Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Abbauland (Abs. 4)

Rz. 221 Abbauland gehört zum Wirtschaftsteil des Betriebs der Land- und Forstwirtschaft (§ 160 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a BewG). Zum Abbauland gehören die Betriebsflächen, die durch Abbau der Bodensubstanz überwiegend für den Betrieb der Land- und Forstwirtschaft nutzbar gemacht werden. Die abgebaute Bodensubstanz muss danach überwiegend, d.h. zu mehr als der Hälfte, im Betrieb...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / D. Ansatz eines niedrigeren gemeinen Werts

Rz. 41 Hinsichtlich des Verkehrswertnachweises gilt, dass für die wirtschaftliche Einheit des Grund und Bodens mit fremdem Gebäude und für die wirtschaftliche Einheit des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden nach § 138 Abs. 4 BewG jeweils ein nachgewiesener niedrigerer gemeiner Wert angesetzt werden kann. Der Verkehrswertnachweis für den Gesamtwert ist nicht möglich. Hinsich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertungsverfahren (Abs. 2)

Rz. 49 Das belastete Grundstück ist – unabhängig von der Grundstücksart – mit dem Wert anzusetzen, der sich ergeben würde, wenn das Grundstück unbebaut wäre, d.h. das belastete Grundstück ist wie ein unbebautes Grundstück mit dem gemeinen Wert im Hauptfeststellungszeitpunkt zu bewerten (vgl. dazu die Kommentierung zu § 72 BewG). Rz. 50 Bei der Bewertung des belasteten Grund...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Entstehung und Umfang der wirtschaftlichen Einheit

Rz. 139 Der Umfang der wirtschaftlichen Einheit des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden und korrespondierend dazu des belasteten Grundstücks bestimmt sich analog zu den Ausführungen des § 148a BewG. Auch hinsichtlich der Entstehung des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden ergeben sich keine Änderungen. Insoweit wird auf die Erläuterungen zu § 148a BewG (vgl. Anm. 32–35) ve...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Verteilung von Gebäudewert und Wert des Grund und Bodens

Rz. 52 Der Wert des Grund und Bodens ist nach § 148 Abs. 2 BewG ohne Ausnahme der wirtschaftlichen Einheit des belasteten Grundstücks zuzurechnen. Der Gebäudewert ist ggf. differenziert zu verteilen. Er entfällt nach § 148 Abs. 3 Satz 1 BewG in voller Höhe auf die wirtschaftliche Einheit des Erbbaurechts, wenn eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllt ist: Die Restlau...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Gebäude auf Dauerkleingartenland oder Kleingartenland

Rz. 73 Das Finanzministerium Niedersachsen hat mit Erlass vom 11.7.1968 zur "Vermögensart des Grund und Bodens, wenn auf Dauerkleingartenland oder Kleingartenland Gebäude errichtet sind" folgende Regelung getroffen: Es ist angefragt worden, welcher Vermögensart der Grund und Boden zuzurechnen ist, wenn Gebäude auf Dauerkleingartenland oder Kleingartenland errichtet worden si...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Betrieb der Land- und Forstwirtschaft (Abs. 1)

Rz. 14 § 160 Abs. 1 BewG definiert allgemein den Umfang des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes und orientiert sich dabei an den Besonderheiten der Land- und Forstwirtschaft. Die Vorschrift stellt klar, dass neben dem Wirtschaftsteil auch die Betriebswohnungen und der Wohnteil Bestandteil des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes sind. Rz. 15 Generell orientiert s...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Unbebaute Grundstücke in Erbbaurechtsfällen

Rz. 34 Sofern der Erbbauberechtigte das Erbbaurecht noch nicht ausgeübt hat und das belastete Grundstück somit noch nicht mit einem benutzbaren Gebäude bebaut ist, erfolgt die Ermittlung des Gesamtwerts nach § 145 Abs. 3 BewG. Danach bestimmt sich der Wert nach der Fläche des unbebauten Grundstücks und dem um 20 % ermäßigten Bodenrichtwert i.S. des § 196 BauGB. Der sich für...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Zurechnung der Außenanlagen (Abs. 1 Satz 2)

