Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Ableitung der Ertragswerte

Rz. 152 Bei der Ermittlung der Grundlagen für die gesetzlichen Ertragswerte der weinbaulichen Nutzung hat die Weinbauabteilung des Bewertungsbeirats (vgl. § 64 Abs. 1 Nr. 3 BewG) in erheblichem Umfang mitgewirkt. Auf Unterlagen aus der Agrarstatistik konnte in diesem Bereich nicht zurückgegriffen werden. Rz. 153 Hier muss jedoch festgehalten werden, dass als Folge der stark...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Die Ermittlung des Betriebswertes

Rz. 44 Die Ermittlung des Betriebswertes erfolgt in einem vereinfachten Verfahren und unter Berücksichtigung von standardisierten Werten. Diese Werte wurden allgemein für die wichtigsten Nutzungen und Nutzungsteile ermittelt. Dabei sind die im § 142 Abs. 1 Satz 1 BewG angeführten Vorschriften (s. Anm. 36) für die Feststellung von Einheitswerten sinngemäß anzuwenden, wobei w...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Weihnachtsbaumkultur

Rz. 226 Zum Nutzungsteil Weihnachtsbaumkultur gehören alle Wirtschaftsgüter, die dem Anbau von Weihnachtsbäumen dienen. Die Fläche des Nutzungsteils Weihnachtsbaumkultur umfasst die dem Anbau von Weihnachtsbäumen dienenden Flächen einschließlich der zur Weihnachtsbaumkultur gehörenden Lagerplätze und Fahrschneisen. Dienen Flächen der Jungpflanzenanzucht zu mehr als zwei Dri...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Bewertungsstichtag

Rz. 48 Stichtag für die Ermittlung des Bedarfswertes ist jeweils der Zeitpunkt, der für die Entstehung der Erbschaft- oder Schenkungsteuer oder der Grunderwerbsteuer maßgebend ist. Folglich sind die zu diesem Stichtag vorliegenden Umstände (Flächengröße, Umfang und Zustand der Bebauung, stehende Betriebsmittel, Eigentums- und Pachtverhältnisse) grundsätzlich maßgebend für d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / h) Besamungsstationen

Rz. 255 Eine Besamungsstation dient der Vatertierhaltung zur Gewinnung von Sperma für die künstliche Besamung. Zur Besamungsstation gehört auch der Embryotransfer bei landwirtschaftlichen Nutztieren, soweit damit eine landwirtschaftliche Tierhaltung verbunden ist. Eine Besamungsstation bildet jedoch nur dann einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, wenn der nach dem Fut...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertungsverfahren

Rz. 157 Auch bei der weinbaulichen Nutzung kann auf die bei der Einheitsbewertung zum 1.1.1964 bewährte Beschreibung und Abgrenzung zurückgegriffen werden. Im Vergleich zur Einheitsbewertung ist jedoch das Verfahren für die Bedarfsbewertung erheblich vereinfacht worden. Die bei den Einheitswerten vorgesehene Bewertung von einzelnen Lagen wurde in § 142 Abs. 2 Nr. 3 BewG nic...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum

Eisele, Abgrenzungs- und Einzelfragen zur Bedarfsbewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens, StW 1998, 20; Eisele, Die Aufteilung des Betriebswertes bei der Bedarfsbewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens, Information StW 1999, 519; Eisele, Bedarfsbewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens: Die Aufteilung des Betriebswertes nach §§ 48...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Baumschulen

Rz. 198 Zum Nutzungsteil Baumschulen gehören Freilandflächen sowie Flächen unter Glas und Kunststoffen, die dem Anbau von Baumschulerzeugnissen dienen. Dazu rechnen insbesondere die Anzucht von Nadel- und Laubgehölzen, Rhododendren, Azaleen sowie Obstgehölzen einschließlich Beerenobststräuchern. Die Anzucht von Rosen und Stauden rechnet nur dann zum Nutzungsteil Baumschulen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Binnenfischerei

Rz. 232 Unter Binnenfischerei ist die Ausübung der Fischerei in Binnengewässern aufgrund von Fischereiberechtigungen zu verstehen. Zur Binnenfischerei gehören sowohl die Fischerei in stehenden Gewässern als auch die Fischerei in fließenden Gewässern einschließlich der Kanäle. Für die Bewertung ist es unerheblich, ob die Fischereiberechtigung dem Inhaber des Fischereibetrieb...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / e) Imkerei

