11.11.2014 | Kanzleinachfolge

Mandantenliste beflügelt Kanzleiverkauf

Bild: PhotoDisc Inc.

Die Qualität der Mandate spielt für einen potenziellen Neuinhaber eine wesentliche Rolle – ein Blick in die anonymisierte Mandantenliste gibt hier Auskunft.

Nicht nur Verkäufer, auch wer für den Notfall vorsorgt, falls er etwa als Inhaber einer Praxis ausfällt, braucht eine anonymisierte Mandantenliste, damit mögliche Stellvertreter oder Interimskräfte möglichst zeitnah in das Kanzleigeschehen eingreifen können. Bei der Erstellung einer Mandantenliste ist Sorgfalt gefragt. Wichtigste Kenngröße der Zusammenstellung ist der zyklische Umsatz eines Mandats pro Jahr, der alle wiederkehrenden und nachhaltigen Dienstleistungen umfasst. Diese um Sondereffekte und zeitliche Verschiebungen bereinigte Information unterscheidet die Mandantenliste vom Jahresabschluss einer Steuerkanzlei und sorgt für weitergehende Aussagekraft. Mandate mit Umsätzen unter 1.000 Euro lassen sich bei Bedarf zusammenfassen, essenziell ist aber die Vollständigkeit aller Angaben. Auch das Alter des Entscheidungsträgers je Mandat spielt eine Rolle. „Die Altersstruktur sagt viel über die Kanzlei – erfahrungsgemäß altern die steuer- und wirtschaftsberatenden Berufe mit ihren Mandanten, wenn die Nachfolge im Mandantenunternehmen ungeklärt ist, wirkt sich das auf den Kanzleiwert aus“ , so WP/StB/Rb Reiner Löbbers, Berater der Glawe GmbH, Köln, die sich auf die Vermittlung von Steuerkanzleien spezialisiert hat.

 

Diese Meldung ist Teil unserer Serie rund um „Kanzleinachfolge und Kanzleikauf“. Sie entstand in Kooperation mit der Glawe GmbH, Köln.

Schlagworte zum Thema:  Kanzleimanagement, Kanzlei, Kanzleiorganisation

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