Wie Personalmanager die Begeisterung im Unternehmen steigern
Personalmanager seien deshalb besonders für die Aufgabe als Stimmungsmesser im Unternehmen geeignet, weil sie gleichzeitig eine Schalt- und Servicefunktion im Unternehmen inne hätten, erläutert Holzer in
Ausgabe 02/2014 des Personalmagazins.
Die Grundvoraussetzung dafür, eine vertrauensvolle Basis im Unternehmen zu schaffen und damit die Stimmung zu verbessern, sei allerdings die Einsicht, dass Menschen in ihrem Handeln nicht vorhersehbar seien. Personalmanager müssten dies akzeptieren und – dem Führungsexperten Daniel F. Pinnow folgend – versuchen, Druck, Kontrolle und Konkurrenz zu minimieren, führt der Autor aus. Stattdessen sollten sie eine Welt gestalten, der die Mitarbeiter gerne angehören wollen. Dabei mache die Gewissheit, jederzeit Unterstützung aus den eigenen Reihen zu erhalten, die Mitarbeiter stark.
Gute Beziehungen lassen Krankenstände sinken
Dabei sollten die HR-Manager darauf achten, das Selbstwertgefühl der Mitarbeiter zu stärken: Nur, wenn Menschen verstehen, was sie tun, das Können dazu besitzen und dabei auch Lob ernten, könne dies das Wohlbefinden fördern und Sinn entstehen lassen, so Holzer. Auch sollten sie darauf achten, hohe Autonomie bei hoher Kompetenz und hohen sozialen Einbettungen zu generieren, um zu begeistern. Manager sollten dabei großen Wert auf Beziehungen legen: Dadurch würden Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben; zudem würden die Krankenstände sinken und die Entwicklungspotenziale steigen.
Work-Life-Balance ist mehr als ein gesunder Mittagstisch
Ein besonderes Augenmerk richtet Holzer dabei auf die Work-Life-Balance. Personalmanager sollten bei diesem Thema als feinfühlige Seismografen im Unternehmen fungieren, fordert er, und passende Maßnahmen zur Verbesserung der Work-Life-Balance im Unternehmen implementieren. Doch der Blick müsse dabei unbedingt auf ein ausbalanciertes Innenleben der Mitarbeiter gerichtet sein: Viele Firmen würden unter dem Begriff "Work-Life-Balance" immer noch ausschließlich strukturelle Verbesserungen verstehen, wie etwa einen gesunden Mittagstisch, Arbeitszeitmodelle oder Karenzzeiten. Das sei alles gut, sagt Holzer, doch es sei keine Anteilnahme an Befindlichkeiten, Stärken, Entwicklungsbedürfnissen, Kreativität, Netzwerkpotenzialen und überbetrieblichen Wissensspektren der Chefs und Mitarbeiter – also nichts, was Begeisterung auslöse.
Viel Mitsprache, offene Kommunikation, die Bereitschaft aus Fehlern zu lernen und Entwicklungsspielräume: Das sei der Boden, auf dem Begeisterung wächst, resümiert der Autor. Und Begeisterung senke den Jobwechselwunsch, steigere die Innovationsbereitschaft und ließe Arbeitgebermarkenwerte entstehen, so Holzer.
Den kompletten Beitrag "Mehr Begeisterung, bitte!" lesen Sie in Ausgabe 02/2014 des Personalmagazins.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
463
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
285
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
227
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
223
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
184
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
166
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1594
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1138
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
100
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
95
-
Arbeitskosten in Deutschland verteuern sich weiter
30.04.2026
-
Fehler bei der Gehaltsabrechnung kosten Millionen
29.04.2026
-
Komplementäre Führung – Modell für Orientierung und Praxis
29.04.2026
-
Was das Betriebsrentenstärkungsgesetz bringt
28.04.2026
-
Mitarbeitergesundheit stärken – 2 Benefits für mehr Longevity
27.04.2026
-
Homeoffice als möglicher Schlüsselfaktor in der Energiekrise
24.04.2026
-
Tipp der Redaktion: Toolbox für die Entgelttransparenz
22.04.2026
-
Employer Branding muss frühzeitig beginnen
21.04.2026
-
Den Stellenmarkt im Griff – wie KI das Recruiting revolutioniert
20.04.2026
-
Moderne Recruiting-Strategie: Warum Stellenanzeigen nicht ausreichen
20.04.2026