Rz. 240 Die Imkerei umfasst alle Formen der Bienenhaltung, die auf ein wirtschaftliches Ziel ausgerichtet sind und demzufolge ertragsteuerlich nicht als Liebhaberei gelten. Dabei ist nicht zu unterscheiden zwischen der Bienenhaltung zur Gewinnung von Honig und Wachs und anderen Formen der Bienenhaltung, wie z.B. der Königinnenzucht oder der Bienenhaltung für pharmazeutische...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / g) Saatzucht

Rz. 249 Saatzucht ist die Erzeugung von Zuchtsaatgut. Zum Saatgut zählen Samen, Pflanzgut oder Pflanzenteile, die für die Erzeugung von Kulturpflanzen bestimmt sind. Dabei ist nicht zu unterscheiden zwischen Nutzpflanzensaatgut und dem Saatgut anderer Kulturpflanzen. Rz. 250 Zur Saatzucht gehören alle Wirtschaftsgüter, die ihr zu dienen bestimmt sind, insbesondere Grund und...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertungsverfahren

Rz. 140 Auch bei der forstwirtschaftlichen Nutzung richten sich ebenso wie bei den anderen Nutzungen die Begriffsbestimmung und die Abgrenzung nach den bei der Einheitsbewertung bewährten Vorschriften. Rz. 141 Der Gesetzgeber hat allerdings die Ermittlung des Wertes für die Bedarfsbewertung soweit wie möglich vereinfacht. Insbesondere durch die Vorschrift des § 142 Abs. 2 N...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertungsverfahren

Rz. 110 Nach § 142 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a BewG ist der Ertragswert für die landwirtschaftliche Nutzung ohne Hopfen und Spargel auf der Grundlage der Ergebnisse der Bodenschätzung nach dem BodSchätzG zu ermitteln. Er beträgt 0,35 EUR je Ertragsmesszahl (EMZ). Dabei sind nur die EMZ zu berücksichtigen, die auf die nachstehend definierten Flächen der landwirtschaftlichen Nutzu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / A. Gesetzliche Grundlage und Bedeutung

I. Rechtsentwicklung Rz. 1 Die Vorschrift des § 142 BewG wurde durch das Jahressteuergesetz 1997 in das Bewertungsgesetz eingefügt. Sie enthält die Regelungen zur Bewertung des eigentlichen Betriebs der Land- und Forstwirtschaft. Der Gültigkeitsbereich erstreckt sich seit dem 1.1.1996 auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer und ab dem 1.1.1997 auf die Grunderwerbsteuer, sowei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Gemüse-, Blumen- und Zierpflanzenbau

Rz. 184 Die Flächen des Nutzungsteils Gemüsebau sind für die Bewertung in Freilandflächen und in Flächen unter Glas und Kunststoffen, die durch Blumen- und Zierpflanzenbau genutzten Flächen in Freilandflächen, beheizbare Flächen unter Glas und Kunststoffen und nicht beheizbare Flächen unter Glas und Kunststoffen zu unterteilen. Zur Fläche des jeweiligen Nutzungsteils gehöre...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Grundsätzliches zum Bewertungsverfahren

Rz. 16 Um das Bewertungsverfahren der Bedarfsbewertung zu verdeutlichen, soll im Folgenden die Bewertung der landwirtschaftlichen Nutzung näher erläutert werden, da diese die größte Bedeutung innerhalb des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens hat. Dabei wird die landwirtschaftliche Nutzung mit einem festen Ertragswert in Abhängigkeit von der Bodenqualität, gemessen in ...mehr

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Zerb 09/2015, Zur grundrech... / Sachverhalt

I. Der Beschwerdeführer wendet sich mit der Verfassungsbeschwerde gegen die Nichtberücksichtigung einer dem Erbfall nachfolgenden Einkommensteuerbelastung für Zinserträge bei der Heranziehung zur Erbschaftsteuer. 1. Der Beschwerdeführer ist Alleinerbe seines im Jahr 2001 verstorbenen Bruders. Der erbschaftsteuerliche Gesamtwert des Nachlasses aus Grund- und Kapitalvermögen be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. § 90 Abs. 1 BewG

Rz. 11 Gem. § 90 Abs. 1 BewG ist der Ausgangswert nach § 83 BewG durch Anwendung einer Wertzahl an den gemeinen Wert anzugleichen. Der nach den §§ 84–89 BewG ermittelte Bodenwert, Gebäudewert und Wert der Außenanlagen stellt in seiner Gesamtheit noch nicht den Einheitswert des Grundstücks dar. Die Summe von Bodenwert, Gebäudewert und Wert der Außenanlagen bildet lediglich d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Nutzungsdauer

