbesondere Einfügung eines Satzes 4 in § 97 Abs. 1 b BewG

Derzeit beabsichtigt der Gesetzgeber, bestimmte von der Norm abweichende Ausstattungsmerkmale von Gesellschaftsanteilen in die Bewertung einzubeziehen. Hierzu soll § 97 Abs. 1 b BewG um einen weiteren Satz (Satz 4) ergänzt werden. Dieser soll folgenden Wortlaut haben: "Abweichend von Satz 1 sind bei der Wertermittlung des Anteils vorbehaltlich des § 9 Absatz 2 und 3 Regelunge...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / a) Allgemeine Definition nach § 9 Abs. 2 Satz 1 BewG

Gemäß § 9 Abs. 2 Satz 1 BewG wird der gemeine Wert durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Der Begriff "gewöhnlicher Geschäftsverkehr" bezeichnet dabei den sich nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen vollziehenden Handel, bei dem der Preis allein durch Angebot und Nachf...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / 2. Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, § 11 BewG

a) Ableitung aus Börsenkursen aa) Tatbestand Für eine bestimmte Art von Gesellschaftsanteilen, nämlich börsennotierte Aktien, ergibt sich die Art und Weise der Bewertung aus § 11 Abs. 1 BewG. Denn dieser regelt die Bewertung von Wertpapieren und Schuldbuchforderungen, die am Bewertungsstichtag (§ 11 ErbStG) an einer deutschen Börse zum Handel im Regulierten Markt zugelassen si...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / bb) Ausnahme: Paketzuschläge nach § 11 Abs. 3 BewG

(1) Ansatz dem Grunde nach Eine besondere Kategorie besonderer Umstände, die sich nach Auffassung des Gesetzgebers auf den gemeinen Wert einer Beteiligung auswirken können (ja sogar sollen), ist der Beteiligungsumfang. Hier geht es also nicht um die Ausgestaltung des einzelnen Gesellschaftsanteils, sondern allein um den Umfang der Beteiligung, also die Zahl der gehaltenen bzw...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / 1. Grundsätzliches

§ 11 BewG regelt die Bewertung von Wertpapieren und Anteilen. Im Zuge der jüngsten Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts haben sich gerade in diesem Bereich Änderungen ergeben, die entsprechend den Vorgaben des BVerfG stets – also auch dann, wenn tatsächliche Verkaufsvorgänge nicht feststellbar sind – darauf abzielen, den Verkehrswert als Bemessungsgrundlage der E...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / IV. Anforderungen an eine zutreffende Bestimmung des gemeinen Werts von Gesellschaftsanteilen

Oberster Wertmaßstab (auch für Gesellschaftsanteile) ist der gemeine Wert iSv § 9 Abs. 1 und Abs. 2 S.1 BewG. Dessen Definition wird durch die unvollständigen Vorgaben in § 97 BewG sowie durch die (angebliche) Fiktion des § 9 Abs. 3 BewG konterkariert. Vor diesem Hintergrund ist also der Gesetzgeber gefordert: Zum einen muss er § 97 Abs. 1 a und 1 b BewG so ergänzen, dass die...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / 1

Oberster Wertmaßstab jeglicher Bewertung für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist nach § 9 Abs. 1 BewG der gemeine Wert. Was hierunter – nach der Vorstellung bzw. dem Willen des Gesetzgebers – zu verstehen ist (oder sein soll), konkretisieren § 9 Abs. 2 und 3 BewG, für Gesellschaftsanteile darüber hinaus insbesondere §§ 11 und 97 BewG. Ob diese Normen tatsächlich zu...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / aa) Tatbestand

Für eine bestimmte Art von Gesellschaftsanteilen, nämlich börsennotierte Aktien, ergibt sich die Art und Weise der Bewertung aus § 11 Abs. 1 BewG. Denn dieser regelt die Bewertung von Wertpapieren und Schuldbuchforderungen, die am Bewertungsstichtag (§ 11 ErbStG) an einer deutschen Börse zum Handel im Regulierten Markt zugelassen sind. Wertpapiere in diesem Sinne sind Urkunde...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / dd) Substanzwert als Mindestwert

Soweit der Wert nach § 11 Abs. 2 S. 2 Hs 2 BewG ermittelt wird, definiert § 11 Abs. 2 S. 3 BewG den Substanzwert als Mindestwert. Beim Substanzwert handelt es sich um die Summe der gemeinen Werte der zum Betriebsvermögen gehörenden Wirtschaftsgüter und sonstigen aktiven Ansätze abzüglich der zum Betriebsvermögen gehörenden Schulden und sonstigen Abzüge. Nach der Gesetzesbegr...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / (1) Ansatz dem Grunde nach

