Auf zu neuen Ufern: In Zeiten des Wandels brauchen Führungskräfte Pioniergeist. Bild: pixabay

Im jährlich erscheinenden Leadership Report des Zukunftsinstituts erklärt der "New Work"-Experte Franz Kühmayer, was Führungskräfte und Personalentwickler in Zukunft bewegt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Reports steht der Pioniergeist.

"Die Antworten auf die Fragen der Zukunft finden wir nicht in den Erfahrungswerten der Vergangenheit. Im Gegenteil: Wir leben in bewegten Zeiten. Die Wirtschaft durchlebt gerade eine Phase des digitalen und kulturellen Umbruchs.

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Diese Zeiten des Wandels sind Aufbruchszeiten, in denen Pioniergeist gefragt ist. Es geht um den Willen, Wegbereiter für eine neue unternehmerische Entwicklung zu werden. Daran scheitern viele Unternehmen, es fehlt der Mut zum Risiko. Bequeme Stabilität kann aber auch zu tödlicher Starre führen. Daher ist Pioniergeist eine der wichtigsten Leadership-Eigenschaften, die über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheidet", erläutert Kühmayer die Bedeutung des diesjährigen Schwerpunktthemas der Leadership Reports 2017.

Leadership-Kultur: Plädoyer für mehr Mut und Optimismus

Am Schnittpunkt zwischen Trendforschung und Unternehmensberatung liefert der Report neue Perspektiven und Trend-Updates mit konkreten Lösungen. Dabei erklärt Kühmayer, warum der Pioniergeist Krisen braucht, was ihn ausmacht, wie er entfacht wird und lebendig bleibt. "Es geht dabei nicht um die Suche nach weißen Flecken auf irgendeiner Landkarte. Pioniergeist ist eine Frage der Haltung", ergänzt Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts.

Krisen entfachen Pioniergeist

Pioniergeist heißt neue Ideen zuzulassen und diese in den laufenden Betrieb zu integrieren. Dies gelingt vielfach nur durch Krisen: Sie sind reinigende Katalysatoren für künftige Entwicklungen, sie sind produktive Zustände. Allerdings nur dann, wenn man bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen und sich der Unbequemlichkeit des Neuen, Unbekannten und Irritierenden zu stellen. Kühmayers Appel in diesem Zusammenhang lautet: „Wer nicht bereit ist, ständig zum Sprengmeister seiner eigenen Glaubenssysteme zu werden, wird über kurz oder lang zum Gefangenen seines Wissens, seiner Erfahrung und seines Erfolges.“

Führungskräfte-Typus mit Zukunft: Progressiver Leader

Der skizzierte Wandel verändert auch das Anforderungsprofil an Führungskräfte. Laut Kühmayer benötigt gutes Leadership die Balance zweier Führungskräftetypen: Auf der einen Seite die "konsequenten Verweigerer", die nach dem Motto „Never change a running system“ weitermachen möchte wie bisher. Auf der anderen Seite der "enthusiastischen Chaot", der in neuen Organisationsmodellen das Heilsversprechen interner Probleme sieht.

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Der ideale Typus ist für Kühmayer der "progressive Leader": Sie sind neugierig und in der Tiefe über neue Modelle informiert, sehen in ihnen aber keinen Selbstzweck und kein Allheilmittel. Als sensibler Kenner der eigenen Unternehmenskultur prüfen sie neue Strukturen immer auch auf Anschlussfähigkeit im Betrieb, binden Mitarbeiter und Führungskräfte aktiv in den Wandel mit ein und ertüchtigen sie in ihren Kompetenzen, um den Erfolg nachhaltig sicherzustellen. "Das ist gutes Leadership für Unternehmen von Morgen", so der Autor.

Der Leadership Report 2017 kann bestellt werden unter https://onlineshop.zukunftsinstitut.de.

 

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Schlagworte zum Thema:  Leadership, New Work

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