Impfkommission empfiehlt Schutzimpfung gegen Gürtelrose

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) hat Menschen ab 60 Jahren eine Schutzimpfung gegen die Virusinfektion Gürtelrose empfohlen. Es sei eine Standardimpfung mit einem inaktivierten Impfstoff in zwei Dosen, teilte das RKI am 13.12.2018 mit.

Schwere Nebenwirkungen der Impfung seien bisher nicht bekannt. Menschen mit einer chronischen Krankheit oder Immunschwäche sollten sich bereits ab 50 Jahren immunisieren lassen. In Deutschland erkranken nach RKI-Angaben jährlich mehr als 300.000 Menschen an einer Gürtelrose, rund 5 Prozent davon schwer.

Gürtelrose: Ursachen und Symptome

Gürtelrose oder Herpes zoster wird durch ein Virus ausgelöst. Es verursacht meist im Kindesalter zunächst Windpocken. Nach dem Abklingen bleibt das Virus aber lebenslang in den Nervenzellen und kann zu einem späteren Zeitpunkt eine Gürtelrose verursachen. Typisch dafür ist ein brennender Schmerz, gefolgt von einer zumeist halbseitigen, bandartigen Ausbreitung von Bläschen auf der Haut. Nach dem Abheilen des Ausschlags kann ein Nervenschmerz in seltenen Fällen noch lange danach anhalten.

Impfung gegen Gürtelrose als Kassenleistung?

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat nun drei Monate Zeit, um zu entscheiden, ob diese Impfung eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung wird. Bisher sei der Ausschuss den Empfehlungen der Impfkommission immer gefolgt, teilte das RKI auf Anfrage mit.

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