Rz. 137 Wertabweichungen zwischen dem tatsächlichen gemeinen Wert und dem nach § 151 Abs. 1 Nr. 1 BewG festzustellenden Grundbesitzwert können auch auf die in Anlage 22 zum Bewertungsgesetz vorgenommene Typisierung der wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer zurückzuführen sein. Die Anlage 22 zum Bewertungsgesetz ist sowohl bei der Ermittlung des Gebäudeertragswerts (§ 185 Abs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Marktanpassungsfaktoren

Rz. 135 Bei der Ermittlung des gemeinen Werts sind nicht nur die objektspezifischen Grundstücksmerkmale, sondern auch die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt zu berücksichtigen. Dies erfolgt innerhalb der ImmoWertV durch Marktanpassungsfaktoren, sofern die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt nicht bereits auf andere Weise in die Wertermit...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Preisstand

Rz. 132 Eine weitere Besonderheit ergibt sich aus der Tatsache, dass die Regelherstellungskosten der Anlage 24 zum Bewertungsgesetz für Bewertungsstichtage bis zum 31.12.2011 den Preisstand zum 1.1.2007 wiedergeben. Für Stichtage ab dem 1.1.2012 ist die Anlage 24 zum BewG mit dem Preisstand zum 1.1.2010 maßgebend. Eine rechnerische Indizierung der Regelherstellungskosten zu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Berücksichtigung von Belastungen

Rz. 22 Mit dem in § 198 BewG aufgenommenen Bezug auf das Baugesetzbuch sollte letztlich auch klargestellt werden, dass dingliche Nutzungsrechte im Falle eines Sachverständigengutachtens bereits bei der Ermittlung des Wertes des Grundstücks wertmindernd zu berücksichtigen sind. Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat dies in der Vergangenheit stets abgelehnt, weil die nach...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Allgemeines

Rz. 1 Bei der Bewertung eines Grundstücks im Sachwertverfahren ist gem. § 83 Satz 1 BewG vom Bodenwert (§ 84 BewG), Gebäudewert (§§ 85–88 BewG) und dem Wert der Außenanlagen auszugehen (§ 89 BewG). Dieser Ausgangswert ist durch die Anwendung einer Wertzahl an den gemeinen Wert anzugleichen (§ 83 Satz 2, § 90 Abs. 1 BewG). Der gemeine Wert eines Grundstücks wird durch den Pr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Anwendungsbereich

Rz. 6 Die Grundbesitzbewertung für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer nach dem Sechsten Abschnitt des Zweiten Teils des Bewertungsgesetzes eröffnet dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit, den Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts zu führen. Damit ist der Steuerpflichtige nicht an eine eventuelle Überbewertung gebunden, die sich durch typisierende Regelungen des Bewertun...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Bewirtschaftungskosten

Rz. 121 Ob hinsichtlich der zu berücksichtigenden Bewirtschaftungskosten derart abweichende Bewertungsergebnisse zu erwarten sind, dass sich der Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts aus der Sicht des Steuerpflichtigen lohnt, hängt von den Verhältnissen des Einzelfalls ab. Sobald nach § 187 Abs. 2 BewG nicht auf Erfahrungssätze zurückgegriffen wird, die von den Gutachtera...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Ertragswertverfahren

Rz. 116 Die ImmoWertV bietet bei der Bewertung von Grundstücken naturgemäß wesentlich mehr Spielräume als dies innerhalb des typisierten Bewertungsverfahrens nach dem Bewertungsgesetz der Fall ist. Deshalb ist vom Steuerzahler eine Bewertung nach dem Bewertungsgesetz dahin gehend zu prüfen, ob und ggf. welche Unterschiede bei der Erfassung der für die Wertfindung maßgebende...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. § 90 Abs. 2 BewG

Rz. 26 Für einzelne Grundstücksarten oder Grundstücksgruppen oder Untergruppen können nach § 90 Abs. 2 BewG in bestimmten Gebieten oder Gemeindeteilen besondere Wertzahlen festgesetzt werden, wenn es die örtlichen Verhältnisse auf dem Grundstücksmarkt erfordern. Die dabei zu berücksichtigenden Wertfaktoren werden innerhalb des § 90 Abs. 2 Satz 1 BewG mit Zweckbestimmung und...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Rechtliche Entwicklung und Bedeutung

Rz. 1 § 143 BewG ist durch das Jahressteuergesetz 1997 in das Bewertungsgesetz eingeführt worden und seitdem im Wesentlichen unverändert. Durch das Jahressteuergesetz 2007 wurde lediglich Abs. 3 der Vorschrift insoweit redaktionell verändert, als statt der bisherigen Angabe "vom Hundert" der Begriff "Prozent" eingesetzt wurde. Rz. 2 Mit Ablauf des 31.12.2008 hat auch § 143 ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Sachwertverfahren