Eine besondere Kategorie besonderer Umstände, die sich nach Auffassung des Gesetzgebers auf den gemeinen Wert einer Beteiligung auswirken können (ja sogar sollen), ist der Beteiligungsumfang. Hier geht es also nicht um die Ausgestaltung des einzelnen Gesellschaftsanteils, sondern allein um den Umfang der Beteiligung, also die Zahl der gehaltenen bzw. übertragungsgegenständli...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / b) Ableitung aus Verkäufen

Soweit (und auch nur wenn) eine Bewertung nach § 11 Abs. 1 BewG – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich ist, kommt § 11 Abs. 2 BewG zum Tragen, insbesondere also bei nichtnotierten Anteilen. Nach § 11 Abs. 2 S. 2 Hs. 1 BewG erfolgt die Ableitung des gemeinen Werts primär aus innerhalb eines Jahres vor dem Stichtag – unter fremden Dritten – erzielten Verkaufspreisen ...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / a) Grundsätzliches

Personengesellschaften sind nicht börsennotiert. Mithin scheidet eine Bewertung anhand von Kursen von vornherein aus. Vor diesem Hintergrund und um eine rechtsformneutrale Bewertung zu gewährleisten, verweist § 109 Abs. 2 S. 2 BewG für die Ermittlung des gemeinen Werts der in § 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG genannten gewerblichen bzw. gewerblich geprägten Personengesellschaften auf §...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / c) Umfang des Betriebsvermögens – Sonderbetriebsvermögen

Außer den Wirtschaftsgütern des Gesamthandsvermögens, gehören zum Betriebsvermögen der Personengesellschaft gemäß § 97 Abs. 1 Nr. 5 S. 2 BewG auch die Wirtschaftsgüter des Sonderbetriebsvermögens. Dieses umfasst auch die mit etwa vorhandenen Aktiva in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Schulden. Da gemäß § 97 Abs. 1 Nr. 5 S. 2 letzter Halbsatz BewG diese Zurechnung alle...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / aa) Grundsatz: (bloße) Verteilung des Unternehmenswerts auf die Gesellschafter

§ 97 Abs. 1 a und 1 b BewG sehen stets einen einheitlichen, individuelle gesellschaftsvertragliche Besonderheiten nicht berücksichtigenden Aufteilungsschlüssel vor. Weder können bei Kapitalgesellschaften vom Nennkapitalverhältnis abweichende Gewinnverteilungsabreden in die Anteilsbewertung einfließen, noch ist es bei Personengesellschaften möglich, etwa dem Gewinnverteilungs...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / aa) Anteilswert vs. Unternehmenswert

In allen Fällen, in denen eine Ermittlung des Werts von Anteilen an Kapitalgesellschaften nicht anhand von Börsenkursen oder Verkaufspreisen iSv § 11 Abs. 2 S. 2 Hs. 1 BewG erfolgen kann, ist der Wert zu schätzen (§ 11 Abs. 2 S. 2 Hs. 2 BewG), und zwar unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft oder nach einer anderen anerkannten, im gewöhnlichen Ge...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / cc) Methodenauswahl

Gem. § 11 Abs. 2 S. 2 letzter Hs. BewG ist der Wert (zwingend) unter Anwendung derjenigen Methode zu bestimmen, die auch ein gedachter Erwerber der Bemessung des Kaufpreises zugrunde legen würde. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass weder willkürlich eine andere, zu höheren Werten führende, Bewertungsmethode vorgegeben noch ein Mittelwert aus verschiedenen Bewertungsmet...mehr

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Zerb 7/2015, Anmerkungen zu... / aa) Wertgrenzen

Die Mängel des vereinfachten Ertragswertverfahrens schlagen auf die Wertgrenzen des Entwurfs durch. Der vorliegende Beitrag muss sich insoweit auf den deutlich überhöhten Kapitalisierungsfaktor für das Jahr 2015 beschränken. Nach § 203 Abs. 3 BewG ist der Kapitalisierungsfaktor der Kehrwert des Kapitalisierungszinssatzes. Der Kapitalisierungszinssatz setzt sich nach § 203 Ab...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / a) Allgemeines

Die Art und Weise der Aufteilung des jeweiligen Unternehmenswerts (ermittelt nach den Vorgaben des § 11 Abs. 2 S. 2 und 3 BewG) auf die einzelnen Gesellschafter ist in § 97 Abs. 1 BewG geregelt, und zwar in Abs. 1 a für Personengesellschaften und in Abs. 1 b für Kapitalgesellschaften. Sowohl § 97 Abs. 1 a als auch Abs. 1 b BewG tragen dabei der im Regelfall an sog. Gesamtbewe...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / bb) Berücksichtigung des Sonderbetriebsvermögens

Zusätzlich zur auf den jeweiligen Gesellschafter entfallenden Beteiligung am Gesamthandsvermögen, umfasst sein Mitunternehmeranteil die Wirtschaftsgüter und Schulden des Sonderbetriebsvermögens. Diese werden gemäß § 97 Abs. 1 a Nr. 2 BewG mit ihrem jeweiligen gemeinen Wert angesetzt. Diese Vorgehenswiese drängt die Frage auf, ob nicht das Sonderbetriebsvermögen bzw. sein Wert...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / (1) Sichtweise der Rechtsprechung und Literatur-Ansichten