Rz. 39 Außenanlagen, auf die sich das wirtschaftliche Eigentum am Gebäude erstreckt, sind gemäß § 94 Abs. 1 Satz 2 BewG in die wirtschaftliche Einheit des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden einzubeziehen. Diese Voraussetzung ist bei Außenanlagen, die der wirtschaftliche Eigentümer des Gebäudes geschaffen hat, in der Regel gegeben. Rz. 40 Hat der Eigentümer des belasteten ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Sonderfall: Tiefgarage unter fremdem Grund und Boden

Rz. 52 Ist eine Tiefgarage auf Grund einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit oder eines obligatorischen Rechts auf einem fremden Grundstück errichtet worden, handelt es sich um ein Gebäude unter fremdem Grund und Boden. Gleichwohl ist sie wie ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden zu bewerten (§ 70 Abs. 3 BewG in Verbindung mit § 94 BewG). Danach bilden das belastete...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Feststellung des Grundstückswerts für das erbbaurechtsbelastete Grundstück

Rz. 72 Der sich aus den jährlich zu zahlenden Erbbauzinsen und dem Vervielfältiger von 18,6 ergebende Grundstückswert ist auf volle 500 EUR bzw. 1 000 DM nach unten abzurunden (§ 139 BewG). Er ist gegenüber dem Erwerber des erbbaurechtsbelasteten Grundstücks festzustellen. Rz. 73 Die Bewertung unter Ansatz der jährlich zu zahlenden Erbbauzinsen gilt für alle Grundstücke, an ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VII. Bewertung des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden

Rz. 147 Das Gebäude auf fremdem Grund und Boden ist nach § 148 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 Satz 2 BewG (bis 2006) mit dem Gesamtwert aus dem Grund und Boden und dem Gebäude, gekürzt um das 18,6fache des im Besteuerungszeitpunkt zu zahlenden jährlichen Pachtzinses zu bewerten. Rz. 148 Der Gesamtwert ist bei bebauten Grundstücken entweder nach dem Ertragswertverfahren nach § 146 Bew...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / H. Ansatz eines niedrigeren gemeinen Werts

I. Gesetzeslage Rz. 151 Der Nachweis eines niedrigeren Verkehrswertes ist im Gesetz sowohl für die wirtschaftliche Einheit des Erbbaurechts als auch für die wirtschaftliche Einheit des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden nicht vorgesehen. Rz. 152 Dies schließt jedoch nicht aus, dass bei der Wertermittlung des Erbbaurechts und des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden im Rahm...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum

Hartmann, Wohnungs- und Teileigentum in den neuen Bundesländern, NWB Fach 9, 2755; Teß, DStR 1990, 374 ff.; Mannek, Einheitsbewertung des Grundbesitzes im Beitrittsgebiet, Inf. 1990, 561.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Tatbestand

I. Zu § 131 Abs. 1 BewG Rz. 5 Zur Abgrenzung von Wohnungs- und Teileigentum kann auf die Kommentierung in § 93 BewG Anm. 1 bis 5.3 verwiesen werden. Rz. 6 Zur Ermittlung der Grundstückshauptgruppen für die Artfeststellung kann auf § 93 BewG Anm. 7 bis 12 verwiesen werden. Allerdings spricht § 93 BewG von Grundstücksarten, § 131 dagegen von Grundstückshauptgruppen. Rz. 7–9 Ei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / A. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift

I. Einheitsbewertung zum 1.1.1964 Rz. 1 Bei Grundstücken, die mit einem Erbbaurecht belastet sind, bilden das Erbbaurecht und das belastete Grundstück zwei selbstständige wirtschaftliche Einheiten, für die jeweils ein eigener Einheitswert festgestellt wird. Ausgangsgröße für die Einheitsbewertung ist in beiden Fällen der Gesamtwert für den Grund und Boden und das aufstehende...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Richtlinie:

