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Woran Sie gute E-Learnings und Fernkurse erkennen

Lernen auf die Ferne: Genaues Hinschauen lohnt sich.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Stiftung Warentest hat in der Reihe "Leitfaden Weiterbildung" zwei Infobroschüren zu den Themen "E-Learning" und "Fernunterricht" herausgebracht. Darin verraten die Tester, wie Weiterbildungswillige gute Kurse zum Lernen auf Distanz erkennen können.

E-Learning und Fernunterricht können eine gute Möglichkeit sein, sich betrieblich und privat weiterzubilden. Die Programme ermöglichen räumlich und zeitlich flexibles Lernen, und mittlerweile gibt es Angebote in vielen verschiedenen Fachrichtungen. Die Vielfalt bedeutet aber auch, dass es zunehmend schwieriger wird, das passende Programm zu finden. Stiftung Warentestgibt gibt deshalb in ihren beiden neuen Weiterbildungsleitfäden zu den Themen "E-Learning" und "Fernunterricht" einen Überblick über die beiden Bildungskonzepte und gibt Tipps, wie Firmen oder Privatpersonen gute Kursangebote finden können.

Die Infobroschüren verweisen unter anderem auf Datenbanken, die zu relevanten Angeboten führen: Für den Fernunterricht empfiehlt Warentest die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) unter www.zfu.de und die Webeite www.hochschulkompass.de, für E-Learning die Datenbank Eldoc des Bundesinstituts für Berufsbildung (www.eldoc.info) oder das Infoweb Weiterbildung (www.iwwb.de).

Die Stiftung hat in den beiden Broschüren außerdem zusammengetragen, woran Interessierte ein gutes Angebot erkennen können. Dabei geben die Tester folgende Empfehlungen.

Gute E-Learning-Angebote erkennen:

  • Achten Sie auf das Informationsverhalten des Anbieters: Inhalt, Ziel, Aufbau, Dauer, Kosten des Kurses und mögliche Abschlüsse sollte ein seriöser Anbieter klar kommunizieren. Bei Sprachkursen sollte es auch einen Einstufungstest geben.

  • Erkundigen Sie sich nach der individuellen Betreuung bei Lern- und Motivationsproblemen. Um diesen vorzubeugen, sollte das Programm neben E-Learning-Einheiten möglichst auch Präsenzunterricht beinhalten.

  • Fragen Sie nach Austauschmöglichkeiten mit anderen Lernern. Foren, Blogs und Chats auf den Lernplattformen sind dafür ein gutes Medium. Manche Anbieter vermitteln auch Lerngemeinschaften mit anderen Teilnehmern.

  • Testen Sie das Angebot. Mit Demoversionen können Sie auf einigen Websites die Kurse umsonst ausprobieren. Überprüfen Sie auch vor Kursbeginn, ob Ihr Zugangslink zu den Online-Kursen funktioniert.

  • Prüfen Sie den Vertrag auf die Rücktrittsklausel. Gute Anbieter ermöglichen in der Regel einen Rücktritt vom Vertrag, wenn den Lernern das Angebot nicht gefällt.

Qualität von Fernkursen beurteilen:

  • Achten Sie auf gute Betreuung. Der Anbieter sollte Name und Kontaktdaten eines Ansprechpartners für organisatorische und inhaltliche Fragen auf seiner Webseite öffentlich zugänglich machen.

  • Überprüfen Sie die Aktualität der Unterlagen. Zum einen sollten die Anbieter Lehrbriefe verschicken, die neue Erkenntnisse berücksichtigen – zum anderen sollten die Materialien auch auf aktuelle Quellen zum Weiterlesen verweisen.

  • Suchen Sie einen Anbieter mit Präsenzphasen. Wie beim E-Learning steigert auch beim Fernunterricht gemeinsamer Unterricht vor Ort die Motivation. Außerdem hilft er bei inhaltlichen Fragen und regt den Austausch zwischen den Teilnehmern an.

  • Fragen Sie nach, ob es ein Onlinestudienzentrum gibt. Anbieter ermöglichen mit solchen Zentren eine Plattform für die Kursverwaltung. Außerdem können Teilnehmer sich so untereinander und mit den Dozenten austauschen und elektronische Lernmöglichkeiten nutzen.

  • Schauen Sie auf die ZFU-Zulassung. Anbieter müssen ihre Angebote von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zertifizieren lassen.

Den Leitfaden "E-Learning" finden Sie unter www.test.de/Leitfaden-Weiterbildung-E-Learning.

Den Leitfaden "Fernunterricht" finden Sie unter www.test.de/Leitfaden-Weiterbildung-Fernunterricht.

Haufe Online Redaktion

Weiterbildung, Fernunterricht, E-Learning

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