Als ungewöhnliche Umstände werden insbesondere Preiskonzessionen/Vorzugspreise und von der Norm abweichende Zahlungsbedingungen angesehen. Allerdings liegt nicht jeder Sondereinfluss außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs. So sind z. B. Preiserhöhungen, die auf dem besonderen Interesse eines Unternehmens am Eintritt in einen bestimmten Markt beruhen, nicht als ungewöhnl...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / b) Aufteilung bei Kapitalgesellschaften

Gemäß § 97 Abs. 1 b BewG erfolgt die Aufteilung des gemeinen Werts der in § 97 Abs. 1 Nr. 1 BewG genannten Kapitalgesellschaften auf deren Gesellschafter nach dem Verhältnis des übergegangenen bzw. übertragenen Anteils am Nennkapital (Grund- oder Stammkapital ohne Aufgeld) der Gesellschaft zum insgesamt vorhandenen Nennkapital. Ob dieses vollständig eingezahlt ist oder nicht...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / (2) Erwägungen von Daragan

Nach Ansicht von Daragan knüpfen die von Rechtsprechung und Literatur favorisierten Abgrenzungskriterien zur Unterscheidung zwischen sachlichen und persönlichen Verfügungsbeschränkungen falsch an. Er ist der Meinung, Verfügungsbeschränkungen seien allein nach ihren jeweiligen Wirkungen zu beurteilen. Auf die Frage, wie die Verfügungsbeschränkung zustande gekommen ist, komme ...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / (1) Grundsatz: Stichtagskurs

Die im Regulierten Markt bzw. im Freiverkehr gehandelten Aktien werden zwingend mit dem niedrigsten für sie am Stichtag notierten Kurs bewertet. Bei variablen Kursnotierungen kommt es auf die niedrigste am jeweiligen Tag festzustellende variable Notierung nicht nur an einer, sondern an allen in Betracht kommenden inländischen Börsen an. Die Finanzverwaltung hat zwar diesbezüg...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / (3) Ausnahme: Abweichung vom Stichtagskurs

§ 11 Abs. 1 BewG bildet eine typisierende Konkretisierung des in § 9 Abs. 2 BewG definierten gemeinen Werts. Ein vom jeweiligen Kurswert abweichender Wertansatz kann daher nur in äußerst engen Grenzen infrage kommen. Allein das Vorliegen spekulativer Einflüsse, die evtl. zu einem überhöhten Stichtagskurs geführt haben mögen, rechtfertigt jedenfalls keine Abweichung. Denn die...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / bb) Schätzung unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten oder nach anderen Methoden

Im Rahmen der Unternehmensbewertung sind sämtliche Faktoren, die – aus der Perspektive des Stichtages – den Wert des Unternehmens bestimmen, zu berücksichtigen. Das schließt ggf. auch den Tod des Unternehmers mit ein. Die Formulierung "unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten" zielt nach der Vorstellung des Gesetzgebers in erster Linie auf die Ertragswertmethode ab. Diese...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / c) Aufteilung bei Personengesellschaften

Bei der Aufteilung des nach § 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG bestimmten Werts des Betriebsvermögens ist – wie bei der Bewertung selbst – auf die Unterscheidung von Gesamthandsvermögen der Gesellschaft einerseits und dem zivilrechtlich den Gesellschaftern gehörenden Sonderbetriebsvermögen andererseits zu achten. Das berücksichtigt § 97 Abs. 1 a BewG wie folgt: aa) Aufteilung des Gesamth...mehr

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Zerb 7/2015, Erwerbe durch ... / 4. Bewertung

Die Wertermittlung der Bereicherung richtet sich nach den Vorschriften der §§ 10 iVm §§ 11, 9 ErbStG und die Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände nach § 12 ErbStG iVm §§ 9, 11 ff, 109, 158 ff, 176 ff und 199 ff BewG, beim Betriebsvermögen ist auch noch das Ertragsteuerrecht heranzuziehen (§ 95 BewG). In der Praxis ist von Bedeutung, dass es sich um eine Stichtagsbewer...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / (2) Hilfsweise letzter Kurs binnen 30 Tagen vor dem Stichtag

Kann am Bewertungsstichtag keine Kursnotierung im Regulierten Markt festgestellt werden, orientiert sich die Bewertung nach § 11 Abs. 1 S. 2 BewG an der letzten Kursnotierung der Aktie innerhalb von 30 Kalendertagen vor dem Stichtag. Maßgeblich sind auch insoweit primär die im Regulierten Markt notierten, hilfsweise – auch wenn dies aus dem Gesetz so nicht unmittelbar abgele...mehr