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| Motivation

Lob am Arbeitsplatz wichtiger als im Privatleben

Ein Schulterklopfen vom Chef motiviert ungemein.
Bild: PhotoAlto

Am Arbeitsplatz gelobt zu werden, ist für jeden zweiten Arbeitnehmer wichtiger als von Freitzeitpartnern und Bekannten geschätzt zu werden. Gelobte Mitarbeiter arbeiten außerdem effizienter, stellt eine neue Studie fest.

Für 54 Prozent der Deutschen ist ein Lob am Arbeitsplatz demnach das schönste Lob. Nur 47 Prozent gelte das Lob von Freizeitpartnern mehr, für 43 Prozent sei das Lob von Bekannten besonders wichtig. In einer Umfrage für das Happiness Institut (www.happiness-institut.de) hat das Marktforschunginstitut Forsa über 2.000 Menschen in Deutschland zum Thema Lebensfreude befragt. Dabei spielt die Arbeit offenbar eine wichtige Rolle.

Lob wirkt sich nachhaltig darauf aus, wie die Arbeit erledigt wird. Demnach erledigten diejenigen befragten Arbeitnehmer mit Lebensfreude ihre Arbeit gründlicher (81 Prozent gegenüber 61 Prozent derjenigen mit geringer Lebensfreude), sie bewältigten ihre Aufgaben wirksam und effizient (72 gegenüber 53 Prozent) und sie erledigten Dinge sofort und schieben sie nicht auf (45 gegenüber 33 Prozent). Auch das Arbeitsklima ist besser, wenn die Mitarbeiter lebensfroh sind: 58 Prozent lachten oft oder sehr oft mit ihren Kollegen.

Obwohl die Arbeit wichtig ist, können Lebensfrohe auch mit weniger Arbeit gut auskommen, hat die Umfrage ermittelt. 58 Prozent der Teilzeitbeschäftigten outeten sich als sehr lebensfroh, bei den Vollerwerbstätigen waren dies nur 51 Prozent.

Die Studienautoren haben Weiterbildung als wesentlichen Faktor für Lebensfreude und Motivation ermittelt. Unter der Voraussetzung, dass das Lernen freiwillig geschieht, sei es mit 79 Prozent besonders motivierend  für die Befragten im Alter von 30 bis 45 Jahren, im Alter von 45 bis 60 lassen sich noch 74 Prozent dadurch positiv in ihrer Lebensfreude beeinflussen. In den Jahren des Berufseinstiegs zwischen 20 und 29 Jahren liegt dieser Wert nur bei 57 Prozent. Hier zeigt sich der Untersuchung zufolge auch ein Zusammenhang zwischen  Bildungsstand und Lebensfreude. Während die Lebensfreude nur bei 45 Prozent der Hauptschulabsolventen als besonders ausgeprägt gilt, erreichen Hochschulabsolventen 57 Prozent.

Haufe Online Redaktion

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