Optimierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Synergien zwischen EMAS und ESRS
Die Europäische Union will nachhaltiges Wirtschaften fördern und die Transparenz der Umweltberichterstattung verbessern. Gleichzeitig sollen die Anforderungen so weit wie möglich vereinfacht werden. In diesem Zusammenhang haben die Europäische Kommission und die Expertengruppe EFRAG ein Papier veröffentlicht, das die Synergien zwischen EMAS und den neuen verpflichtenden ESRS-Standards für große Unternehmen aufzeigt.
Die Analyse zeigt, dass EMAS ein nützliches Instrument für Unternehmen sein kann, um die verschiedenen Nachhaltigkeitsanforderungen des Green Deal in ihre Unternehmensprozesse zu integrieren. Viele der Umweltangaben, die durch die ESRS gefordert werden, können auf Daten aufbauen, die bereits im Rahmen von EMAS vorliegen.
Unternehmen, die EMAS nutzen, können ihre bestehenden Umweltberichte verwenden, um Teile der ESRS-Anforderungen zu erfüllen. Dies sei besonders vorteilhaft für die über 4.100 Organisationen, die bereits EMAS einsetzen, um ihre Umweltleistung zu verbessern. Diese Unternehmen können die in ihren Umwelterklärungen enthaltenen Daten gemäß den Bestimmungen des ESRS 1, Absatz 121 verwenden. Das im Rahmen von EMAS eingeführte Managementsystem kann die Umweltberichterstattung nach den ESRS sinnvoll ergänzen und unterstützen. Es liefert zuverlässige Daten und einen Rahmen für die Überwachung der Fortschritte bei der Erreichung der Umweltziele.
Doppelarbeit kann vermieden werden
EMAS bietet 30 Jahre Erfahrung in transparenter Umweltberichterstattung, von der Unternehmen auch bei den neuen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Europa profitieren können. Nach Ansicht der EFRAG kann das Mapping-Dokument ein nützliches Instrument sein, um den Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu optimieren und Doppelarbeit zu vermeiden.
Patrick de Cambourg, Vorsitzender des EFRAG SRB, erklärte: „Die Veröffentlichung des Korrespondenz-Mappings [...] ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der Umwelttransparenz in der Unternehmensberichterstattung. Das hohe Maß an Übereinstimmung zwischen dem ESRS und EMAS unterstreicht unser gemeinsames Engagement, Erstellern und Stakeholdern praktische Hilfestellung zu geben, wie sie ihr Umweltmanagementsystem gemäß EMAS für die Berichterstattung nach ESRS nutzen können.“
Pedro Faria, EFRAG Environmental Lead, fügte hinzu, dass die Veröffentlichung das Engagement widerspiegelt, doppelte Berichterstattung zu vermeiden und die Stakeholder bei der Umsetzung zu unterstützen. Ein gutes Umweltmanagement sei die Grundlage für eine gute Umweltberichterstattung. EMAS sei dafür seit 30 Jahren der Standard.
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