R B 160.1 bis R B 160.22 ErbStR 2011 und H B 160.1 bis H B 160.22 (6) ErbStH 2011.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum

Teß, DStR 1991, 374; Christoffel/Weinmann, Erbschaft, Schenkung, Immobilien und das Finanzamt, 3. Aufl.1997; Zimmermann/Heller/Krontaler, Bewertung und Besteuerung des Grundbesitzes, 1. Aufl. 1997.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 7. Keine Zahlung von Erbbauzinsen vereinbart

Rz. 58 Nach § 1 ErbbauVO müssen folgende Voraussetzungen mindestens erfüllt sein, damit ein Erbbaurecht wirksam entstehen kann: Das Erbbaurecht darf nur die bauliche Nutzung eines fremden Grundstücks zum Inhalt haben. Es darf nur für bestimmte natürliche oder juristische Personen bestellt werden. Die Art des Bauwerks ist zu konkretisieren. Die Beschränkung des Erbbaurechts auf ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / XII. Kein Abschlag bei ungewissem Abbruch (Abs. 3 Satz 3 Halbs. 2)

Rz. 97 In der Praxis weisen Überlassungsverträge oft Klauseln auf, nach denen zum einen das Gebäude auf fremdem Grund und Boden zum Ende der Miet- bzw. Pachtzeit grds. abzureißen ist, zum anderen sich die Miet- bzw. Pachtzeit allerdings auch immer wieder verlängern kann. In diesen Fällen lässt sich am Feststellungszeitpunkt noch nicht absehen, ob der Eigentümer des Grund un...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / X. Der Wohnteil (Abs. 9)

Rz. 253 Gebäude oder Gebäudeteile, die dem Inhaber eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft und den zu seinem Haushalt gehörenden Familienangehörigen zu Wohnzwecken dienen, sind dem Wohnteil zuzurechnen, wenn der Betriebsinhaber oder mindestens einer der zu seinem Haushalt gehörenden Familienangehörigen durch eine mehr als nur gelegentliche Tätigkeit in dem Betrieb an i...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / E. Erbbauzinsanspruch und -verpflichtung

Rz. 100 Das Recht auf den Erbbauzins ist weder als Bestandteil des Grundstücks noch als gesonderter Anspruch bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs anzusetzen (§ 148 Abs. 1 Satz 3 BewG [bis 2006]). Folglich kann auch die Verpflichtung zur Zahlung des Erbbauzinses weder bei der Bewertung des Erbbaurechts noch als gesonderte Verbindlichkeit in Form von Erblasserschu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Ersatzanspruch

Rz. 127 Unverändert gilt, dass ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden vorliegt, wenn dem Nutzungsberechtigten für den Fall der Nutzungsbeendigung gegenüber dem Eigentümer des Grund und Bodens ein vertraglicher oder gesetzlicher Anspruch auf Ersatz des Verkehrswerts des Gebäudes zusteht. Die Erläuterungen zu § 148a BewG können insoweit zugrundegelegt werden (vgl. Anm. 22–31...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Übrige land- und forstwirtschaftliche Nutzungen

Rz. 113 Die übrigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen sind in § 175 BewG aufgeführt. Danach gehören insbesondere unter diese Nutzungen....mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Wanderschäferei

Rz. 128 Unter dem Begriff der Wanderschäferei ist eine extensive Form der Schafhaltung zu verstehen, die durch die Haltungsform der Großherde und ständigen Standortwechsel gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zu intensiven Formen der Schafhaltung werden von Wanderschäfereien überwiegend fremde Flächen durch vorübergehende Beweidung genutzt. Wenn die Schafhaltung jedoch überwieg...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Im Besteuerungszeitpunkt maßgebender Erbbauzins

