SPD-Finanzminister bleiben bei Nein zu Schweiz-Abkommen
"Lieber kein Abkommen als ein schlechtes", sagte Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Mit seinen Ressortkollegen aus den SPD-geführten Ländern habe er am Mittwoch vereinbart, dass Schäuble Mitte März von der Konferenz der Finanzminister ein Signal bekommen solle.
Hessen zeigte sich entrüstet. Auf der Finanzministerkonferenz, an der Schmid nicht teilgenommen habe, sei am Donnerstag vereinbart worden, dass eine Vierer-Arbeitsgruppe aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen mit dem Bundesministerium mögliche "Einigungskorridore" auslote, sagte der Wiesbadener Minister Thomas Schäfer (CDU). Sein Land werde dem Abkommen zustimmen, wenn die Interessen der Länder ausreichen berücksichtigt würden. "Der Bund hat hier bereits Entgegenkommen signalisiert."
Schmid geht jedoch schon jetzt davon aus, dass das Abkommen trotz Nachverhandlungen am Bundesrat scheitern wird. "Das ist zu billig für Steuerbetrüger." Insbesondere die geplante Besteuerung des in der Schweiz geparkten Vermögens sei zu niedrig. Er sei für neue Verhandlungen mit der Schweiz. Das Nachbarland stehe wegen des Umgangs mit Schwarzgeld international unter Druck und sei schon deshalb an einer Lösung interessiert, sagte der SPD-Politiker.
Besonders umstritten ist dabei die geplante Regelung zur Besteuerung der in der Schweiz seit Jahren angelegten Schwarzgeld-Milliarden. Schweizer Banken sollen verpflichtet werden, auf Alt-Vermögen noch nicht entdeckter deutscher Bankkunden - rückwirkend für zehn Jahre - einmalig eine Pauschalsteuer zwischen 19 und 34 Prozent an den deutschen Fiskus zu überweisen. Steuerbetrüger hätten damit beiseitegeschafftes Geld anonym legalisiert.
Das Abkommen soll nach Schäubles Plänen 2013 in Kraft treten. Die Länder wollen es über den Bundesrat kippen. Dort haben Union und FDP keine Mehrheit.
-
Koalition einigt sich auf Steuerentlastungen
9292
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
881
-
E-Rechnung
5389
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
489459
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
3814
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
3743
-
Referentenentwurf für ein Jahressteuergesetz 2026
276
-
Neue Pflichtangaben bei Reverse-Charge-Leistungen
260
-
Behindertenpauschbetrag: Höhe, Anspruch & Steuer-Tipps
1561
-
Wegfall der 150-EUR-Zollfreigrenze ab 1.7.2026
151
-
SPD-Generalsekretär will Erbschaftsteuer-Schlupflöcher schließen
15.07.2026
-
DStV warnt vor Risiken der geplanten EU Inc.
14.07.2026
-
Außenprüfungsordnung ersetzt Betriebsprüfungsordnung
13.07.2026
-
Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes
10.07.2026
-
Dividenden aus Tochtergesellschaften in anderen Mitgliedstaaten
09.07.2026
-
Diese Reform ist ein Reförmchen auf allen Ebenen
08.07.2026
-
Künstlersozialabgabe soll im Jahr 2027 auf 5 Prozent steigen
07.07.2026
-
Streichung des Steuervorteils der Deutschen Post
03.07.2026
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
02.07.2026
-
Koalition einigt sich auf Steuerentlastungen
02.07.20262