Rz. 131 Innerhalb des Sachwertverfahrens wird in der Praxis der Wertansatz pro Flächeneinheit zu Bewertungsunterschieden beitragen. Zwar sind die Regelherstellungskosten des § 190 BewG, die in Anlage 24 zum Bewertungsgesetz abgedruckt sind, rechnerisch aus den Normalherstellungskosten 2000 abgeleitet, die in Anlage 7 zur WertR 2006 abgedruckt sind. Dennoch ergeben sich wese...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Inhalt/Zweck der Vorschrift

Rz. 1 § 198 BewG enthält die Regelungen zum Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts durch den Steuerzahler. Die Vorschrift ist durch das Erbschaftsteuerreformgesetz v. 24.12.2008 in das Bewertungsgesetz eingefügt worden.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Wahl der Bewertungsmethode

Rz. 93 Die Wahl der Bewertungsmethode ist nach § 182 BewG von der nach dem Bewertungsgesetz definierten Grundstücksart abhängig. Mit dieser schematischen Vorgabe sind zwangsläufig alle Bewertungsmethoden ausgeschlossen, die unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Wertermittlungsregelungen zutreffend wären. Eine derart schematisch geregelte Vorauswahl eines inhaltlich möglic...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Beschreibung der Hofstelle

Rz. 69 Im Bewertungsgesetz selbst findet sich keine Definition des Begriffs "Hofstelle". Sie lässt sich jedoch aus der Rechtsprechung des BFH zu § 69 BewG herausarbeiten. Rz. 70 Danach ist eine Hofstelle diejenige Stelle, von der aus land- und forstwirtschaftliche Flächen ordnungsgemäß nachhaltig bewirtschaftet werden (vgl. § 36 Abs. 2 BewG). Umfang und Ausstattung der Hofs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Begriff der Außenanlagen

Rz. 21 Das Tatbestandsmerkmal Außenanlage ist im Bewertungsgesetz nicht näher inhaltlich bestimmt. § 89 BewG enthält lediglich die Vorgabe, dass bei der Ermittlung des Werts eines Grundstücks neben dem Bodenwert und dem Gebäudewert auch der Wert der Außenanlagen zu erfassen ist. Beispielhaft werden durch § 89 BewG Umzäunungen sowie Wege- und Platzbefestigungen aufgeführt. R...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 89 Wert der Außenanlagen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Liegenschaftszinssätze

Rz. 124 Bewertungsunterschiede können sich häufig auch wegen der schematisch vorgegebenen Liegenschaftszinssätze des Bewertungsgesetzes ergeben. Zwar stellt § 188 Abs. 2 BewG vorrangig auf die Liegenschaftszinssätze ab, die vom Gutachterausschuss ermittelt worden sind. Stehen jedoch keine Liegenschaftszinssätze des Gutachterausschusses zur Verfügung, hat das Finanzamt die i...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 143 Wert der Betriebswohnungen und des Wohnteils

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 198 Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 90 Angleichung an den gemeinen Wert

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Berücksichtigung von werterhöhenden Merkmalen

Rz. 104 Beim Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts für ein unbebautes Grundstück darf jedoch nicht übersehen werden, dass ein Sachverständiger in seinem Gutachten auch Außenanlagen zu erfassen hat, die bei der Bewertung eines unbebauten Grundstücks nach dem Bewertungsgesetz unberücksichtigt bleiben. Insoweit hat das Sachverständigengutachten auch solche Merkmale des Grund...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Fehlende Bindungswirkung des Finanzamts an ein Gutachten

Rz. 37 Das Finanzamt ist grundsätzlich nicht an das vom Steuerpflichtigen vorgelegte Sachverständigengutachten gebunden. Vielmehr unterliegt das Gutachten der freien Beweiswürdigung durch das Finanzamt. Bei der Würdigung des Gutachtens wird das Finanzamt insbesondere prüfen, ob im Gutachten alle wertbeeinflussenden Umstände berücksichtigt worden sind. Dazu gehören auch wert...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Mindestwert

Rz. 126 Bei einer Bewertung im Ertragswertverfahren nach dem Bewertungsgesetz ist nach § 184 Abs. 3 Satz 2 BewG mindestens der Bodenwert anzusetzen. Diese Mindestwertregelung soll für steuerliche Zwecke eine positive Bemessungsgrundlage typisierend auch bei Grundstücken mit geringen Erträgen oder einer hohen Verzinsung des Bodenwerts sicherstellen. Dies erspart komplizierte...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Entstehung der Vorschrift

