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BAföG-Ausgaben auf Rekordniveau

Viele Studenten sind in ihrem Studium auf BAföG angewiesen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Studentenzahlen steigen - und mit ihnen auch die Zahl der BAföG-Empfänger. Bund und Länder zahlten noch nie so viel für die Ausbildungsförderung.

Die Förderung für Studenten und Schüler nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) hat 2011 erstmals die 3-Milliarden-EUR-Grenze überschritten. Bund und Länder gaben für Leistungen nach dem BAföG knapp 3,2 Mrd. EUR aus. Das waren 10,7 % mehr als im Jahr zuvor.

Wie das Statistische Bundesamt am 20.7.2012 mitteilt, erhielten 963.000 Studenten und Schüler BAföG-Leistungen, 5,1 % mehr als 2010. In den 80er Jahren hatte die Zahl der BAföG-Empfänger bei über einer Million gelegen.

Weniger Schüler erhalten Leistungen

Während die Zahl der BAföG-geförderten Schüler im vergangenen Jahr um 1,5 % auf 319.000 zurückging, bekamen deutlich mehr Studenten BAföG. Ihre Zahl stieg um 8,6 % auf 644.000. Statistik-Experte Udo Kleinegees führte dies auf zurückgehende Schülerzahlen, die verkürzte Gymnasialzeit und den Wegfall des Wehrdienstes zurück. Für die Schüler summierten sich die BAföG-Leistungen auf 910 Mio. EUR, für Studenten auf knapp 2,3 Mrd. EUR.

Höhe der Leistung

Fast jeder 2. Empfänger (48 %) erhielt 2011 den maximalen Förderbetrag. Er liegt für Studenten, die nicht zu Hause wohnen, derzeit bei monatlich 597 EUR. Hinzu kommen nach Auskunft des Bundesamts 73 EUR für Kranken- und Pflegeversicherung. Im Durchschnitt bekamen Schüler 385 EUR und Studenten 452 EUR im Monat.

Die BAföG-Leistungen trägt zu 65 % der Bund, die restlichen 35 % kommen von den Ländern.

Schlagworte zum Thema:  BAföG, Ausbildungsförderung

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