Rz. 47 Für die Bewertung des erbbaurechtsbelasteten Grundstücks kommt es auf den im Besteuerungszeitpunkt zu zahlenden Erbbauzins, umgerechnet auf einen Jahresbetrag, an (§ 148 Abs. 1 Satz 1 BewG [bis 2006]). Die im Besteuerungszeitpunkt zu zahlenden Erbbauzinsen sind somit auf einen Jahresbetrag umzurechnen. Steht im Besteuerungszeitpunkt bereits fest, dass sich die Höhe d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Wirtschaftliches Eigentum

Rz. 18 In R 185 Abs. 2 bis 4 ErbStR 1999 wurde – anders als mit R B 185 Abs. 2 ErbStR 2003 (vgl. Anm. 22) – noch ausgeführt, dass nur dann ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden vorliegt, wenn daran wirtschaftliches Eigentum besteht. Wirtschaftliches Eigentums liegt danach vor, wenn ein anderer als der Eigentümer die tatsächliche Herrschaft über ein Wirtschaftsgut in der W...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IX. Betriebswohnung (Abs. 8)

Rz. 245 Nach § 160 Abs. 8 BewG handelt es sich bei Betriebswohnungen um Wohnungen, die einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zu dienen bestimmt sind, aber nicht zum Wohnteil rechnen. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um Gebäude oder Gebäudeteile des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes, die dessen Arbeitnehmern und deren Familienangehörigen zu Wohnzwe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Verbleibender Wert

Rz. 93 Der Saldo aus dem Gesamtwert abzüglich der kapitalisierten Erbbauzinsen ergibt nach Abrundung den Grundstückswert für das Erbbaurecht. I.d.R. ist dieser Saldo positiv, so dass eine Abrundung auf volle 500 EUR nach unten vorzunehmen ist und das, was danach verbleibt, als Grundstückswert festgestellt wird. Es sind aber auch Fälle denkbar, in denen die Kürzung um den ka...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Umfang der forstwirtschaftlichen Nutzung

Rz. 65 Zur forstwirtschaftlichen Nutzung gehören nach R B 160.3 Abs. 1 ErbStR 2011 alle Wirtschaftsgüter, die der Erzeugung und Gewinnung von Rohholz dienen. Dazu rechnen vor allem der forstwirtschaftlich genutzte Boden, die so genannte Holzbodenfläche einschließlich der Wirtschaftswege, Schneisen und Schutzstreifen, wenn ihre Breite 5 m nicht übersteigt, sowie die vorüberg...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterungen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Einheitsbewertung im Beitrittsgebiet zum 1.1.1935

Rz. 3 Im Beitrittsgebiet wird für das Erbbaurecht und für das erbbaurechtsbelastete Grundstück nur ein Einheitswert festgestellt (wegen der Bedenken hiergegen vgl. § 92 BewG Anm. 1). Dieser Einheitswert umfasst als Gesamtwert den Grund und Boden und das Gebäude, wobei die Belastung mit dem Erbbaurecht zunächst nicht berücksichtigt wird (§ 46 Abs. 1 RBewDV). Der Gesamtwert i...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / h) Besamungsstation

Rz. 152 Eine Besamungsstation dient der Vatertierhaltung zur Gewinnung von Sperma für die künstliche Besamung. Zur Besamungsstation gehört auch der Embryotransfer bei landwirtschaftlichen Nutztieren, soweit damit eine landwirtschaftliche Tierhaltung verbunden ist. Eine Besamungsstation bildet nur dann einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, wenn der nach dem Futterbeda...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Geringstland (Abs. 5)

Rz. 226 Das Geringstland gehört ebenso wie das Abbauland zum Wirtschaftsteil eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft (§ 160 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b BewG). Eine Begriffsbestimmung enthält die Vorschrift nicht. Rz. 227 Nach R B 160.20 ErbStR 2011 sind Geringstland unkultivierte, jedoch kulturfähige Flächen, deren Ertragsfähigkeit so gering ist, dass sie in ihrem derzeitig...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / D. Bewertung des Erbbaurechts