Rz. 16 Das Bewertungsgesetz 1934 enthielt keine besonderen Vorschriften zur Bewertung der Außenanlagen. Auch in der steuerlichen Praxis wurde von besonderen Wertermittlungen für Außenanlagen abgesehen. Im Allgemeinen begnügte man sich mit einem bloßen Zuschlag zum Gebäudewert. Rz. 17 Die sinngemäße Anwendung des § 88 BewG auf die Bewertung von Außenanlagen ist auf Vorschlag...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Umfang der wirtschaftlichen Einheit

Rz. 94 Der Umfang der bei der steuerlichen Bewertung maßgebenden wirtschaftlichen Einheit bestimmt sich ausschließlich nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes (§§ 2, 176 BewG). Im Falle des Nachweises des niedrigeren gemeinen Werts muss die Bewertungseinheit insoweit mit der steuerlich bewerteten wirtschaftlichen Einheit identisch sein. Rz. 95 Im Regelfall dürfte dies ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts durch Gutachten

Rz. 29 Der Steuerpflichtige trägt beim Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts eine Nachweislast und nicht eine bloße Darlegungslast. Dieser Nachweislast kommt der Steuerpflichtige in der Praxis regelmäßig durch Vorlage eines entsprechenden Gutachtens nach, das vom örtlich zuständigen Gutachterausschuss oder von einem Sachverständigen für die Bewertung von unbebauten und be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Problematik bei hohen Kaufpreisen im Vergleichswertverfahren

Rz. 46 Unsicherheiten können sich ergeben, wenn für das zu bewertende Kaufpreis ein stichtagsnaher Kaufpreis bekannt ist, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielt worden ist. Sofern der Kaufpreis höher ist als der Wert, der sich im Ertragswertverfahren oder Sachwertverfahren ergibt, wäre es unzulässig, wenn das Finanzamt den höheren Kaufpreis ansetzen würde. Denn das Fi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertungsniveau

Rz. 13 Bei einem steuerlichen Massenverfahren sind Typisierungen aus verfassungsrechtlicher Sicht grundsätzlich akzeptabel. Unzulässig wären jedoch solche Typisierungen, die dazu führen, dass ein Bewertungsverfahren in der überwiegenden Anzahl der Bewertungsfälle von vornherein lediglich ein am Verkehrswert gemessenes Bewertungsniveau in Höhe von 70–80 % erreicht, allein um...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Inhalt/Zweck der Vorschrift

Rz. 1 Beim Sachwertverfahren wird der Wert der Außenanlagen gesondert erfasst. Bei der Ermittlung des Grundstückswerts nach diesem Verfahren ist gem. § 83 BewG neben dem Bodenwert (§ 84 BewG), Gebäudewert (§§ 85 bis 88 BewG) auch der Wert der Außenanlagen (§ 89 BewG) zu berücksichtigen. Auch im Zusammenhang mit der Bewertung von unbebauten Grundstücken ist der Wert vorhande...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Restwert

Rz. 71 Durch die in § 89 BewG vorgeschriebene Verweisung kommt für Außenanlagen § 86 Abs. 3 BewG zur Anwendung. Danach ist grundsätzlich jeweils für die einzelne Außenanlage ein Restwert von mindestens 30 % des Normalherstellungswerts anzusetzen Die Erläuterungen zu § 86 Abs. 3 BewG gelten in diesem Zusammenhang entsprechend (vgl. § 86 BewG Anm. 176 ff.). Rz. 72–75 Einstwei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum:

Billig, Aktuelles zum Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts nach § 198 BewG, UVR 2013, 92-94; Brüggemann, Welche Bedeutung hat die Differenzierung nach dem Verkehrswert und Steuerwert noch?, ErbBstg 2009, 155-164; Brüggemann, Nachweis eines niedrigeren Verkehrswerts für Grundstücke gemäß § 198 BewG, ErbBstg 2012, 223-226; Eisele, Erbschaftsteuerliche Immobilienbewertung: V...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Entstehung der Vorschrift

Rz. 2 Die Vorschrift entspricht inhaltlich § 138 Abs. 4 BewG, der eine Öffnungsklausel zum Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts bei der Bedarfsbewertung enthält. § 138 Abs. 4 BewG gilt zurzeit nur für Zwecke der Grunderwerbsteuer. Auf die dort abgedruckten Erläuterungen wird verwiesen (s. § 138 BewG Anm. 61 ff.).mehr