Buchungsportale benachteiligen bestimmte Hotels
"Hotelbuchungsportale sollten die Verbraucher besser darüber informieren, wie sie ihre als Top-Tipps bezeichneten Ranglisten berechnen", forderte Reinhold Kesler, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich "Digitale Ökonomie" an der Uni Mannheim. "Verbraucher könnten dann besser entscheiden, inwieweit sie den Empfehlungen tatsächlich folgen wollen."
Große Hotelbuchungsportale steuern Sichtbarkeit der Angebote
Bei großen Buchungsportalen wie Booking.com und Expedia ist nicht jede Positionierung und Empfehlung im Interesse der Nutzer: So erhalten laut einer ZEW-Studie beispielsweise Hotels schlechtere Positionen in empfohlenen Suchergebnislisten, wenn sie auf anderen Plattformen oder auf hoteleigenen Webseiten niedrigere Preise angeben. So ist jedes vierte Angebot auf der hoteleigenen Webseite günstiger als bei einem Hotelbuchungsportal. Je größer der Preisunterschied zwischen den Plattformen ist, desto stärker wirkt sich das auf die Positionierung im Ranking der Plattformen aus. Hotels mit niedrigeren Preisen auf konkurrierenden Kanälen sind daher weniger sichtbar als solche ohne Preisunterschreitung.
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