Rz. 80 Für die Ermittlung des Erbbaurechts werden zwei Ausgangsgrößen benötigt. Zunächst ist der Gesamtwert zu ermitteln, der sich bei einer Bewertung ohne Berücksichtigung der Belastung durch das Erbbaurecht ergibt. Von diesem Gesamtwert ist das 18,6fache der zu zahlenden jährlichen Erbbauzinsen abzuziehen (§ 148 Abs. 1 Satz 2 BewG [bis 2006]). Der Saldo ergibt nach Abrund...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Gebäude als Scheinbestandteil

Rz. 16 Handelt es sich bei einem Gebäude, das nicht von dem Grundstückseigentümer errichtet worden ist, um einen Scheinbestandteil, ist für den Grund und Boden und das Gebäude im Bedarfsfall eine Bewertung nach § 148a BewG durchzuführen. Die Voraussetzungen für das Vorliegen eines Scheinbestandteils bestimmen sich ausschließlich nach dem Zivilrecht. Nach § 95 Abs. 1 Satz 1 ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Begriff des belasteten Grundstücks (Grund und Boden)

Rz. 34 Ein mit einem fremden Gebäude bebautes (belastetes) Grundstück liegt vor, wenn der Eigentümer des Grund und Bodens einem anderen das Nutzungsrecht zur Errichtung eines Gebäudes auf dem Grund und Boden eingeräumt hat, dieser darauf ein Gebäude errichtet hat und ihm das Gebäude zuzurechnen ist. Rz. 35 Die wirtschaftliche Einheit des belasteten Grundstücks (Grund und Bo...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / G. Bewertung von Gebäuden auf fremdem Grund und Boden

Rz. 111 Befindet sich auf dem Grundstück ein Gebäude, das zivilrechtlich oder wirtschaftlich nicht dem Grundstückseigentümer zuzurechnen ist, wird im Bedarfsfall für das Grundstück oder für das Gebäude ein Grundstückswert festgestellt. Die Bewertung richtet sich hier nach den Grundsätzen, die für Grundstücke bei Bestellung eines Erbbaurechts gelten (§ 148 Abs. 2 BewG [bis 2...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Grundfall

Rz. 27 Das belastete Grundstück (Grund und Boden) und das Gebäude auf fremdem Grund und Boden bilden zwei wirtschaftliche Einheiten des Grundvermögens. Für jede der beiden wirtschaftlichen Einheiten wird ein Einheitswert festgestellt. Dabei wird nach § 94 Abs. 1 Satz 1 BewG die wirtschaftliche Einheit des belasteten Grundstücks dem Eigentümer des Grund und Bodens und die wi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Nebenbetriebe

Rz. 163 Ein Nebenbetrieb der Land- und Forstwirtschaft liegt vor, wenn überwiegend im eigenen Hauptbetrieb erzeugte Rohstoffe be- oder verarbeitet werden und die dabei gewonnenen Erzeugnisse überwiegend für den Verkauf bestimmt sind oder ein Land- und Forstwirt Umsätze aus der Übernahme von Rohstoffen (z.B. organische Abfälle) erzielt, diese be- oder verarbeitet und die dab...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Landwirtschaftliche Nutzung

Rz. 29 Unter Landwirtschaft in weiterem Sinne ist die Bearbeitung und Ausnutzung des Grund und Bodens zur Gewinnung pflanzlicher Erzeugnisse, deren unmittelbare Verwertung durch den Verkauf oder Selbstverbrauch sowie ihre mittelbare Verwertung zur Zucht und Haltung von Vieh zu verstehen. Die landwirtschaftliche Nutzung umfasst neben den Betriebsformen Ackerbau, Futterbau un...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Ersatzanspruch

Rz. 22 Grundsätzlich gehören die fest mit dem Grund und Boden verbundenen Gebäude und sonstigen baulichen Anlagen sowie der Aufwuchs als wesentliche Bestandteile (§§ 93, 94 BGB) zum Grundstück. Grund und Boden sowie die damit fest verbundenen Gebäude und baulichen Anlagen bilden zivilrechtlich also eine sachliche und rechtliche Einheit, so dass diese grundsätzlich keine unt...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Tierzucht- und Tierhaltungsbetriebe

