06.09.2016 | Finanzen

Verbesserte Finanzlage in der Krankenversicherung

Bis Ende Juni 2016 erzielten die gesetzlichen Kassen einen Überschuss von 600 Millionen Euro
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat sich im ersten Halbjahr 2016 wieder verbessert.

Bis Ende Juni 2016 erzielten die gesetzlichen Kassen einen Überschuss von 600 Millionen Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium am 5. September 2016 in Berlin mitteilte. Im ersten Halbjahr 2015 war noch ein Defizit von 491 Millionen Euro angefallen. Die Finanzreserven der Krankenkassen liegen damit den Angaben zufolge bei 15,1 Milliarden Euro. Grund für die verbesserte Finanzlage waren nach früheren Medienberichten unter anderem die zu Jahresbeginn erhöhten Zusatzbeiträge.

Saisonübliches Defizit bei der Finanzlage

Der Gesundheitsfonds, der die Beitragsgelder einsammelt und an die Kassen verteilt, verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 ein Defizit von 3,3 Milliarden Euro - nach einem Minus von rund 3,9 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das Gesundheitsministerium sprach von einem «saisonüblichen» Defizit, aus dem keine Rückschlüsse für den weiteren Jahresverlauf gezogen werden könnten.

Gute Finanzentwicklung erwartet

Die Entwicklung des ersten Halbjahres biete auf Basis der bei den Krankenkassen und dem Gesundheitsfonds vorhandenen Finanzreserven «eine solide Ausgangsbasis» für die Finanzentwicklung der Kassen in diesem Jahr sowie in den Folgejahren, hieß es weiter. Mitte Oktober werde es eine Prognose zur Einnahmen- und Ausgabenentwicklung für 2017 geben. Auf dieser Grundlage werde bis zum 1. November 2017 der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2017 festgelegt.

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Schlagworte zum Thema:  Gesetzliche Krankenversicherung, Finanzausgleich, Gesundheitssystem

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