Rz. 200 Wegen der Abgrenzung der Tierzucht- und Tierhaltungsbetriebe als Betriebe der Land- und Forstwirtschaft oder als Gewerbebetriebe wird im Wesentlichen auf die Erläuterungen zu § 51 BewG verwiesen. Dort ist auch ausgeführt, dass eine Abgrenzung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens zum Betriebsvermögen nur bei solchen Tierbeständen in Betracht kommt, die nicht...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VIII. Stückländereien (Abs. 7)

Rz. 235 Stückländereien bilden eine selbständige wirtschaftliche Einheit und damit einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, wobei mehrere Stückländereien in der Hand eines Eigentümers zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst werden können. Eine Stückländerei liegt vor, wenn es sich um eine einzelne Fläche handelt, die land- und forstwirtschaftlich genutzt wird ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Fremder Grund und Boden

Rz. 20 Die zweite Voraussetzung für die Anwendung des § 94 BewG ist, dass das Gebäude einem anderen zuzurechnen ist als demjenigen, dem der Grund und Boden zuzurechnen ist. Dieser Fall ist aufgrund bürgerlichen Rechts gegeben, wenn ein anderer als der bürgerlich-rechtliche Eigentümer des Grund und Bodens das Gebäude zu einem vorübergehenden Zweck (z.B. für die Pachtdauer) o...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Gemüsebau

Rz. 88 Zum Gemüsebau zählen Flächen, auf denen Kopfkohl, Pflückerbsen und Pflückbohnen in gärtnerischer Kultur angebaut werden. Soweit es sich dagegen um den Anbau von Kopfkohl, Pflückerbsen und Pflückbohnen im Rahmen der landwirtschaftlichen Fruchtfolge sowie um Obstbau der extensiven Anbauform handelt, scheiden diese Nutzungen bei der gärtnerischen aus und sind der landwi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Obstbau

Rz. 103 Zum Nutzungsteil Obstbau gehören die obstbaulich genutzten Flächen, insbesondere des Baumobstes, des Strauchbeerenobstes und der Erdbeeren, einschließlich derjenigen Flächenanteile, die den Pflanzenbeständen nicht unmittelbar als Standraum dienen, wie Zwischenflächen und Vorgewende. Extensiver Obstbau ist hingegen der landwirtschaftlichen Nutzung zuzuordnen (s. dazu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Verteilung von Gebäudewert und Wert des Grund und Bodens auf die wirtschaftlichen Einheiten des Erbbaurechts und des belasteten Grundstücks

Rz. 51 Ist die Ermittlung des Gesamtwerts ohne Berücksichtigung der Belastung durch das Erbbaurecht erfolgt und wurde dieser Wert in den Gebäudewert und den Wert des Grund und Bodens aufgeteilt, so müssen diese auf die wirtschaftlichen Einheiten des Erbbaurechts und des belasteten Grundstücks verteilt werden. 1. Verteilung von Gebäudewert und Wert des Grund und Bodens Rz. 52...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Begriff des belasteten Grundstücks

Rz. 28 Das Grundstück, an dem das Erbbaurecht bestellt ist, wird als belastetes Grundstück bezeichnet. Trotz Bestellung mit dem Erbbaurecht bleibt das belastete Grundstück zivilrechtlich weiterhin als solches bestehen. Bewertungsrechtlich wird hierfür ein Grundstückswert ermittelt (vgl. Anm. 7).mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / e) Pilzanbau

Rz. 139 Gegenstand der Bewertung ist der Anbau von Speisepilzen. Als Speisepilze gelten dabei die Fruchtkörper verschiedener Pilzarten, die genießbar und wohlschmeckend sind. Zum Pilzanbau gehören alle Wirtschaftsgüter, die der Erzeugung von Speisepilzen dienen, insbesondere die Wirtschaftsgebäude mit den Beetflächen, Pasteurisierungs-, Anwachs- und Anspinnräumen sowie Kons...mehr